Yehya E., Berlin, Neukölln, Jugendkriminalität, Gangsterläufer, Film

12.5.2015 | Von:
Christian Stahl
Sonja Ernst

"Die Geschichte hat sich selbst erzählt"

Videointerview mit Christian Stahl

Im zweiteiligen Videointerview erzählt Christian Stahl von den Dreharbeiten und der Machart des Dokumentarfilms "Gangsterläufer". Der Filmemacher hat den jungen Intensivtäter Yehya E. über Jahre mit der Kamera begleitet. Hier schildert er die Zeit nach der Premiere des Films sowie das Scheitern Yehyas, aus der Kriminalität auszusteigen. Aufgrund seiner Erfahrungen mit Yehya plädiert Stahl für eine andere Asylgesetzgebung.

Christian Stahl ist der Regisseur von "Gangsterläufer". Im Interview erzählt er von Dreharbeiten, von der Machart sowie über seine Motivation, Yehya E. zu begleiten. (© Bundeszentrale für politische Bildung / bpb)

Video 1: Im Interview erzählt der Regisseur Christian Stahl, wie er Yehya E. kennengelernt hat und über seine Motivation, den Jugendlichen mit der Kamera zu begleiten. Er schildert die Dreharbeiten und wie im Verlauf des Filmemachens eine enge Verbindung zwischen ihm und Yehya sowie zu dessen Familie entstanden ist. Stahl erklärt, wieso er den Dokumentarfilm als Genre gewählt hat. Ebenso, dass er den Film im Stil des "New Journalism" umgesetzt hat.


Christian Stahl ist der Regisseur von "Gangsterläufer". Im Interview erzählt er, wie Yehya E. wieder straffällig wird. Außerdem plädiert Stahl für eine andere Asylgesetzgebung. (© Bundeszentrale für politische Bildung / bpb)

Video 2: Im zweiten Teil des Interviews spricht Christian Stahl über die Zeit nach der Premiere des Dokumentarfilms "Gangsterläufer" in 2011. Der Intensivtäter und Protagonist des Films, Yehya E., steigt zunächst aus der Kriminalität aus. Doch 2014 wird er erneut verurteilt. Während dieser Zeit bleibt sein Aufenthaltsstatus in Deutschland "geduldet". Er ist der Sohn palästinensischer Kriegsflüchtlinge. Stahl plädiert für eine andere Asylgesetzgebung und spricht vom "Vakuum der Duldung".

Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht. by-nc-nd/3.0/ Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: by-nc-nd/3.0/
Autoren: Christian Stahl, Sonja Ernst für bpb.de
Urheberrechtliche Angaben zu Bildern / Grafiken / Videos finden sich direkt bei den Abbildungen.


Dossier

Neukölln Unlimited

Die Geschwister Lial, Hassan und Maradona wachsen in Berlin Neukölln auf, ihre Jugend ist von der Leidenschaft für Breakdance und Musik geprägt, aber auch vom Kampf der Familie für ihr Bleiberecht. Der Dokumentarfilm "Neukölln Unlimited" zeigt den Alltag und die Träume selbstbewußter junger Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und kann für wichtige Fragen der politischen Bildung sensibilisieren in den Themenfelder Migration, Asyl, Bildung und Jugendkultur.

Mehr lesen

Überfälle in der U-Bahn, emotionale Debatten: Spektakuläre Fälle lassen den Eindruck entstehen, dass schwere Gewalttaten unter Jugendlichen stark zugenommen haben. Immer wieder werden schärfere Sanktionen gefordert. Tatsächlich begehen Jugendliche hauptsächlich Bagatelldelikte, und härtere Strafen erscheinen oft kontraproduktiv.

Mehr lesen

Bei der Interpretation von Daten zur Straffälligkeit von Deutschen und Nichtdeutschen müssen zahlreiche Aspekte beachtet und differenziert werden: Wer gilt als Ausländer, wie wird Kriminalität polizeilich erfasst, und begehen Ausländer andere Straftaten als Deutsche?

Mehr lesen