Arbeitsmarktpolitik Dossierbild

30.9.2013 | Von:
Tim Obermeier
Stefan Sell

Aktuelle Entwicklungen und Probleme

Das Hilfesystem der Grundsicherung für Arbeitssuchende unterliegt ständiger Bewegung. Es ist zuständig für die Sicherung des Existenzminimums von über sechs Millionen Menschen. Im folgenden Text werden aktuelle Entwicklungen und Probleme in der Grundsicherung dargestellt. Behandelt werden die Themenfelder Aufstocker und erwerbstätige Leistungsberechtigte. Ebenfalls geht es um die Gruppe der Alleinerziehenden und um die Entwicklung der Übergänge in Beschäftigung aus dem Grundsicherungsbezug.

Kassierer in einer Tankstelle. Knapp 30 Prozent aller erwerbsfähigen Leistungsberechtigten bezogen neben ihrem Lohn Leistungen aus der Grundsicherung.Kassierer in einer Tankstelle. Knapp 30 Prozent aller erwerbsfähigen Leistungsberechtigten bezogen neben ihrem Lohn Leistungen aus der Grundsicherung. (© picture-alliance / Süddeusche Zeitung)


Aufstocker und erwerbstätige Leistungsberechtigte

Die Grundsicherung für Arbeitssuchende gemäß Sozialgesetzbuch II (SGB II) ist kein Sicherungssystem, das ausschließlich auf die Absicherung bei Arbeitslosigkeit zielt. Es soll alle Leistungsberechtigten dabei unterstützen, ihr Existenzminimum zu sichern. Dazu gehören auch Menschen, die aufgrund von geringen Einkommen das Existenzminimum nicht decken können und deswegen zusätzlich Leistungen aus der Grundsicherung beziehen müssen. Diese Personen werden umgangssprachlich als Aufstocker bezeichnet. In der Sprache der Bundesagentur für Arbeit (BA) sind sie erwerbstätige Leistungsberechtige. Die Bundesagentur für Arbeit bezeichnet als Aufstocker diejenigen Personen, die neben Arbeitslosengeld auch Arbeitslosengeld II beziehen. Das Arbeitslosengeld orientiert sich am vorherigen Nettoeinkommen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Wenn das Arbeitslosengeld unter dem sozialstaatlich definierten Existenzminimum liegt, kann es zusätzlich mit Leistungen aus der Grundsicherung aufgestockt werden.

Erwerbstätige Leistungsberechtigte und Aufstocker

Erwerbsfähige Leistungsberechtigte (elB)Aufstocker1in Prozent2
20075.276.609110.0172,1%
20085.009.872102.4272,0%
20094.907.759122.4742,5%
20104.894.219102.9452,1%
20114.615.05781.8391,8%
20124.442.89488.1242,0%

1Aufstocker: Gleichzeitiger Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II
2in Prozent an erwerbsfähigen Leistungsberechtigten
Quelle: Statistikangebot der Bundesagentur für Arbeit

Im Jahresdurchschnitt 2012 gab es in Deutschland 88.124 Menschen, die Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (Arbeitslosengeld) bezogen. Diese Leistungen reichten nicht aus ihren Lebensunterhalt zu decken. Die Zahl der Aufstocker in der Definition der Bundesagentur für Arbeit (gleichzeitiger Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II), ist gegenüber den letzten Jahren leicht gesunken, im Jahr 2012 jedoch wieder leicht angestiegen. Das Phänomen des gleichzeitigen Bezugs von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II ist ein Anzeichen für die Verbreitung von prekären Beschäftigungsverhältnissen. Die Löhne in diesen Beschäftigungsverhältnissen sind so gering, dass kein bedarfsdeckender Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung erworben werden kann. Das Arbeitslosengeld muss dann zusätzlich mit Hartz IV-Leistungen aufgestockt werden.

In der politischen Diskussion wird der Begriff der Aufstocker jedoch häufig für erwerbstätige Leistungsberechtige verwendet. Die Erwerbstätigkeit von Leistungsberechtigen deutet darauf hin, dass diese trotz bezahlter Arbeit ein Einkommen unterhalb des sozialstaatlich definierten Existenzminimums beziehen ("working poor“). Im Jahresdurchschnitt gab es 2012 über 1,32 Millionen erwerbstätige Leistungsberechtigte. Damit arbeiteten knapp 30 Prozent aller erwerbsfähigen Leistungsberechtigten und bezogen neben ihrem Lohn Leistungen aus der Grundsicherung. Beim Blick auf die Zusammensetzung der erwerbstätigen Leistungsberechtigten werden einige Besonderheiten deutlich.

