22014 – Ein Ausblick in Bildern

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1917: Deutsche Soldaten üben bei Sedan den Umgang mit Flammenwerfen.

28. Juli: 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkriegs

Im Sommer 1914, am 28. Juni, wurden der österreichisch-ungarische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau bei einem Attentat in Sarajewo getötet. Die Attentäter wollten damit die Forderung nach einem von Österreich-Ungarn unabhängigen serbischen Nationalstaat verstärken. Die Regierung von Österreich-Ungarn drängte daraufhin, Serbiens Einfluss auf das zuvor annektierte Bosnien und Herzegowina durch ein militärisches Vorgehen einzudämmen und gleichzeitig einem Eingreifen Russlands zuvorkommen. Am 28. Juli erklärte die Regierung in Wien Serbien den Krieg. Am 1. August folgte das Deutsche Reich mit einer Kriegserklärung an Russland und Frankreich und marschierte in das neutrale Belgien ein. Daraufhin trat auch Großbritannien in den Krieg ein. Historiker sehen das Attentat heute weniger als Grund für den Ausbruch des Krieges, vielmehr thematisieren sie die politische Instrumentalisierung des Mordes durch Österreich-Ungarn und das Deutsche Reich.
Der vier Jahre dauernde Krieg kostete mehrere Millionen Soldaten und Zivilisten das Leben. Die genauen Opferzahlen sind bis heute umstritten. Erstmals wurde mit modernen Waffen wie Maschinengewehren, Granaten und Giftgas gekämpft, die eine verheerende Wirkung hatten. Erst am 11. November 1918 endeten alle Kampfhandlungen, nachdem das Deutsche Reich alle Waffenstillstandsbedingungen der Alliierten, darunter die Abschaffung der Monarchie, akzeptiert hatte.

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