Verschiedene Leute benutzen im Park ihre Smartphones.

1.10.2019

Das Smartphone: Wie werden Nachrichten übertragen?

Der Mobilfunk

Mit dem Smartphone können Sie telefonieren
oder eine Nachricht verschicken.
Anrufe und SMS-Nachrichten werden
mit elektromagnetischen Wellen über die Luft übertragen.
Dies nennt man Mobilfunk.
Es müssen keine Kabel verlegt werden.
Es werden nur Sendemasten benötigt.
Dies ist so ähnlich wie Antennen bei einem Radio.
Die Übertragung ohne Kabel nennt man auch Funksystem.

Manchmal hat man mit seinem Smartphone keinen Empfang.
Dann ist man zum Beispiel zu weit von einem Sendemast entfernt.
Funkwellen haben nur eine begrenzte Reichweite.
Darum wird das Mobilfunkgebiet in Zellen eingeteilt.
In jeder Zelle gibt es einen Sendemast.

Der Sendemast empfängt die Daten und leitet sie weiter.
Um den Mobilfunk nutzen zu können,
braucht man einen Vertrag mit einem Anbieter.
Anbieter sind zum Beispiel die Telekom, Vodafone oder O₂.


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Funkzellenabfrage

Wenn ein Handy angeschaltet ist,
dann ist es mit einem Sendemast verbunden.
Mobilfunkanbieter wissen,
mit welchem Sendemast das Handy verbunden ist.
So können sie herausfinden,
wo sich ein Handy ungefähr befindet.
Die Mobilfunkanbieter speichern diese Informationen eine Zeit lang.
So können Anrufe und SMS zum Beispiel
an die richtigen Geräte gesendet werden.

Manchmal werden diese Informationen
auch an die Polizei weitergegeben.
Die Anbieter geben die Daten zum Beispiel dann weiter,
wenn ein Mensch vermisst oder in einer Straftat ermittelt wird.
Funknetz (© bpb)

SIM-Karte

Von einem Anbieter bekommt man auch eine SIM-Karte.
SIM-Karte (© bpb)


Eine SIM-Karte braucht man,
um zu telefonieren und eine SMS zu schreiben.
Man braucht eine SIM Karte auch,
um das mobile Internet zu nutzen.

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SMS

Eine SMS ist eine kurze Textnachricht,
die maximal 160 Zeichen lang sein darf.
Eine SMS wird über das Mobilfunknetz versendet.

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Mobiles Internet

Man kann das Internet nutzen, wenn man unterwegs ist.
Mobiles Internet kostet Geld.
Aber auch telefonieren und SMS schreiben kosten Geld.

Nachrichten mit Nachrichten-Apps

Nachrichten-Apps funktionieren über das Internet.
Entweder über das mobile Internet oder über das W-LAN .
Wenn Sie W-LAN nutzen, brauchen Sie keine SIM-Karte.

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W-LAN

W-LAN bedeutet "kabelloses lokales Netzwerk".
Dabei werden die Daten über Funk versendet, wie bei einem Radio.
Man benötigt kein Kabel, um sein Smartphone oder Laptop
mit dem Internet zu verbinden.
Wlan (© bpb)

Nachrichten-Apps sind zum Beispiel WhatsApp, Threema oder Signal.
Nachrichten-Apps heißen auch Instant-Messenger.
Das ist ein englisches Wort und bedeutet "Sofortnachrichtendienst".
Wenn man eine Nachricht abschickt,
kommt sie also sofort beim Empfänger an.

Man kann zum Beispiel
  • Text- oder Sprachnachrichten,
  • Fotos oder Filme verschicken.
Eine Unterhaltung mit einer anderen Person über eine Nachrichten-App
nennt man Chat.
Man kann auch mit mehreren Personen gleichzeitig
Nachrichten austauschen,
zum Beispiel mit der Familie, mit Arbeitskollegen oder Freundinnen.
Das nennt man dann Gruppenchat.

