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Berlinale 2007

"Film ab" zur 57. Berlinale. Vom 8. bis zum 18. Februar sind auf dem renommierten Filmfestival 373 Filme aus aller Welt zu sehen. 19.000 Fachbesucher aus 116 Ländern werden erwartet.

Ausdauer gefragt: Fast 400 Filme und 1.190 Filmvorführungen gibt es bei der Berlinale 2007. 
Foto: stock.xchngAusdauer gefragt: Fast 400 Filme und 1.190 Filmvorführungen gibt es bei der Berlinale 2007.
Foto: stock.xchng
Im offiziellen Wettbewerb konkurrieren 22 Filme, darunter zwei deutschsprachige Beiträge: "Die Fälscher" vom österreichischen Regisseur Stefan Ruzowitzky und "Yella" von Christian Petzold. Damit sei man zum Normalmaß zurückgekehrt, erklärt Festivalchef Dieter Kosslick. In den vergangenen Jahren liefen bis zu vier deutsche Filme im Wettbewerb der Berlinale. Insgesamt sind 59 deutsche Filme zu sehen.

2006 war für deutsche Kinos und den deutschen Film ein gutes Jahr: Erstmals seit vier Jahren stiegen die Besucherzahlen laut Filmförderungsanstalt (FFA) wieder. Zu diesem Erfolg trugen deutsche Filme mit einem Marktanteil von 25,8 Prozent erheblich bei. Das sind fast 37 Millionen Zuschauer, im Vorjahr waren es gerade einmal 21,5 Millionen. "Qualität und Vielfalt", das ist laut FFA die Erfolgsformel für den deutschen Film. Marktorientierte Produktionen wie "Das Parfüm" (5,5 Millionen Besucher) und "7 Zwerge" (3,5 Millionen Besucher) stünden erfolgreiche Regiedebüts gegenüber wie "Das Leben der Anderen" (1,7 Millionen Besucher) oder "Wer früher stirbt, ist länger tot" (1,3 Millionen Besucher).

Zum einem erfolgreichen Jahr 2007 könnte zudem die veränderte staatliche Filmförderung beitragen. Seit 1968 wurde sie nach dem Filmfördergesetz durch die Filmförderungsanstalt (FFA) durchgeführt und war zum Teil an komplizierte bürokratische Wege und individuelle Juryentscheidungen gekoppelt. Nun soll es unbürokratisch und transparent zugehen. Die Produktion von Kinofilmen wird ab 2007 mit 60 Millionen Euro jährlich gefördert. Auf Antrag sollen zwischen 16 und 20 Prozent der in Deutschland ausgegebenen Produktionskosten erstattet werden, sofern die Produktionskosten mehr als eine Million Euro betragen - bei Dokumentarfilmen 200.000 Euro, bei Animationsfilmen drei Millionen Euro. Das Modell soll verhindern, dass - wie bei den Fondsmodellen der Vergangenheit oft der Fall - Geld entgegen der ursprünglichen Bestimmung zunehmend ins Ausland abfloss, vor allem nach Hollywood.

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