Arzt läuft durch Krankenhausflur

Vorschläge zur Reform der GKV-Finanzierung

Eine Campact-Aktivistin steht im März 2010 mit einem Schild mit der Aufschrift "Kopfpauschale Stoppen!" in Berlin.

Didaktische Konzeptionierung

Worum geht es bei der Bürgerversicherung und was ist die "Kopfpauschale"? In diesem Modul sollen die Modellvarianten erläutert und ihre Auswirkungen auf die künftige GKV-Finanzierung dargestellt werden. Ein Überblick über die Inhalte des Moduls und die Lerntour.

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Eine elektronische Muster-Gesundheitskarte der IKK Hamburg steckt am 01.06.2008 in einem Lesegerät in einer Arztpraxis in München (Oberbayern).

Die GKV-Finanzierung in der Diskussion

Nach wie vor ist das Krankenversicherungssystem in Deutschland durch eine strikte Trennung zwischen GKV und PKV gekennzeichnet. Die Trennung in GKV und PKV gestattet es etwa elf Prozent der Bevölkerung, ihr im Durchschnitt geringeres individuelles Krankheitsrisiko privat zu versichern und sich zugleich aus der Finanzierung des Solidarausgleichs zu verabschieden, obwohl sie im Durchschnitt deutlich höhere Einkommen erzielen.

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Nur bis zu bestimmten Altersgrenzen können Kinder beitragsfrei mitversichert sein.

Die Kopfpauschale

Das Konzept der Kopfpauschale erlangte in der deutschen Reformdiskussion zu Beginn dieses Jahrhunderts eine erhöhte Aufmerksamkeit. Es wurde zunächst vom Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage sowie von einzelnen Wirtschaftswissenschaftlern und Gesundheitsökonomen ins Gespräch gebracht.

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Älterer Mann beim Sport

Die Bürgerversicherung

Ebenso wie das Modell der Kopfpauschale erlangte auch die Bürgerversicherung zu Beginn dieses Jahrhunderts eine wachsende Aufmerksamkeit in der (gesundheits)politischen Öffentlichkeit. Unter den politischen Parteien vertreten die SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke Konzepte für eine Bürgerversicherung, also die Einbeziehung aller Bürger in ein einheitliches Versicherungssystem.

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Mit Transparenten demonstrieren Beschäftigte der gesetzlichen Krankenkassen am Mittwoch (26.07.2006) in Berlin gegen die geplante Gesundheitsreform.

Kapitaldeckungsverfahren statt Umlageverfahren?

Die Kritik am Umlageverfahren, nach dem die gesetzliche Krankenversicherung arbeitet, führt vor allem den Punkt der Generationengerechtigkeit und einen befürchteten Anstieg der Arbeitskosten ins Feld. Auch wenn es dennoch Gründe für dieses Verfahren gibt, schlagen Kritiker die Einführung einer Kapitaldeckung vor.

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Krankenversicherungskarten verschiedener Krankenkassen

Ausblick

Der große Reformbedarf in der GKV-Finanzierung ist offenkundig, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Verteilungsgerechtigkeit, aber auch unter dem Gesichtspunkt der Sicherstellung einer nachhaltigen Finanzierung. Kopfpauschale und Bürgerversicherung geben sehr unterschiedliche Antworten auf diese Herausforderungen. Mit der Einführung des Gesundheitsfonds im Jahr 2009 gingen CDU/CSU und SPD einen Reformschritt, der eine Weiterentwicklung des Systems sowohl in die eine als auch in die andere Richtung zuließ.

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Literatur

Hier finden Sie Literatur zum Kapitel "Vorschläge zur Reform der GKV-Finanzierung" aus dem bpb-Dossier Gesundheitspolitik.

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