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Innerkoreanisches Gipfeltreffen

Nord- und Südkorea haben am Donnerstag zum Abschluss ihres historischen Gipfeltreffens in Pjöngjang eine Erklärung unterzeichnet, in der sie zu Frieden und engeren Wirtschaftsbeziehungen aufrufen. Zudem bekräftigte Pjöngjang die Stilllegung des Fünf-Megawatt-Atomreaktors in Yongbyon bis zum Ende des Jahres.

Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il (l.) und der südkoreanische Präsident Roh Moon Hyun bei ihrem zweiten Gipfeltreffen. Foto: APNordkoreas Staatschef Kim Jong Il (l.) und der südkoreanische Präsident Roh Moon Hyun bei ihrem zweiten Gipfeltreffen. Foto: AP
Das erste Gipfeltreffen zwischen dem südkoreanischen Präsidenten Roh Moon Hyun und Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il seit sieben Jahren war mit Spannung erwartet worden. Ein Sprecher des südkoreanischen Präsidenten teilte mit, dass die Gespräche "offen und deutlich" gewesen seien. Meinungsunterschiede seien aber auch zur Sprache gekommen, fügte er hinzu. Formell befinden sich beide Staaten seit dem Ende des Korea-Krieges 1953 im Kriegszustand, da nach der Unterzeichnung eines Waffenstillstandes bisher kein Friedensvertrag unterzeichnet wurde. Mit dem Dokument, das beide Staatschefs am Ende Ihres Treffens unterzeichneten, soll der Weg zu einem Friedensvertrag geebnet werden. Einem solchen Friedensabkommen müssten auch die USA und China zustimmen.

Als im August das zweite Gipfeltreffen beschlossen wurde, sprach Kim von einer neuen Phase des Friedens auf der koreanischen Halbinsel. Beide Länder bekräftigten künftig regelmäßiger zu Gesprächen zusammenzukommen. An der umstrittenen Grenze im Gelben Meer soll zudem eine Friedenslinie geschaffen werden. Geplant ist weiter, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu intensivieren und Frachtzugverkehr über die Grenze wieder aufzunehmen. Ferner vereinbarten beide Staaten eine gemeinsame Fischereizone. In welcher Form die Vereinbarungen umgesetzt werden, soll nun von einer Expertengruppe ausarbeitet werden.

Parallel zu dem Gipfeltreffen konnten die Teilnehmer der so genannten Sechs-Nationen-Gespräche über das koreanische Atomprogramm in Peking einen Erfolg verbuchen. Gastgeber China teilte am Mittwoch mit, dass Pjöngjang sich verpflichtet habe, bis Ende des Jahres den umstrittenen Atomreaktor in Yongbjon abzubauen. Im Juli kam Nordkorea bereits ersten Versprechungen nach und ließ erstmals seit viereinhalb Jahren wieder Inspektoren in das Land. Nordkorea unterschrieb eine Erklärung, die auch von Südkorea, China, Russland, Japan sowie den USA unterzeichnet wurde. Demnach werde Nordkorea bis zum 31. Dezember 2007 alle Nuklearanlagen offen legen, ausgenommen davon seien Informationen über nukleare Waffen, erklärte der nordkoreanische Unterhändler Kim Kye Gwan.

Ziel der Sechs-Nationen-Gespräche ist es, dass Nordkorea sein Atomprogramm komplett einstellt. Im Gegenzug werden dem Land umfangreiche Wirtschaftshilfen und eine Normalisierung der Beziehungen zu den USA in Aussicht gestellt.


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