22012 – Ein Rückblick in Bildern

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Ein Zeitungsstand am 10. Juli 2003 in der Innenstadt von Frankfurt am Main. Die Talfahrt deutscher Tageszeitungen setzt sich auch 2003 fort. Bereits 2001 waren Werbeumsatzverluste von 14 Prozent zu verbuchen, 2002 kamen weitere zwölf Prozent dazu, so der Hauptgeschäftsfuehrer des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger, Volker Schulze.

23. November: Zeitungssterben in Deutschland

Im November verkündet der Verlag Gruner + Jahr das Aus für seine Wirtschaftszeitung "Financial Times Deutschland" (FTD), die letzte Ausgabe erscheint am 7. Dezember. Zehn Tage vorher, am 13. November, hatte bereits die "Frankfurter Rundschau" (FR) Insolvenz angemeldet und schon Ende September war das Boulevardblatt "Abendzeitung Nürnberg" nach 93 Jahren eingestellt worden. Auch eine Presseagentur meldet im Oktober Insolvenz an: die "dapd Nachrichtenagentur".
Die Insolvenz der FR bedroht etwa 500 Arbeitsplätze. Bei der FTD sind mehr als 300 Mitarbeiter betroffen, bei der Nürnberger "Abendzeitung" verloren 35 Mitarbeiter ihren Job und die dapd entlässt rund 100 Mitarbeiter. Nach Einschätzung der Agentur für Arbeit erlebt die deutsche Presselandschaft derzeit die größte Entlassungswelle seit Bestehen der Bundesrepublik. Der Überlebenskampf der Printmedien spiegelt auch einen generellen Trend wieder: In zehn Jahren sind die Auflagen der Tageszeitungen in Deutschland fast um ein Viertel gefallen.

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Foto: (© AP)