Erwerbstätige LeistungsberechtigteErwerbstätige Leistungsberechtigte Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)
Von den 1,32 Millionen erwerbstätigen Leistungsberechtigten im Jahresdurchschnitt 2012 waren 1,21 Millionen abhängig erwerbstätig und 126.165 selbständig. Eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung übten nicht alle erwerbstätigen Leistungsberechtigen aus, sondern im Jahr 2012 nur 575.760. Für das Jahr 2010 liegt eine weitere Auswertung zum Arbeitsumfang vor. Demnach hatten 2010 60 Prozent der erwerbstätigen Leistungsberechtigten, die in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung sind, eine Vollzeitstelle und 40 Prozent eine Teilzeitstelle. Das Phänomen der Armut trotz Vollzeiterwerbstätigkeit ("working poor") traf 2010 somit auf 27 Prozent aller erwerbstätigen Leistungsberechtigten zu. Der größte Teil der erwerbstätigen Leistungsberechtigten befindet sich in Teilzeitbeschäftigung oder geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen. 2012 arbeiteten über 630.000 Menschen, die Hartz IV-Leistungen bezogen, in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis (Mini- oder Midijob). In den letzten Jahren ist zudem ein Trend zu beobachten, dass immer mehr erwerbstätige Leistungsberechtigte neben ihren Hartz IV-Leistungen Einkommen aus geringfügiger Erwerbstätigkeit beziehen, was für 2012 für 14,2 Prozent aller erwerbsfähigen Leistungsberechtigten galt (2007: 11 Prozent). Aus den Daten der Bundesagentur für Arbeit kann zudem entnommen werden, wie hoch das Einkommen ist, das die erwerbstätigen Leistungsberechtigten mit ihrer Beschäftigung erzielen.

Einkommen erwerbstätiger LeistungsberechtigterEinkommen erwerbstätiger Leistungsberechtigter Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)
Mehr als 57 Prozent aller erwerbstätigen Arbeitslosengeld II-Bezieher, die nicht selbständig sind, beziehen ein Einkommen von weniger als 450 Euro. Knapp 18 Prozent befinden sich in der so genannten Gleitzone von 450 bis 800 Euro und 24,8 Prozent haben ein Brutto-Einkommen über 800 Euro. 2012 hat, im Vergleich zu den Vorjahren, die Zahl der Empfänger von Einkommen unter 450 Euro leicht abgenommen und die Zahl der erwerbstätigen Leistungsberechtigten, die Einkommen über 800 Euro erzielen, geringfügig zugenommen. Die große Verbreitung der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse unter den erwerbstätigen Leistungsberechtigten hängt u.a. mit den Zuverdienstregelungen im SGB II zusammen.

Arbeitslosengeld II-Empfänger haben die Möglichkeit, monatlich 100 Euro brutto anrechnungsfrei hinzuzuverdienen. Von Bruttoverdiensten zwischen 100,01 und 1000 Euro bleiben 20 Prozent anrechnungsfrei. Empfängern von Leistungen aus der Grundsicherung, die einen 450-Euro-Job aufnehmen und die 450 Euro voll ausschöpfen, bleiben also maximal 170 Euro zusätzlich. Zuletzt konnte eine Zunahme der Zahl der "Mini-/Midijobs“, deren Einkommen nicht auf die Hartz IV-Leistungen angerechnet wird, beobachtet werden. Die Struktur der Bedarfsgemeinschaften, die Einkommen aus Erwerbstätigkeit beziehen, unterscheidet sich von der Struktur der Bedarfsgemeinschaften der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. Unter den erwerbstätigen Leistungsberechtigten finden sich häufiger Paare mit und ohne Kinder und insgesamt weniger Alleinerziehende. Im Vergleich mit allen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten sind Single-Bedarfsgemeinschaften bei den erwerbstätigen Leistungsberechtigten seltener vertreten. Bei Single-Bedarfsgemeinschaften ist es leichter, mit einem Einkommen den Bedarf zu decken als bei einer mehrköpfigen Familie.

Die Zahlung von Leistungen aus der Grundsicherung an erwerbstätige Leistungsberechtigte ist mit großen Kosten verbunden. Im Jahr 2010 beliefen sich die Geldleistungen (einschließlich Sozialversicherungsbeiträge) für Bedarfsgemeinschaften mit Erwerbseinkommen auf 11,4 Milliarden Euro und für Bedarfsgemeinschaften mit Einkommen aus mindestens einer sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigung auf 1,99 Milliarden Euro. Somit wurden 2010 ungefähr 30 Prozent aller passiven Leistungen aus der Grundsicherung an Haushalte mit Erwerbseinkommen gezahlt. Da aber nur ein kleiner Teil in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses arbeitet und die Mehrheit der erwerbstätigen Leistungsberechtigten geringfügig beschäftigt ist, darf die Summe nicht pauschal als "Lohnzuschuss an Niedrigverdiener“ fehlinterpretiert werden. Vielmehr muss die Analyse der Art der Beschäftigungsverhältnisse und der Größe der Bedarfsgemeinschaft Rechnung tragen.

