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Pressestimmen zur Wahl in Großbritannien

Eine Auswahl von eurotopics.net

4.2.2010
Die Wahl in Großbritannien beschäftigt auch die europäischen Zeitungen. Stimmen aus der europäischen Presse.

Die Wahl in Großbritannien beschäftigt auch die europäischen Zeitungen. Stimmen aus der europäischen Presse.


Kopf-an-Kopf-Rennen in Großbritannien
Top-Thema vom Mittwoch, 5. Mai 2010

Die jüngsten Umfragen vor der britischen Unterhauswahl am Donnerstag sehen die konservative Partei von David Cameron knapp vor der regierenden Labour-Partei. Der Wahlsieger wird wahrscheinlich eine Koalition mit den Liberaldemokraten eingehen müssen. Hauptaufgabe der neuen Regierung ist die Sanierung des Haushalts, meint Europas Presse.

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David Cameron überwindet Clegg-Schock
Il Sole 24 Ore - Italien; Dienstag, 4. Mai 2010

Wenige Tage vor der britischen Unterhauswahl am 6. Mai zeichnet sich für Premierminister Gordon Brown und seine Labour-Partei immer deutlicher eine Niederlage ab. Der konservative Parteichef David Cameron geht in Führung, nachdem sein überraschend erfolgreicher Konkurrent Nick Clegg von den Liberaldemokraten in der Wählergunst wieder sinkt, schreibt die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "'Für mich bildet nur der Himmel eine Grenze', ruft Nick Clegg seinen Wählern zu. Tatsächlich bestehen die Schranken für ihn jedoch aus dem schwankenden und konfusen Willen der Bürger, die das plötzliche Auftauchen eines dritten Konkurrenten überrumpelt hat. ... Mit seinem unerwarteten und energischen Auftritt ist es Nick Clegg gelungen, die Karten neu zu mischen. Vor allem weil er David Cameron unvorbereitet traf, der sich seit Wochen als Sieger wähnte. Nun scheint sich der Tory-Führer jedoch vom Überraschungseffekt erholt und die Orientierung wiedergefunden zu haben."

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TV-Wahlkampf schafft neue politische Kultur
The Times - Großbritannien; Donnerstag, 29. April 2010

Großbritannien hat in diesem Wahlkampf zum ersten Mal TV-Debatten der Spitzenkandidaten erlebt, deren letzte am heutigen Donnerstag stattfindet. Sie haben die britische Politik geändert, meint die Tageszeitung The Times: "Die britische Öffentlichkeit hat die direkte Konfrontation genossen. ... Die Debatten verzichten auf den Zwischenhändler, zeigen die Politiker Mann gegen Mann und machen die Wählerschaft zu Geschworenen und Richtern. Sie werden auch jeden Deal nach der Wahl beeinflussen. Durch die Arithmetik des Mehrheitswahlrechts gibt es eine minimale Chance, dass Labour Dritter wird und dennoch die meisten Sitze gewinnt. Wenn [Premier] Browns Position unhaltbar wird, würde die britische Öffentlichkeit dann einem Ersatzmann, der nicht in den Debatten erschienen ist, erlauben Premierminister zu werden? Wenn nicht, werden die Debatten nur drei Wochen nach ihrem Debüt praktisch die Verfassung geändert haben."

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Clegg siegt klar über Premier Brown bei TV-Duell
The Guardian - Großbritannien; Freitag, 16. April 2010

Erstmals sind in Großbritannien die Kandidaten für das Amt des britischen Premierministers in einem Fernsehduell gegeneinander angetreten. Der Führer der Liberal-Demokraten, Nick Clegg, siegte am Donnerstag klar über Amtsinhaber Gordon Brown und den konservativen Herausforderer David Cameron, urteilt die Tageszeitung The Guardian: "Clegg, der vom System ausnahmsweise mal fair behandelt wurde anstatt von den rüpelhaften Hinterbänklern der anderen Parteien ausgebuht zu werden, hatte am meisten zu gewinnen und hat das gebührend getan. 'Wir müssen Ihnen gegenüber klar und aufrichtig sein', klingt vielleicht wie politisches Blabla, aber Wähler mögen Ehrlichkeit. Dies war ein großer Abend für die Liberal-Demokraten. Für Clegg war es schon eine Hilfe, dass er dabei war. Aber er musste auch beweisen, dass er seiner Gleichstellung mit Brown und Cameron würdig ist. Kein großer Zweifel, dass ihm das gelungen ist."

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Mittelmäßige Bilanz der britischen Labourpartei
Libération - Frankreich; Dienstag, 13. April 2010

In der vergangenen Woche hat der britische Premierminister Gordon Brown den Termin für die nächsten Parlamentswahlen auf den 6. Mai festgelegt. Der Pariser Wirtschaftsprofessor Bruno Amable zieht in der linksliberalen Tageszeitung Libération eine kritische Bilanz der Labour-Regierungen von Gordon Brown und Tony Blair: "Im Laufe der vergangenen 13 Jahre hatte sich Großbritannien als ein wirtschaftliches und politisches Vorbild inszeniert. Seine Machthaber behaupteten, dass Großbritannien die Zauberformel gefunden hat, um der 'Euro-Sklerose' zu entkommen, die Arbeitslosigkeit zu senken und das Wachstum wieder zu beleben. ... Trotzdem ist die Wirtschaftsbilanz der neuen Labourpartei nicht außergewöhnlich. Dem Volumen nach lag das Durchschnittswachstum des Bruttoinlandsprodukts in Großbritannien zwischen 1997 und 2009 bei 2,1 Prozent, das heißt nur 0,3 Prozent über der sehr bescheidenden französischen Leistung im gleichen Zeitraum."

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Briten starten in den Wahlkampf
Top-Thema vom Mittwoch, 7. April 2010

Der britische Premier Gordon Brown hat am Dienstag die Parlamentswahlen für den 6. Mai angesetzt und damit den Kampf um das Unterhaus offiziell eröffnet. Das enorme Haushaltsdefizit Großbritanniens wird zentrales Thema, erwarten Kommentatoren, aber auch die Glaubwürdigkeit der etablierten Parteien stehe auf dem Spiel.

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Labour versucht Neubewertung Browns
Blog Nick Robinson - Großbritannien; Dienstag, 16. Februar 2010

Ein Fernsehinterview mit dem britischen Premier Gordon Brown, das am Sonntag ausgestrahlt wurde, ist der Auftakt zu einer neuen Wahlkampfstrategie der Labour-Partei: den Menschen Gordon Brown zeigen. Der Chefkorrespondent der BBC Nick Robinson äußert in seinem Blog Zweifel am Nutzen dieser Strategie: "Ein Moment der Neubewertung. Mit dieser Phrase beschreibt [Handelsminister] Peter Mandelson, was Labour zu erreichen versucht. So präsentiert sich Gordon Brown im Fernsehen als menschlich: ein Vater, der trauert, ein Ehemann, der liebt, ein Anführer, der schnell die Geduld verliert, aber nichtsdestoweniger ein Anführer. Gleichzeitig versucht Labour, [den Chef der Konservativen] David Cameron als einen retuschierten PR-Menschen hinzustellen, der alles sagt, um an die Macht zu gelangen. Es ist eine Strategie, die nötig wurde durch den anhaltenden 10-Punkte-Vorsprung der Torys über Labour, seitdem Gordon Brown Premierminister wurde. Individuelle Umfragen mögen rauf und runter gehen, aber dieser 10-Punkte-Vorsprung ist ziemlich konstant."

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