Rentenpolitik

Altersrenten und Altersgrenzen

Die Zahlung von Altersrenten ist die Hauptaufgabe der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV). Der Anspruch auf eine Altersrente besteht, wenn die Wartezeiten erfüllt sind und die gesetzlich festgelegte Altersgrenze erreicht ist. Die Regelaltersgrenze von 65 Jahren, die fast 100 Jahre Bestand hatte, wird seit Beginn des Jahres 2012 schrittweise auf das 67. Lebensjahr heraufgesetzt.

Der größte Teil der Älteren, nämlich im Jahr 2014 fast zwei Drittel der Neuzugänge von Versichertenrenten, bezieht jedoch vor dem Erreichen der Regelaltersgrenze 65 eine vorgezogene Altersrente oder eine Erwerbsminderungsrente.

Ein vorgezogener Altersrentenbezug ist mit Rentenabschlägen verbunden: 23,9 Prozent der neu zugehenden Altersrenten werden durch Abschläge gekürzt. Besonders betroffen sind die Frauen aus den neuen Bundesländern: Hier müssen 41 Prozent der im Jahr 2014 neu zugehenden Altersrentnerinnen Abschläge hinnehmen.

Demonstration gegen Einführung der Rente mit 67

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Altersübergänge: Berufsaufgabe und Renteneintritt

Die Regelaltersgrenze lag bis Ende 2011 bei 65 Jahren. Die Vorstellung, dass alle ArbeitnehmerInnen bis dahin gearbeitet haben und bruchlos von ihrer (versicherungspflichtigen) Beschäftigung in den Rentenbezug übergegangen sind, stimmt jedoch nicht mit der Realität überein.

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Das Renteneintrittsalter wird stufenweise auf 67 Jahre angehoben. Ab 2029 gilt diese Grenze für alle Versicherten.

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Regelaltersrente und -grenze

Seit Anfang 2012 liegt das gesetzliche Rentenalter bei 67 Jahren. Die allgemeine Wartezeit beträgt fünf Jahre. Allerdings erfolgt der Übergang von der bisherigen Altersgrenze mit 65 Jahren nicht sprunghaft sondern schrittweise. Für Versicherte, die nach dem 31. Dezember 1946 geboren sind, erhöht sich die Altersgrenze in Ein-Monatsschritten und für Jahrgänge ab 1958 in Zwei-Monats-Schritten. Somit gilt für alle Versicherten ab Jahrgang 1964 die Altersgrenze von 67 Jahren. Dies wird im Jahr 2029 der Fall sein.

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Ab 2012  wird die Altersgrenze für die frühest mögliche Inanspruchnahme der Rente für schwerbehinderte Menschen schrittweise von 60 auf 62 Jahren heraufgesetzt.

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Vorgezogene Altersrenten und -grenzen und Abschläge

Unter bestimmten Voraussetzungen ist es auch künftig möglich, eine Altersrente auch schon vor dem Erreichen der Regelaltersgrenze zu beziehen.

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Rentnerin beim Yoga im Park

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Die Bedeutung der verschiedenen Altersrenten im Zeitverlauf

Die Vielfalt der Erwerbsbiografien der RentnerInnen spiegelt sich auch im Bezug der verschiedenen Altersrenten wider. Merkliche Unterschiede gibt es zwischen Männern und Frauen, aber auch zwischen Ost und West.

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Die Zukunft des Generationenvertrags

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Wie können langfristig ein angemessenes Rentenniveau, eine tragbare Beitragsbelastung der Arbeitseinkommen und ein Schutz vor Altersarmut gesichert werden? Ebert fordert eine Reform des Rentensystems, bei der die Finanzierungsbasis verbreitert und die solidarische Umverteilung gestärkt wird.Weiter...

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