Die stetige Zunahme der erwerbstätigen Leistungsberechtigten und die damit verbundenen Kosten haben für viel Kritik gesorgt. So fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) einen Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro, um ergänzende Hartz IV-Leistungen zum Teil zu verhindern oder die Aufstockungsbeiträge zumindest zu reduzieren. Der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Franz-Josef Möllenberg fasst die Kritik wie folgt zusammen: "Menschen müssen von ihrer Arbeit leben können, und es muss Schluss sein mit der Subventionierung von Armutslöhnen durch Steuergelder."

Aus Sicht der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat "die Tatsache, dass jemand "Aufstocker" ist, in der absoluten Mehrheit der Fälle nichts mit zu niedrigen Löhnen zu tun, sondern damit, dass der betreffende Arbeitnehmer nur teilzeitbeschäftigt oder Alleinverdiener in einer Familie ist". Die BDA bezieht sich damit auf das Problem, dass ergänzende Hartz IV-Leistungen an erwerbstätige Leistungsberechtigte auch bei einem Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro teilweise weiterhin nötig wären. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn in Bedarfsgemeinschaften Kinder leben und aufgrund dessen ein höherer durchschnittlicher Bedarf als bei einem Alleinstehenden nötig ist, um das Existenzminimum zu sichern. Auch von den Parteien SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke wird ein flächendeckender Mindestlohn gefordert, um das Problem des Hartz IV-Leistungsbezugs bei gleichzeitiger Erwerbstätigkeit einzudämmen und die Kosten senken.

Langzeitarbeitslosigkeit

Als weitere Problemlage in der Grundsicherung gilt die sich verfestigende Langzeitarbeitslosigkeit. Als langzeitarbeitslos gelten Personen, die länger als 12 Monate arbeitslos gemeldet sind. Da die Anspruchsdauer auf Arbeitslosengeld in der Regel maximal 12 Monate beträgt, konzentriert sich die Langzeitarbeitslosigkeit überwiegend in der Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II). Aber es gibt auch Langzeitarbeitslose in der Arbeitslosenversicherung (SGB III). Diese sind zum größeren Teil Nicht-Leistungsempfänger, die entweder nie einen Anspruch auf Arbeitslosengeld erwerben konnten (z.B. Berufseinsteiger) oder die nach Auslaufen des Arbeitslosengeld-Anspruchs wegen mangelnder Bedürftigkeit kein Arbeitslosengeld II erhalten. Außerdem sind hier ältere Arbeitslosengeld-Empfänger vertreten, die Leistungsansprüche von mehr als 12 Monaten haben.

Langzeitarbeitslose in der Grundsicherung haben zum Beispiel in ihrer vorherigen Beschäftigung keine Ansprüche auf Arbeitslosengeld erwerben können oder sie erfüllen nach Auslaufen ihres Anspruchs auf Arbeitslosengeld die Kriterien der Bedürftigkeit und haben somit Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Aber nicht alle Arbeitslosen in der Grundsicherung sind langzeitarbeitslos, da zum Beispiel Episoden der Arbeitslosigkeit durch Krankheit oder die Teilnahme an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme unterbrochen werden können und die Zählung der Arbeitslosigkeitsdauer dann wieder von vorne beginnt.

Aus vielen Studien ist bekannt, dass mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit die Wahrscheinlichkeit, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, sinkt. Mit längerer Dauer der Arbeitslosigkeit wird den Arbeitslosen von den Arbeitgebern eine mangelnde Leistungs- und Lernfähigkeit unterstellt. Die Qualifikation der Arbeitslosen wird durch die Langzeitarbeitslosigkeit häufig entwertet, da sie mit neuen technologischen Entwicklungen nicht mehr mithalten können. In modernen Industriegesellschaften wie Deutschland ist ein Arbeitsplatz der wichtigste gesellschaftliche Integrationsmechanismus. Arbeitslosigkeit führt daher häufig zu sozialer Ausgrenzung, die umso stärker erlebt wird, je länger die Arbeitslosigkeit dauert.

LangzeitarbeitslosigkeitLangzeitarbeitslosigkeit Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)
Die Langzeitarbeitslosigkeit hat sich in den letzten Jahren deutlich reduziert. Waren 2007 noch über 1,7 Millionen Menschen langzeitarbeitslos, galt dies 2012 noch für 1,03 Millionen Menschen. 2012 waren 36 Prozent aller Arbeitslosen länger als 12 Monate ohne Arbeit und galten somit als langzeitarbeitslos. Über 87 Prozent oder 904.496 Langzeitarbeitslose befinden sich in der Grundsicherung. Nur etwas über 12 Prozent der Langzeitarbeitslosen sind in der Arbeitslosenversicherung (SGB III) gemeldet. Seit 2007 hat sich die Konzentration der Langzeitarbeitslosigkeit verstärkt. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen im SGB II ist um sieben Prozentpunkte gestiegen, während der Anteil dementsprechend im SGB III zurückgegangen ist. Wenn nur die Langzeitarbeitslosigkeit in der Grundsicherung (SGB II) betrachtet wird, zeigt sich, dass über 45 Prozent aller Arbeitslosen im SGB II langzeitarbeitslos sind. In der Arbeitslosenversicherung sind es 14 Prozent. Von den 1,03 Millionen Langzeitarbeitslosen im Jahr 2012 waren zudem 517.000 länger als zwei Jahre und 311.000 länger als drei Jahre durchgehend arbeitslos.

