22013 – Ein Rückblick in Bildern

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Demonstrant vor US Botschaft in Kiew.

6. Juni: Edward Snowden packt aus

Am 6. Juni berichten der britische "Guardian" und die "Washington Post", dass der US-amerikanische Geheimdienst NSA im Rahmen des geheimen Programms PRISM die Server von Internetfirmen und Telefonanbietern durchsuche, um an private Daten von Nutzern zu gelangen. Material wie E-Mail-Adressen, Fotos, Chatprotokolle und Telefonverbindungen würden in bisher ungekanntem Ausmaß gesammelt und gespeichert.
Der Informant ist der 29-jährige Edward Snowden, der früher als Mitarbeiter externer Unternehmen für den US-Geheimdienst tätig war.Die US-Regierung erhebt Anklage gegen ihn wegen Spionage und Diebstahls. Snowden hat die USA zu diesem Zeitpunkt bereits verlassen und befindet sich in Hongkong. Die US-Regierung fordert wiederholt Snowdens Auslieferung. Nach erfolglosen Asylverhandlungen fliegt Snowden schließlich nach Moskau. Snowdens Asyl in Russland führt zu diplomatischen Verstimmungen zwischen Washington und dem Kreml.
Laut Medienberichten soll der NSA auch in Deutschland Datensätze zu Anrufen, Mails und SMS überwacht haben. Im Oktober berichtet der "Spiegel", der Geheimdienst habe auch das Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel abgehört.

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(© picture-alliance, ZUMAPRESS.com)