In dem Gruppenchat können alle Mitglieder
die Nachrichten der anderen sehen und darauf antworten.
Mit manchen Nachrichten-Apps kann man auch telefonieren
oder einen Video-Anruf machen.
Dann kann man sich beim Telefonieren sehen.

Die Nachrichten-App mit den meisten Nutzern und Nutzerinnen
ist WhatsApp.

WhatsApp (© bpb)


WhatsApp kostet kein Geld.
WhatsApp gehört zum Facebook-Konzern.

Internetunternehmen (© bpb)

Instagram, ein anderes soziales Netzwerk, gehört auch dazu.
Whatsapp, Facebook und Instagram sind zusammen eines der
Unternehmen auf der Welt, die am meisten Geld wert sind.

Manche Menschen finden,
dass es lieber mehrere kleinere Unternehmen geben sollte.
Manche Menschen befürchten,
dass der Facebook-Konzern zu viele Daten von ihnen sammelt.

Soziale Netzwerke wie zum Beispiel Facebook nutzen die Daten
ihrer Nutzer und Nutzerinnen, um Werbung für viel Geld zu verkaufen.

Nutzer und Nutzerinnen, die Sport mögen,
bekommen so zum Beispiel Werbung von Sportfirmen.

Sehr viele Menschen sind bei WhatsApp.
Viele Sportvereine regeln zum Beispiel ihre Termine über WhatsApp.
Wer nicht bei WhatsApp ist,
verpasst so vielleicht wichtige Termine in seinem Sportverein.

Es gibt auch noch andere Nachrichten-Apps.
Manche kosten kein Geld.
Zum Beispiel sind Ginlo, Signal, Telegram oder Wire kostenlose Apps.
Andere Nachrichten-Apps kosten Geld,
zum Beispiel Threema.
Signal (© bpb)
Signal ist eine kostenlose Nachrichten-App.
Signal ist auch eine Open-Source App.

Open-Source bedeutet:
Wie die App programmiert ist, kann jeder sehen,
der sich dafür interessiert.
Experten und Expertinnen können dann selber
kontrollieren, wie ihre Daten verarbeitet werden.
Open-Source Programme sind meistens kostenlos.

Signal speichert nur wenige Daten
über seine Nutzer und Nutzerinnen.
Threema (© bpb)


Threema ist eine andere Nachrichten-App.
Threema ist eine Nachrichten-App, die Geld kostet.
Also verdient Threema dann Geld,
wenn viele Leute die App nutzen.
Threema sagt, dass es auf die Privatsphäre
der Nutzer und Nutzerinnen achtet.

Was Sie tun können, wenn Sie eine Nachrichten-App nutzen wollen,
die weniger Menschen nutzen:

Verabreden Sie sich mit Ihren Freunden und Freundinnen,
diese App gemeinsam zu nutzen.
So sind bei dieser App auch die Personen,
mit denen Sie oft schreiben.

Früher hat man nur Briefe geschrieben.
Nachrichten-Apps werden viel häufiger benutzt
als damals Briefe benutzt wurden.

Das bedeutet:
Man bekommt viel mehr Nachrichten als früher.
Früher hat man vielleicht drei Briefe an einem Tag bekommen.
Heute bekommen manche Menschen an einem Tag
150 Nachrichten von vielen Leuten.

Das bedeutet aber auch:
Man braucht viel mehr Zeit, um auf alle Nachrichten zu antworten.
Briefe (© bpb)

Smartphone und Fotos

Weil sehr viele Menschen ihr Smartphone immer dabei haben,
werden auch viel mehr Fotos gemacht.

Vielleicht werden Sie dann beim Essen
auf einem Geburtstag fotografiert.
Nicht nur die Leute auf dem Geburtstag wissen dann,
dass Sie da waren und was Sie gegessen haben.
Das Bild wird vielleicht mit einer Nachrichten-App verschickt
oder im Internet in einem sozialen Netzwerk veröffentlicht.
Das Bild können dann auch viele Leute sehen.
Vielleicht sehen das auch Leute, die die Fotos nicht sehen sollen.

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