Langzeitarbeitslose weisen häufig so genannte multiple Vermittlungshemmnisse auf, die eine Integration in den Arbeitsmarkt erschweren. Zu den Vermittlungshemmnissen zählen zum Beispiel ein höheres Alter, fehlender Berufsabschluss, Migrationshintergrund und die Tatsache, Mutter zu sein. Mit jedem dieser Risiken sinkt die Wahrscheinlichkeit, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Bei Langzeitarbeitslosen kommen häufig mehrere dieser Hemmnisse zusammen. Frauen und Männer annähernd gleich von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Im Vergleich zu ihrem Anteil an allen Arbeitslosen sind vor allem Alleinerziehende, Ausländer und Personen über 50 Jahre und älter von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Nicht verwunderlich ist auch, dass fast die Hälfte aller Langzeitarbeitslosen keine abgeschlossene Berufsausbildung hat.

Langzeitarbeitslosenquoten in ausgewählten OECD-Ländern 2012Langzeitarbeitslosenquoten in ausgewählten OECD-Ländern 2012 Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)
Nach dem international vergleichbaren Konzept der International Labour Organization (ILO) (siehe auch den Text "Wie wird Arbeitslosigkeit gemessen?") ist die Erwerbslosigkeit in Deutschland insgesamt sehr niedrig. Wenn aber die Langzeitarbeitslosenquoten verglichen werden, zeigt sich ein anderes Bild. Im internationalen Vergleich der Langzeitarbeitslosigkeit mit ausgewählten OECD-Ländern belegt Deutschland mit 45,5 Prozent einen der hinteren Plätze und rangiert auf einem vergleichbaren Niveau mit den EU-Krisenländern Griechenland und Spanien.

Damit war nach dem ILO-Konzept 2011 jeder zweite Arbeitslose in Deutschland länger als 12 Monate ohne Arbeit und damit langzeitarbeitslos. Die OECD erhebt die Langzeitarbeitslosigkeit auf Basis einer Befragung nach dem ILO-Konzept. Die Erwerbslosen werden gefragt, wie lange sie schon erwerbslos sind. Im persönlichen Rückblick werden dabei häufig Phasen in Qualifizierungs- oder Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen oder auch kurze, nicht nachhaltige Beschäftigungsaufnahmen der Erwerbslosigkeit zugerechnet. Nach dem Konzepte der Bundesagentur für Arbeit unterbrechen diese Episoden die Dauer der Arbeitslosigkeit.

Alleinerziehende

Alleinerziehende gehören häufig zu den Langzeitarbeitslosen. Doch nicht nur unter den Langzeitarbeitslosen finden sich viele Alleinerziehende, auch ihr Anteil an den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, die in der Grundsicherung betreut werden, ist überdurchschnittlich hoch. Von der Politik sind Alleinerziehende deshalb als eine besondere Zielgruppe des SGB II identifiziert worden. Als Alleinerziehende gelten Mütter oder Väter, die ohne Ehe- oder Lebenspartner/-in mit minder- oder volljährigen Kindern in einem Haushalt zusammenleben. Im Jahr 2012 gab es 2.698.000 Alleinerziehende in Deutschland. Dass sich die Lage am Arbeitsmarkt für Alleinerziehende vor allem in der Grundsicherung weiterhin als schwierig darstellt, zeigt der jährliche Analytikreport, der zur Analyse des Arbeitsmarktes für Alleinerziehende von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht wird.

Hilfequote nach Typ der BedarfsgemeinschaftHilfequote nach Typ der Bedarfsgemeinschaft Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)
Die Hilfequoten setzen die Zahl der Bedarfsgemeinschaften des jeweiligen Typs in Beziehung zu allen Privathaushalten des jeweiligen Typs in der Bevölkerung. Sie zeigen somit, wie viel Prozent einer bestimmten Bevölkerungsgruppe Leistungen aus der Grundsicherung erhält. 2012 bezogen 10,3 Prozent aller Personen im erwerbsfähigen Alter in Deutschland Leistungen aus der Grundsicherung. Bei den Alleinerziehenden mit minderjährigen Kindern waren 39,4 Prozent. Die Hilfequoten variiert stark mit der Zahl der Kinder im Haushalt. Je mehr Kinder in einem Haushalt leben, desto häufiger werden Grundsicherungsleistungen bezogen. 2012 bezogen fast 50 Prozent aller Alleinerziehenden in Deutschland mit mehr als 2 Kindern in ihrem Haushalt Leistungen aus der Grundsicherung für Arbeitssuchende. An dieser Zahl wird deutlich, dass Alleinerziehende eine besondere Problemgruppe in der Grundsicherung sind. Kein anderer Haushaltstyp ist in Deutschland häufiger auf Sozialleistungen angewiesen als die Alleinerziehenden.

