Nordkorea testet Atomwaffe
Am Montagmorgen hat Nordkorea unterirdisch erstmals eine Atomwaffe getestet. Weltweit löste die Aktion Empörung und Entsetzen aus. Von der internationalen Staatengemeinschaft wird jetzt eine entschlossene Reaktion erwartet.
Die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA meldete, dass der unterirdische Test sicher und erfolgreich verlaufen sei. Er werde dazu beitragen, hieß es weiter, "den Frieden und die Stabilität auf der koreanischen Halbinsel und in der umliegenden Region zu erhalten". Nordkorea ist damit einer von acht Staaten, die erklärtermaßen über eine Atombombe verfügen.
Die deutsche Bundesregierung lehnte den Atomwaffentest entschieden ab und kündigte an, den nordkoreanischen Botschafter in Deutschland einzubestellen. Sowohl Südkorea als auch Japan bezeichneten den Test als Provokation und als nicht hinnehmbar. Südkorea stoppte darüber hinaus eine Hilfslieferung an Nordkorea und versetzte seine Armee-Einheiten in Alarmbereitschaft.
Auch China, das 20 Minuten vor dem Test von der nordkoreanischen Regierung informiert worden war, verurteilte ihn, weil die Stabilität im Nordosten Asiens im Interesse aller betroffenen Parteien liege. Das Außenministerium in Peking sprach sich für eine Verhandlungslösung aus. In Washington wurden dagegen Finanz-, Reise- und Handelssanktionen gefordert. Der Weltsicherheitsrat ist zu einer Dringlichkeitssitzung über mögliche Reaktionen auf den Atombombentest zusammengekommen.

