Kopftücher haben für Leute im staatlichen Auftrag keinen Platz
Interview mit "Bild am Sonntag" vom 21. Dezember 2003
Bundeskanzler Gerhard Schröder
28.6.2005
[...] Deutschland ist ein säkularisierter Staat. Wir sind beeinflusst von drei großen Traditionen: Der griechisch-römischen Philosophie, der christlich-jüdischen Religion und dem Erbe der Aufklärung. Das hätte ich in dieser Ausprägung gern in die EU-Verfassung bekommen. Das heißt konkret: Das Bundesverfassungsgericht hat es jedem Bundesland überlassen, wie es mit der Kopftuch-Frage umgeht.
Meine Ansicht ist klar: Kopftücher haben für Leute im staatlichen Auftrag, also auch für Lehrerinnen, keinen Platz. Aber einem jungen Mädchen, das mit Kopftuch zur Schule geht, kann ich das nicht verbieten. [...]
Quelle: Bundeskanzler Schröder im Interview mit der "Bild am Sonntag" vom 21. Dezember 2003. Auf: Regierung online. »www.bundesregierung.de«, Stand 28.6.2005.
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