Insgesamt wurden in der Grundsicherung im Jahre 2012 613.983 alleinerziehende erwerbsfähige Leistungsberechtigte betreut. Leistungsberechtigte sind aber nicht gleichzusetzten mit Arbeitslosen. Nur knapp 41 Prozent aller alleinerziehenden Leistungsberechtigten werden als arbeitslos gezählt. 59 Prozent erhielten Leistungen aus Grundsicherung ohne arbeitslos zu sein, weil sie an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen, oder zum Beispiel Kinder unter 3 Jahren betreuen oder Angehörige pflegen. Von der Pflicht zur Arbeitsaufnahme sind Alleinerziehende bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres ihres Kindes befreit. Arbeit gilt in dieser Zeit als nicht zumutbar. Nach Vollendung des dritten Lebensjahres gilt die Erziehung als nicht gefährdet und Arbeit ist zumutbar, wenn die Betreuung des Kindes in einer Tageseinrichtung oder auf sonstige Weise sichergestellt ist. Damit ist vor allem ein umfassendes Betreuungsangebot vor Ort und der Ausbau der Kindertagesbetreuung und -pflege für Alleinerziehende wichtig. Weitere Kategorien, die dazu führen, dass Alleinerziehende nicht als arbeitslos gezählt werden, sind Krankheit und vorruhestandsähnliche Regelungen.

Alleinerziehende erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach soziodemografischen MerkmalenAlleinerziehende erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach soziodemografischen Merkmalen Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)


Das Diagramm zeigt, dass über 94 Prozent aller alleinerziehenden in der Grundsicherung Frauen sind. 83 Prozent sind zwischen 25 und 50 Jahre alt und über 80 Prozent sind Deutsche. Die Problemlage konzentriert somit sehr deutlich in bestimmten sozialen Gruppen. Weiterhin sind Alleinerziehende nicht nur besonders häufig auf Grundsicherungsbezug angewiesen, sondern auch besonders lange, was folgendes Diagramm zeigt.

Verweildauern von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten nach Typ der BedarfsgemeinschaftVerweildauern von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten nach Typ der Bedarfsgemeinschaft Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)
Die Verweildauern geben an, wie lange eine Person zu einem bestimmten Zeitpunkt bereits Leistungen aus der Grundsicherung bezieht. Dabei werden Unterbrechungen von bis zu 31 Tagen als unschädlich betrachtet, um möglichst lange Zeiträume abbilden zu können. Die Daten geben dann Auskunft darüber, welche Gruppen besonders von langfristigem Leistungsbezug betroffen sind. Die Tabelle zeigt, dass im Dezember 2012 49 Prozent aller erwerbsfähigen Leistungsberechtigten länger als vier Jahren Hartz IV bezieht. Bei den Personen, die als Single allein leben sind es 45,6 Prozent. Wenn jetzt die Haushalte der Alleinerziehenden betrachtet werden zeigt sich, dass sie nicht nur überdurchschnittlich häufig betroffen sind, sondern auch überdurchschnittlich lange Leistungen beziehen und die durchschnittliche Bezugsdauer mit der Zahl der Kinder steigt. Alleinerziehende, die mit drei oder mehr Kindern in einem Haushalt leben, beziehen zu über 60 Prozent bereits seit vier Jahren Leistungen aus der Grundsicherung. Bei Paaren mit drei oder mehr Kindern sind etwas weniger und zwar 57,6 Prozent, die seit mehr als vier Jahren Hartz IV beziehen. Insgesamt liegen die Werte des langfristigen Leistungsbezugs über vier Jahren bei den Alleinerziehenden über den Dauern der Single Haushalte und über den Dauern der Paarhaushalte mit Kindern.

Es sind unterschiedliche Gründe, die dazu führen, dass Alleinerziehende überdurchschnittlich häufig und lange auf Leistungen aus der Grundsicherung angewiesen sind. Für sie ist zum Beispiel schwieriger, ein bedarfsdeckendes Einkommen zu erzielen, da sie zusätzlich zu ihrem individuellen Bedarf den Anspruch der Kinder decken müssen. Das wird deutlich an der hohen Zahl der alleinerziehenden erwerbstätigen Leistungsberechtigten. Während in Deutschland insgesamt knapp 30 Prozent der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten zusätzlich zu ihrem Einkommen SGB II-Leistungen beziehen, waren es bei den Alleinerziehenden 2012 35,3 Prozent. Aus Studien ist bekannt, dass es vielfach unzureichende Kinderbetreuungsmöglichkeiten sind, die einer Ausweitung der Arbeitszeit entgegenstehen, die für ein bedarfsdeckendes Einkommen sorgen könnte. Eine bedarfsdeckende Kinderbetreuung ist für Alleinerziehende die zwingende Voraussetzung, wenn sie erwerbstätig sein wollen, da ein Partner oder eine Partnerin für ergänzende Betreuung nicht zur Verfügung steht. Gegenüber Paarhaushalten haben sie somit einen strukturellen Nachteil bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ausgehenden von der Identifikation der Problemlage Alleinerziehender sind verschiedene Modellprojekte aufgelegt worden, die vor allem die Chancen der Arbeitsmarktintegration von Alleinerziehenden verbessern sollen. Dazu gehören zum Beispiel die Programme "Gute Arbeit für Alleinerziehende" und "Netzwerke wirksamer Hilfen für Alleinerziehende" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).

