Tag der Deutschen Einheit
Der Tag der Deutschen Einheit erinnert an die Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990. Zeit zur Bilanz: Der Jahresbericht zum Stand der Deutschen Einheit sieht trotz vieler positiver Entwicklungen Probleme bei der wirtschaftlichen Vereinigung.
Das Brandenburger Tor in Berlin: Symbol der Teilung und der Wiedervereinigung DeutschlandsFoto: stockchng.com
Ein strukturelles Problem stelle die demografische Entwicklung dar. Laut Bericht verloren die neuen Länder inklusive Berlin zwischen 2001 und 2004 jährlich etwa 100.000 Einwohner. Ein Drittel davon mache die Abwanderung in die alten Länder aus, wobei insbesondere junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren von Ost nach West ziehen. 2004 betrug der Anteil dieser Gruppe 54 Prozent der Abwanderung insgesamt.
Die schwierige wirtschaftliche Situation könnte mit ein Grund dafür sein, dass die Deutschen auch 2006 ein gespaltenes Verhältnis zu ihrem Nationalfeiertag haben. Misst man einer Forsa-Umfrage aus diesen Tagen Bedeutung bei, dann ist für gut zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) der Tag kein Anlass zum Feiern. Als arbeitsfreien Tag beibehalten möchten ihn aber dennoch gut 80 Prozent der insgesamt 1005 repräsentativ Befragten.
