22013 – Ein Ausblick in Bildern

Zurück zur Bildergalerie
10 von 23
Schwarz-Weiß-Foto: Eine Gruppe von Juden, darunter ein kleiner Junge, wird  von bewaffneten deutschen Soldaten am 19. April 1943 mit erhobenen Händen aus dem Warschauer Ghetto geführt. Das Bild gehörte zu einem Bericht von SS-General Stroop an seinen Kommandeur und wurde als Beweis in den Kriegsverbrecherprozessen in Nürnberg im Jahr 1945 eingeführt. Die französische Zeitung "Le Figaro" berichtete am 23. Mai 1998, dass Tsvi Nussbaum, ein in Palästina geborener und heute in New York lebender Mann, vermutlich der Junge mit den erhobenen Händen sei.

19. April: 70 Jahre Aufstand im Warschauer Ghetto

Am 19. April jährt sich zum 70. Mal der Aufstand des Warschauer Ghettos. An diesem Morgen marschierten SS-Angehörige in das von einer drei Meter hohen Mauer umschlossene Ghetto ein. Seit Januar hatten sich die verbleibenden 60.000 Menschen, die noch nicht in den Vernichtungslagern ermordet worden waren, ihrer Deportation widersetzt. Obwohl die Bewohner den Deutschen hoffnungslos unterlegen waren, sollte es fast vier Wochen dauern, bis die Nationalsozialisten am 16. Mai die Große Synagoge sprengten – ein symbolischer Akt, mit dem das Ende des Ghettos und das Ende der jüdischen Bevölkerung Warschaus demonstriert wurde.
Bis 1939 befand sich in Warschau die größte jüdische Gemeinde Europas. Das Ghetto wurde im Oktober 1940 errichtet. Im Juli 1942 begannen die ersten Deportationen. Bis Ende 1942 war die Mehrheit der Ghettobewohner deportiert und ermordet worden.
Der Aufstand im Warschauer Ghetto war für die Überlebenden von enormer Bedeutung, da er zum Symbol des bewaffneten Widerstands wurde.

Mehr zum Thema:

Foto: (© AP)