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Info

"Netzwerke wirksamer Hilfen für Alleinerziehende"
Das ESF-Bundesprogramm "Netzwerke wirksamer Hilfen für Alleinerziehende“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales soll dazu beitragen, die Lebens- und Arbeitsperspektiven für Alleinerziehende nachhaltig zu verbessern. In den Jahren 2011 bis 2013 werden daher an 102 Standorten in Deutschland der Auf- und Ausbau lokaler oder regionaler Netzwerke zur Unterstützung von Alleinerziehenden gefördert.
http://www.netzwerke-alleinerziehende.de/

"Gute Arbeit für Alleinerziehende"
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales fördert im Rahmen des Programms "Gute Arbeit für Alleinerziehende" Projekte von Grundsicherungsstellen (Arbeitsgemeinschaften, Agenturen für Arbeit in getrennter Aufgabenwahrnehmung oder in zugelassenen kommunalen Trägern) oder Projekte unter Beteiligung von Grundsicherungsstellen. Die Projekte sollen zur Aktivierung, Integration in Erwerbstätigkeit oder sozialen und beschäftigungsbezogenen Stabilisierung von Alleinerziehenden beitragen, die zu Beginn des Projektes Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) beziehen. Außerdem müssen die Projekte den Transfer geeigneter Handlungskonzepte bewirken.
http://www.gute-arbeit-alleinerziehende.de/

Übergänge in Beschäftigung

Neben der Sicherung des Existenzminimums ist das Ziel der Grundsicherung für Arbeitssuchende, die erwerbsfähigen Leistungsberechtigten bei der Aufnahme oder Beibehaltung einer Erwerbstätigkeit zu unterstützen. Neben dem Problem der Langzeitarbeitslosigkeit ist bereits darauf hingewiesen worden, dass viele Leistungsberechtigte zusätzlich zu einem Erwerbseinkommen Leistungen aus der Grundsicherung beziehen (erwerbstätige Leistungsberechtigte). Für das Jahr 2008 zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), dass 37,2 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsaufnahmen von ehemaligen SGB II-Leistungsbeziehern nicht nachhaltig bedarfsdeckend waren. Nachhaltig bedarfsdeckend heißt, dass die Person sechs Monate nach der Beschäftigungsaufnahme keine Leistungen aus der Grundsicherung bezieht.

Arbeitsaufnahmen von SGB-II-Leistungsbeziehern nach ArbeitszeitArbeitsaufnahmen von SGB-II-Leistungsbeziehern nach Arbeitszeit Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)
Arbeitsaufnahmen von SGB-II-Leistungsbeziehern nach EinkommensbeitragArbeitsaufnahmen von SGB-II-Leistungsbeziehern nach Einkommensbeitrag Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)


Arbeitsaufnahmen von SGB-II-Leistungsbeziehern nach Dauer der BeschäftigungArbeitsaufnahmen von SGB-II-Leistungsbeziehern nach Dauer der Beschäftigung Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)
Die Auswertungen zeigen weiterhin, dass es nur in sehr geringem Maße gelingt, erwerbsfähige Leistungsberechtigte in stabile Beschäftigungsverhältnisse zu vermitteln. Nur 55,4 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsaufnahmen aus dem SGB II-Leistungsbezug dauern länger als sechs Monate. Über 44 Prozent der ehemaligen Hartz IV-Empfänger, die eine Arbeit aufgenommen haben, beziehen nach weniger als sechs Monate erneut Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende. Aus den aktuellen Daten der Bundesagentur für Arbeit ist bekannt, dass von den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, die im Zeitraum Juli 2011 bis Juni 2012 ihre Hilfebedürftigkeit beendeten, 25 Prozent innerhalb von drei Monaten wieder Leistungen aus der Grundsicherung bezogen. Bei den Personen, die die Grundsicherung der Arbeit durch die Aufnahme einer Beschäftigung in den Jahren 2007 und 2008 verlassen haben, lag der Befristungsanteil bei 42 Prozent, während, bezogen auf die ganze Wohnbevölkerung, nur 36 Prozent der Erwerbseinstiege befristet waren. Überdurchschnittlich häufiger nehmen SGB II-Leistungsbezieher auch eine Beschäftigung in der Leiharbeit auf, mit der aber nicht einmal jeder Zweite ein Einkommen über der Bedürftigkeitsschwelle erzielen kann (46,1%). Das IAB schreibt dazu in seinem Handbuch Arbeitsmarkt 2013, dass die unsicheren Beschäftigungsperspektiven von ehemaligen Leistungsempfängern der zunehmenden Verbreitung von atypischen Beschäftigungsverhältnissen geschuldet sind. Die Löhne, die die ehemaligen Leistungsbezieher durch die Aufnahme einer Beschäftigung erzielen, sind sehr gering und überwiegend im Niedriglohnbereich angesiedelt. Der Medianlohn – also der Lohn, der die Verteilung der Löhne in zwei Hälften teilt, so dass eine Hälfte größer und eine Hälfte kleiner ist als der Medianwert – der Abgänger aus der Grundsicherung liegt bei 7,84 Euro in Ostdeutschland und 8,74 Euro in Westdeutschland. Besonders niedrige Löhne erzielen Jugendliche unter 25 Jahren.

