Rentenpolitik

Grundlagen der Rentenversicherung

Das deutsche Rentenversicherungssystem ist historisch gewachsen und hat sich hinsichtlich der Leistungen, der Finanzierung und Organisation immer wieder verändert. Dennoch: Es gibt bestimmte tragende Prinzipien, die über die Zeit hinweg beibehalten worden sind und die bis heute den Charakter der Rentenversicherung als Teil der Sozialversicherung prägen.

Die Altersabsicherung in Deutschland ist als Sozialversicherung angelegt. Dies bedeutet, dass sie  als Versicherung bestimmte Lebensrisiken versichert, z. B. Zahlung einer Rente im Alter oder bei Erwerbsminderung.

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Grundprinzipien: Versicherungsprinzip, Äquivalenzprinzip, Solidarprinzip

Die über 100jährige Geschichte der deutschen Rentenversicherung ist von der grundlegenden Idee geprägt, dass der Staat eine soziale Institution einrichtet und damit als schutzbedürftig angesehene Bevölkerungsgruppen im Alter, aber auch bei Invalidität und beim Tod des Ernährers finanziell absichert.

Mehr lesen

Schweißer bei der Metallverarbeitung

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Versichertenkreis

Die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV) ist keine Pflichtversicherung für die gesamte Bevölkerung, also keine Volks- oder Bürgerversicherung, sondern in ihrem Kern eine Absicherung der abhängig beschäftigten ArbeitnehmerInnen. Die Grundentscheidung der Bismarck'schen Sozialversicherung, die soziale Absicherung auf die Industriearbeiter zu beschränken (Arbeiterversicherung), macht sich also bis heute bemerkbar.

Mehr lesen

Klinik des Klinikverbunds der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern in Bischofsgrün. Die Rentenversicherung übernimmt  auch Heilbehandlungen für Erwerbsgeminderte bzw. von Erwerbsminderung bedrohte Versicherte um ihre Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen oder zu erhalten.

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Leistungen der Gesetzlichen Rentenversicherung im Überblick

Das gesetzlich vorgeschriebene Leistungsspektrum der Rentenversicherung umfasst die Zahlung von Altersrenten, Erwerbsminderungsrente, Witwen-, Witwer- und Waisenrenten, an die Krankenversicherung der Rentner, die Durchführung von Rehabilitationsmaßnahmen und Beratung und Information für Versicherte und Betriebe.

Mehr lesen

Rentner auf einer Demonstration gegen die Rentenpolitik in Berlin am 28.10.1999

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Struktur und Entwicklung der Rentenzahlen

Monat für Monat zahlt die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV) etwa 25,3 Mio. Renten, zu zwei Dritteln Versichertenrenten (Alters- und Erwerbsminderungsrenten) und zu einem Drittel Hinterbliebenenrenten. Da eine Person mehrere Renten beziehen kann, nämlich neben einer Versichertenrente auch eine Hinterbliebenenrente, ist die Zahl der RentnerInnen mit 20,3 Mio. deutlich geringer als die der gezahlten Renten.

Mehr lesen

Papierausdruck einer Rechenmaschine

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Rentenfinanzen im Überblick

Die Ausgaben der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) beliefen sich 2014 auf einen Wert von 260,4 Mrd. €. Im Sozialleistungssystem stellt damit die GRV den größten Leistungsträger dar. 30,7 Prozent aller Sozialausgaben wurden 2014 durch die Rentenversicherung getätigt. Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt macht das einen Anteil von 9,3 Prozent aus.

Mehr lesen

Stimmzettel zur Sozialwahl der Rentenversicherung: Alle sechs Jahre werden die Vertreter der Versicherten und der Arbeitgeber für die Beschlussparlamente der Selbstverwaltung neu gewählt.

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Organisation und Selbstverwaltung

Die Organisation der Gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland ist, wenn auch in den letzten 120 Jahren mehrfach reformiert und verändert – und zwischenzeitlich durch die nationalsozialistische Diktatur praktisch zerschlagen – immer noch zum Teil aus ihrer Entstehungsgeschichte erklärbar.

Mehr lesen

Publikation zum Thema

Die Zukunft des Generationenvertrags

Die Zukunft des Generationenvertrags

Wie können langfristig ein angemessenes Rentenniveau, eine tragbare Beitragsbelastung der Arbeitseinkommen und ein Schutz vor Altersarmut gesichert werden? Ebert fordert eine Reform des Rentensystems, bei der die Finanzierungsbasis verbreitert und die solidarische Umverteilung gestärkt wird.Weiter...

Zum Shop

Mediathek

Die Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

In diesem Film erfahren Sie, wie Sie sich auf der Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung zurecht finden. Alle Inhalte des Films sind in Deutscher Gebärdensprache (DGS) übersetzt.

Jetzt ansehen

Dossier

Arbeitsmarktpolitik

Das Dossier stellt Grundlagen, Ziele, Akteure und Instrumente der Arbeitsmarktpolitik vor.

Mehr lesen

Dossier

Gesundheitspolitik

Dossier über die Grundlagen, Strukturen und Akteure der Gesundheitspolitik, der Gesundheitsversorgung und der Pflegeversicherung.

Mehr lesen

Die Netzdebatte

Rente

Glaubt man den Prognosen steht unser Rentensystem vor einem Problem: Wir werden immer älter, die Gesellschaft schrumpft und unsere Lebensläufe werden immer fragmentierter. Künftig müssen also verhältnismäßig wenige junge Menschen immer mehr alte mit Ihren Rentenbeiträgen finanzieren. Gleichzeitig zahlen viele immer unregelmäßiger in die Rentenkassen ein. Was bedeutet das für den Sozialstaat? Welche Reformen werden diskutiert? Ist die Rente noch zu retten?

Mehr lesen

Dossier

Demografischer Wandel

Zu- und Auswanderung, Geburtenrate, Sterblichkeit - die sind die drei zentralen Faktoren für die demografische Entwicklung. Der demografische Wandel wird unsere Gesellschaft spürbar verändern - ob auf Kommunal-, Landes- oder Bundesebene, im Bereich der Sozialversicherungen, der Arbeitswelt, der Infrastruktur oder der Familienpolitik. Das Dossier beleuchtet die wichtigsten Bereiche und skizziert den Stand der Debatte.

Mehr lesen