Die Logos deutscher Parteien: CDU, SPD, DIE LINKE, GRÜNE, CSU, AfD, BIW, Die PARTEI, Die Tierschutzpartei, FAMILIE, FDP, FREIE WÄHLER, NPD, ÖDP, PIRATEN und SSW.

Freie Demokratische Partei

FDP

Die FDP war die einzige Partei, die nach der Gründung der Bundesrepublik dauerhaft neben CDU/CSU und SPD überleben und ihre parlamentarische Existenz sichern konnte. Dank ihrer Schlüsselrolle bei der Koalitionsbildung übertrafen die Freien Demokraten bis 2013 an Regierungsjahren nicht nur die SPD, sondern auch die Unionsparteien. Trotz der tiefen Krise, in die die Partei nach ihrem Rekordergebnis von 2009 stürzte, kam ihr Scheitern an der Fünfprozenthürde bei der Bundestagswahl 2013 unerwartet. Nach dem Rückschlag gelang ihr unter dem jungen Vorsitzenden Christian Lindner ein eindrucksvoller Wiederaufstieg. 2017 kehrte sie in den Bundestag zurück.

Das Logo der FDP auf einem Pappaufsteller.

Kurz und bündig: Die FDP

Die FDP wurde 1948 gegründet. In der langen Zeit als einzige kleine Partei nahm sie eine Schlüsselposition ein und war in zahlreichen Bundesregierungen vertreten. 2013 bis 2017 war sie erstmals nicht im Bundestag vertreten. Mit ihren wirtschaftsliberalen Positionen und einer restriktiven Haltung in der Flüchtlings- und Europapolitik erreicht sie einkommensstärkere Wähler überdurchschnittlich gut.

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FDP-Vorsitzende zwischen 1954 und 1974 v.l.n.r.: Thomas Dehler (1954-1957), Walter Scheel (im Hintergrund, 1968-1974), Reinhold Maier (1957-1960) und Erich Mende (1960-1968).

Etappen der Parteigeschichte

Die FDP entstand 1948 aus dem Zusammenschluss linksliberaler und nationalliberaler Kräfte. Über viele Jahre war sie als kleinerer Partner von Union oder SPD Teil der Bundesregierung. Auf ihr bestes Bundestagswahlergebnis 2009 folgte 2013 das knappe Scheitern an der Fünfprozenthürde und 2017 der erneute Einzug in den Bundestag.

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Christian Lindner während einer Wahlkampfveranstaltung in Düsseldorf 2017.

Wahlergebnisse und Wählerschaft

Selbstständige, Freiberufler, leitende Angestellte und Beamte sind in der FDP-Wählerschaft überproportional vertreten. Ihr geografischer Scherpunkt liegt in den ökonomisch prosperierenden Regionen im Rheinland und im Stuttgarter, Frankfurter und Münchener Umland. In Ostdeutschland ist die FDP in keinem Landtag vertreten.

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FDP-Generalsekretärin Nicola Beer präsentiert eine Wahlplakat zur Bundestagswahl 2017. Als neue inhaltliche Schwerpunkte hat die FDP Bildungspolitik und Digitalisierung ausgemacht.

Programmatik

Markliberale Elemente, die Betonung von Bürgerrechten und der Schutz vor staatlichen Eingriffen sind Kernelemente der Programmatik der FDP. Einer weiteren europäischen Integration in der Fiskal- und Wirtschaftspolitik steht die Partei skeptisch gegenüber.

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Das FDP-Präsidium bei einer Sitzung 2015: FDP-Schatzmeister Hermann Otto Solms, Generalsekretärin Nicola Beer, der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner und der stellvertretende Vorsitzende Wolfgang Kubick.

Organisation

Mandatsträger nehmen in der FDP eine hervorgehobene Rolle ein. Auch die Landesverbände spielen innerparteilich eine große Rolle.

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