Zum Weiterlesen

IAB-Infoplattformen mit weiteren Literaturhinweisen:

Working Poor – Arm trotz Vollzeitbeschäftigung?
http://infosys.iab.de/infoplattform/dokSelect.asp?pkyDokSelect=49&title=Working_Poor__Arm_trotz_Vollzeitbesch%E4ftigung?&show=Lit

Alleinerziehende – Arbeitsmarktintegration statt Hilfebedürftigkeit?
http://infosys.iab.de/infoplattform/dokSelect.asp?pkyDokSelect=72&title=Alleinerziehende__Arbeitsmarktintegration_statt_Hilfebed%FCrftigkeit?&show=Lit

Wege aus der Grundsicherung in Beschäftigung
http://infosys.iab.de/infoplattform/dokSelect.asp?pkyDokSelect=116&title=Wege_aus_der_Grundsicherung_in_Besch%E4ftigung&show=Lit&sortLit=2


Statistik der Bundesagentur für Arbeit.
http://statistik.arbeitsagentur.de/

Literatur

Abraham, Martin; Hinz, Thomas (Hrsg.) (2008): Arbeitsmarktsoziologie. Probleme, Theorien, empirische Befunde. 2. Auflage. VS-Verlag. Wiesbaden.

Achatz, Juliane; Trappmann, Mark (2011): Arbeitsmarktvermittelte Abgänge aus der Grundsicherung der Einfluss von personen- und haushaltsgebundenen Barrieren. IAB Discussion Paper 02/2011. Nürnberg.
http://doku.iab.de/discussionpapers/2011/dp0211.pdf

Achatz, Juliane; Hirseland, Andreas; Lietzmann, Torsten; Zabel, Cordula (2013): Alleinerziehende Mütter im Bereich des SGB II. Eine Synopse empirischer Befunde aus der IAB-Forschung. IAB-Forschungsbericht 08/2013. Nürnberg.
http://doku.iab.de/forschungsbericht/2013/fb0813.pdf

Adamy, Wilhelm (2012): Hartz IV-Bedürftigkeit von Erwerbstätigen. Arbeitsmarkt aktuell 1/2012. Berlin.
http://www.dgb.de/themen/++co++3fc011ae-3d0c-11e1-7eaf-00188b4dc422

Bundesagentur für Arbeit (2011): Sockel- und Langzeitarbeitslosigkeit. Broschüre der Arbeitsmarktberichterstattung. Nürnberg.
http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Berichte-Broschueren/Arbeitsmarkt/Generische-Publikationen/Sockel-und-Langzeitarbeitslosigkeit-2011.pdf

Bundesagentur für Arbeit (2013): Analytikreport der Statistik. Analyse des Arbeitsmarktes für Alleinerziehende in Deutschland 2012. Nürnberg.
http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Statistische-Analysen/Analytikreports/Zentrale-Analytikreports/Jaehrliche-Analytikreports/Generische-Publikationen/Analyse-Arbeitsmarkt-Alleinerziehende/Analyse-Arbeitsmarkt-Alleinerziehende-2012.pdf

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2011): Alleinerziehende unterstützen – Fachkräfte gewinnen. Berlin.
http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a858-alleinerziehende.pdf?__blob=publicationFile

Bruckmeier, Kerstin; Eggs, Johannes; Himsel, Carina; Trappmann, Mark; Walwei, Ulrich (2013): Aufstocker im SGB II: Steinig und lang - der Weg aus dem Leistungsbezug. IAB-Kurzbericht 14/2013. Nürnberg.
http://doku.iab.de/kurzber/2013/kb1413.pdf

Brücker, Herbert; Klinger, Sabine ; Möller, Joachim; Walwei, Ulrich (Hrsg.) (2012): Handbuch Arbeitsmarkt 2013. Analysen, Daten, Fakten. IAB-Bibliothek, 334. Bertelsmann. Bielefeld.

