Erde

Erinnerung an Olympia 1972 - In München und weltweit

Weltweit wird mit Erinnerungsorten und Denkmälern dem Attentat von Olympia 1972 gedacht. In München existieren bereits mehrere Denkmäler, die aber auf Grund der Schwere des Attentats nicht ausreichend erschienen und nun durch den neuen Erinnerungsort "Einschnitt" ergänzt werden. Die Bedeutung des Attentates für Israel und die Verankerung im kulturellen Gedächtnis des Landes wird auch durch die Vielzahl der Erinnerungsorte in Israel sichtbar. Neben Monumenten und Mahnmalen sind auch mehrere Straße nach den verstorbenen Spielern benannt.

In München wird noch 1972 eine erste Gedenktafel mit den Namen der ermordeten israelischen Sportler eingeweiht. Sie befindet sich an dem Haus, in dem die israelische Mannschaft während der Olympischen Spielen einquartiert war: Connollystraße 31. Da die Tafel allein als Erinnerung an das Attentat unzureichend scheint, werden in der Folge weitere Erinnerungsorte geschaffen.In den 1990er Jahren wird der Bildhauer Fritz König beauftragt, in München ein zweites Denkmal zu schaffen. 1995 wird der zehn Meter breite und 18 Tonnen schwere Granitbalken, der als Inschrift die Namen der ermordeten israelischen Sportler auf Hebräisch und den Namen des Polizeiobermeisters Anton Fliegerbauer auf Deutsch trägt, eingeweiht. Der Balken soll sich – so ein Grundgedanke – den Besucherströmen des Olympiaparks erinnernd und mahnend in den Weg stellen.Das zentrale Denkmal und der Ort der jährlich stattfindenden Großveranstaltung zur Erinnerung an die verstorbenen Sportler von 1972 ist die Skulptur des Künstlers Eli Ilan "War between the Sons of Light against the Sons of Darkness" an der Weizmann-Straße in Tel Aviv, Israel.Neben diesem zentral in der israelischen Hauptstadt gelegenen Ort, erinnert auch eine Skulptur im Wingate Institute for Physical Education and Sports in Netanja, an das Attentat von 1972. Das Denkmal wurde vom Bildhauer Naftali Israel gefertigt.Erinnerungsort im Ben Shemen Wald in der Nähe von Shelat in Israel. Die Namen der Verstorbenen sind in einen Stein eingemeißelt.Das Fußball-Stadion in Aschdod wurde im Gedenken an die elf Ermordeten Etztadion HaYudAlef genannt, wobei Yud Alef übersetzt elf heißt und als Begriff für die ermordeten Sportler im Sprachgebrauch gängig verwendet wird.Außerhalb Deutschlands und Israel gibt es zum Beispiel das Mahnmal im Zentrum des Olympia-Parks in der Homebush Bay in Sydney. Es besteht aus einer Stahlplatte mit den Namen der elf ermordeten israelischen Sportler und einer blauen Glasplatte mit hebräischen und biblischen Sinnsprüchen und wurde 1999 eingeweiht.Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro in Brasilien wird im Olympischen Dorf ein Ort der Trauer eingeweiht. Er besteht aus einem Denkmal aus zwei Steinen aus dem antiken Olympia, die von Glas umschlossen sind. Zur Einweihung kommen auch Angehörige der ermordeten israelischen Sportler.