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Atomstreit mit Iran

Der Atomstreit mit dem Iran geht in die nächste Runde. Seit Montag berät die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO), ob sich demnächst der UN-Sicherheitsrat mit dem iranischen Atomprogramm beschäftigen wird.

Logo der Internationalen Atomenergie-Organisation, Foto: Public DomainLogo der Internationalen Atomenergie-Organisation, Foto: Public Domain
Mohamed ElBaradei, Chef der IAEO, hoffte vor Beginn der Sitzung des Gouverneursrates der IAEO in Wien auf eine Einigung im Atomstreit binnen der nächsten Woche. Bislang gab es jedoch wenig Anzeichen dafür. In den Gesprächen zwischen dem iranischen Atom-Unterhändler Ali Laridschani und Vertretern Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens in der vergangenen Woche hatten beide Seiten an ihren Positionen festgehalten. Während der Iran auf seinem Recht auf die friedliche Nutzung der Kernenergie beharrt, fordern die Europäer die völlige Einstellung jeglicher Uran-Anreicherung durch den Iran. Die internationale Gemeinschaft fürchtet, der Iran strebe unter dem Deckmantel eines zivilen Energieprogramms nach Atomwaffen.

Durch den Streit rückt ein Stück internationaler Politik aus dem Kalten Krieg wieder ins öffentliche Bewusstsein: der Atomwaffensperrvertrag.1968 von den Atommächten USA, Großbritannien und der UdSSR unterzeichnet und 1970 in Kraft getreten, soll er die unbegrenzte Weiterverbreitung von Atomwaffen verhindern. Der Vertrag gesteht den 189 Nationen, die ihn unterzeichnet haben, das Recht auf die zivile Nutzung der Kernenergie zu. Die Einhaltung des Vertrags wird von der IAEO überwacht. Der Iran selbst hat den Vertrag bereits 1970 unterzeichnet.

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