Arbeitsmarktpolitik Dossierbild

Arbeitsvermittlung

Zentrale Aufgabe des Arbeitsmarktes ist es, Angebot und Nachfrage nach Arbeit möglichst reibungslos zu koordinieren. Dieser Prozess wird als "Matching" bezeichnet. Der Matchingprozess beginnt mit der Suche von Arbeitnehmern nach einem Arbeitsplatz beziehungsweise von Firmen nach einer Arbeitskraft. Diese Suchprozesse finden unter unvollständiger Information statt - die Akteure handeln selbstständig, ohne dass eine zentrale Agentur alle benötigten Informationen bereitstellt. Auch ist die Suche nach einem geeigneten Partner auf dem Arbeitsmarkt mit Suchkosten verbunden.

Erhard Eppler, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit (l.), begrüßt den langjährigen Präsidenten der Bundesanstalt für Arbeit, Josef Stingl (27.07.1972). In seiner Amtszeit (1968-1984) wurde die Zentrale der BA in Nürnberg gebaut.

Frank Oschmiansky, Tim Obermeier

Öffentliche und private Arbeitsvermittlung: historische Entwicklung

In der Arbeitsvermittlung erleben wir international in den vergangenen Jahren die Tendenz, Teilbereiche oder auch die Gesamtaufgabe an private Anbieter zu vergeben. Weitreichende Auslagerungen haben beispielsweise in Australien, Großbritannien und in den Niederlanden stattgefunden. Die Vergabe von Teilaufgaben ist eine internationale Tendenz. Weiter...

In den neuen Kundenzentren sollen die Arbeitssuchenden professionell beraten werden. Die Vermittlungsberatung erfolgt ausschließlich nach Terminvergabe und ohne störende Telefongespräche. Foto: AP

Tim Obermeier, Frank Oschmiansky

Die öffentliche Arbeitsvermittlung

Arbeitsvermittlung ist ein vielschichtiger Prozess. Die Arbeitsvermittlung, durch die Agenturen für Arbeit und die Jobcenter, führt Informationen über Angebot und Nachfrage auf den Arbeitsmärkten zusammen und trägt damit zu einer Vermeidung oder Verringerung von Marktversagen bei. Weiter...

Eine Job-to-Job-Vermittlung gelingt eher selten, da freie Stellen meist kurzfristig zu besetzen sind.

Frank Oschmiansky

Präventive öffentliche Arbeitsvermittlung: Die "Job-to-Job" Vermittlung

Mit der so genannten "Job-to-Job" Vermittlung will die Bundesagentur für Arbeit den Startzeitpunkt der Vermittlungsaktivitäten vorverlegen, also präventiv tätig werden, um nach Möglichkeit bereits den Eintritt der Arbeitslosigkeit zu vermeiden. Weiter...

Mitarbeiter der Bundesanstalt für Arbeit präsentieren den “Virtuellen Arbeitsmarkt” auf der Fachmesse “Moderner Staat” in Berlin.

Frank Oschmiansky

Der Virtuelle Arbeitsmarkt

Seit 2003 werden bei der Bundesagentur für Arbeit neue Softwaresysteme als Teil der allgemeinen Organisationsreform eingeführt. Zu den für das Kerngeschäft der BA wichtigsten unter ihnen gehört der Virtuelle Arbeitmarkt (VAM). Was sich hierunter verbirgt wird im Folgenden erklärt. Weiter...

Vermittlungsgespräch bei privater Arbeitsvermittlung.

Tim Obermeier, Frank Oschmiansky, Stefan Sell

Private und halbstaatliche Arbeitsvermittlung

International ist seit einigen Jahren zu beobachten, dass private Anbieter mit Teilaufgaben oder der gesamten Arbeitsvermittlung beauftragt werden. Immense Auslagerungen haben in Australien, Großbritannien und den Niederlanden stattgefunden. In Deutschland ist die Debatte um die Beteiligung privater Dienstleister an der Vermittlung von Arbeitslosen noch jung. Mit dem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein wurde ein Instrument geschaffen, das die Einschaltung eines privaten Arbeitsvermittlers für Arbeitslose dauerhaft ermöglicht. Weiter...

Stellenangebote der Bundesagentur für Arbeit: eine Studie des DIW stellte fest, dass persönliche Beziehungen und Bewerbungen auf Stellenanzeigen am ehesten zum Erfolg führen.

Tim Obermeier, Frank Oschmiansky

Vermittlungswege und Marktanteile der Vermittlungsakteure

Deutsche und internationale Befunde zeigen, dass der Anteil öffentlicher Arbeitsvermittlung an der gesamten Stellenbesetzung eher gering ausfällt. Im Vordergrund stehen andere Such- und Rekrutierungswege wie informelle Kontakte und Netzwerke, Stelleninserate und Initiativbewerbungen. Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über Marktanteile der Vermittlungsakteure und die erfolgreichsten Vermittlungswege. Weiter...

Trainer Joachim Madlenscha im Trainigszentrum der Adam Opel AG in Eisennach 2001.

Jürgen Kühl

Betriebe und Beschäftigung

Wenn vom Beschäftigungssystem und von Arbeitsmärkten, von Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik die Rede ist, wird sehr häufig vergessen, dass rund 5 Millionen Betriebe und Verwaltungen die verantwortlichen Arbeitgeber der gut 40 Millionen Erwerbstätigen sind. Weiter...

 

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Die Alterssicherung stellt, egal wie sie organisiert ist, in allen modernen Gesellschaften einen erheblichen Anteil an der Verwendung des Sozialprodukts dar. Sie ist quantitativ der Kernbereich des Sozialstaats. Weiter... 

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Der Reformdruck im deutschen Gesundheitswesen hat deutlich zugenommen. Während noch vor wenigen Jahren nur Experten über die Finanzierbarkeit und Qualitätssicherung des Gesundheitssystems nachdachten, suchen heute viele Bürgerinnen und Bürger nach Antworten. Weiter... 

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Demografischer Wandel

Zu- und Auswanderung, Geburtenrate, Sterblichkeit - die sind die drei zentralen Faktoren für die demografische Entwicklung. Der demografische Wandel wird unsere Gesellschaft spürbar verändern - ob auf Kommunal-, Landes- oder Bundesebene, im Bereich der Sozialversicherungen, der Arbeitswelt, der Infrastruktur oder der Familienpolitik. Das Dossier beleuchtet die wichtigsten Bereiche und skizziert den Stand der Debatte. Weiter...