Brussig, Martin; Knuth, Matthias (2011): Die Zukunft der Grundsicherung - Individualisieren, konzentrieren, intensivieren: Expertise im Auftrag der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung. Bonn.
http://library.fes.de/pdf-files/wiso/08713.pdf

Dietz, Martin; Müller, Gerrit; Trappmann, Mark (2009): Bedarfsgemeinschaften im SGB II: Warum Aufstocker trotz Arbeit bedürftig bleiben. IAB-Kurzbericht. 2009/02. Nürnberg.
http://doku.iab.de/kurzber/2009/kb0209.pdf

Statistik der Bundesagentur für Arbeit (2011): Grundsicherung für Arbeitsuchende: Geldleistungen an Bedarfsgemeinschaften mit Einkommen aus Erwerbstätigkeit. Nürnberg.
http://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Grundlagen/Methodenberichte/Grundsicherung-Arbeitsuchende-SGBII/Generische-Publikationen/Methodenbericht-Geldleistungen-an-BG-mit-Einkommen-aus-Erwerbstaetigkeit.pdf

Deutscher Gewerkschaftsbund (2012): Vollzeitbeschäftigte mit Niedriglohn. Arbeitsmarkt aktuell 06/2012. Berlin.
http://www.dgb.de/themen/++co++ac4f0354-fcb8-11e1-904f-00188b4dc422

Koller, Lena; Rudolph, Helmut (2011): Arbeitsaufnahmen von SGB-II-Leistungsempfängern: Viele Jobs von kurzer Dauer. IAB-Kurzbericht. 2011/14. Nürnberg.
http://doku.iab.de/kurzber/2011/kb1411.pdf

Lietzmann, Torsten (2010): Zur Dauer der Bedürftigkeit von Müttern. Dauer des Leistungsbezugs im SGB II und Ausstiegschancen. IAB Discussion Paper. 08/2010. Nürnberg.
http://doku.iab.de/discussionpapers/2010/dp0810.pdf

Zabel, Cordula (2012): Beschäftigungswirkung von Maßnahmen im SGB II: Alleinerziehende profitieren am meisten von Weiterbildung. IAB-Kurzbericht. 12/2012.
http://doku.iab.de/kurzber/2012/kb1212.pdf

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Autoren: Tim Obermeier, Stefan Sell für bpb.de
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Die Informationsplattform des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales bietet aktuelle Kennzahlen und Fachinformationen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende. Die Servicestelle SGB II erweitert und aktualisiert die Informationsplattform laufend.

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Dossier

Rentenpolitik

Die Alterssicherung stellt, egal wie sie organisiert ist, in allen modernen Gesellschaften einen erheblichen Anteil an der Verwendung des Sozialprodukts dar. Sie ist quantitativ der Kernbereich des Sozialstaats.

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Dossier

Gesundheitspolitik

Der Reformdruck im deutschen Gesundheitswesen hat deutlich zugenommen. Während noch vor wenigen Jahren nur Experten über die Finanzierbarkeit und Qualitätssicherung des Gesundheitssystems nachdachten, suchen heute viele Bürgerinnen und Bürger nach Antworten.

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Arbeitsmarkt-
politik

Arbeitsmarktpolitik versucht den Rahmen zu setzen, in dem wir arbeiten. Dass sie dabei nicht immer a...

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Humanisierung der Arbeit

"Hauptsache Arbeit!" lautet oft der Ruf – die Qualität der Arbeitsplätze rückt dabei in den Hin...

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Mit dem Übergang vom wohlfahrts-
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Durch den demografischen Wandel droht der deutschen Gesellschaft nicht nur die Überalterung, sonder...

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Die Instrumente der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungs-
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Arbeitslosigkeit

2003 verkündete Gerhard Schröder ein umfassendes Reformprogramm für Deutschland: die "Agenda 2010...

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Der Verlust der eigenen Arbeit kann kann zu psychischen Beeinträchtigungen führen, die den Betroff...

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Die Mittelschicht schrumpft. Immer mehr Menschen haben Angst vor dem sozialen Abstieg. Die aktuelle ...

Entgrenzung von Arbeit und Leben

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Die Ansprüche der Arbeitswelt wachsen, dabei bleibt das Privatleben oft auf der Strecke. Aber wie l...

Grundeinkommen?

Grund-
einkommen?

Seit einiger Zeit diskutiert Deutschland über die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens. Ist e...

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Dossier

Demografischer Wandel

Zu- und Auswanderung, Geburtenrate, Sterblichkeit - die sind die drei zentralen Faktoren für die demografische Entwicklung. Der demografische Wandel wird unsere Gesellschaft spürbar verändern - ob auf Kommunal-, Landes- oder Bundesebene, im Bereich der Sozialversicherungen, der Arbeitswelt, der Infrastruktur oder der Familienpolitik. Das Dossier beleuchtet die wichtigsten Bereiche und skizziert den Stand der Debatte.

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