Rentenpolitik

Erwerbsminderungsrenten

Trotz verbesserter Arbeitsstandards, moderner Medizin und gesünderer Lebensformen besteht auch heute noch das Risiko, dass ArbeitnehmerInnen aus gesundheitlichen Gründen bereits vor dem Erreichen der Altersgrenzen nicht mehr in der Lage sind, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Verglichen mit der Zeit zu Beginn der Sozialversicherung hat die Bedeutung körperlicher Arbeit als Gesundheitsrisiko abgenommen. Dafür aber haben die psychischen Belastungen deutlich an Gewicht gewonnen. Deswegen ist und bleibt es notwendig, dass Versicherte der Gesetzlichen Rentenversicherung, wenn sie durch Krankheit erwerbsunfähig werden und nicht mehr arbeiten können, eine Erwerbsminderungsrente als Lohnersatz erhalten.

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Erwerbsminderungsrente

Im Jahr 2014 haben rund 171.000 Personen erstmalig eine Erwerbsminderungsrente erhalten, das entspricht rund 20 Prozent aller Zugänge an Versichertenrenten in diesem Jahr.

Historisch gesehen war die (teilweise) Absicherung des Risikos der Erwerbsunfähigkeit/-minderung der Ausgangspunkt für die Einführung der Gesetzlichen Rentenversicherung.

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Frühinvalidität, Erwerbs- und Berufsunfähigkeit, Erwerbsminderung

Versicherte der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten eine - volle oder teilweise - Erwerbsminderungsrente, wenn sie aufgrund ihres krankheits-/behinderungsbedingten Zustands (Invalidität) bereits vor Erreichen der Altersgrenze für eine Altersrente nicht in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt durch Ausübung einer Erwerbstätigkeit selbst zu bestreiten.

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Therapie im Wasser

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Anspruchsvoraussetzungen und Berentungsverfahren

Um eine Erwerbsminderungsrente beantragen zu können, müssen in der Regel bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

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Älterer Arbeitnehmer: Ein Versicherter gilt als voll erwerbsgemindert, wenn er aus gesundheitlichen Gründen nur noch weniger als drei Stunden pro Tag arbeiten kann.

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Volle und teilweise Erwerbsminderungsrente

Die Bewilligung von Erwerbsminderungsrenten wird seit 2001 daran gemessen, ob und in welchem Maße noch die Fähigkeit vorhanden ist, eine Erwerbstätigkeit ausüben zu können und ein Einkommen zu erzielen. Es gilt ein zweistufiges Verfahren, bei dem zwischen vollen und teilweisen Erwerbsminderungsrenten unterschieden wird.

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Anlegen einer Infusion

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Empirische Befunde: Strukturen und Trends

Für das Leistungsgeschehen bei den Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit sind mehrere Grundtrends charakteristisch: der sinkende Anteil der Erwerbsminderungsrenten an den Rentenzugängen, das sinkende Zugangsalter, die geringe Bedeutung der teilweisen Erwerbsminderungsrente und die deutlich sinkenden durchschnittlichen Zahlbeträge der neu bewilligten Erwerbsminderungsrenten.

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Wie können langfristig ein angemessenes Rentenniveau, eine tragbare Beitragsbelastung der Arbeitseinkommen und ein Schutz vor Altersarmut gesichert werden? Ebert fordert eine Reform des Rentensystems, bei der die Finanzierungsbasis verbreitert und die solidarische Umverteilung gestärkt wird.Weiter...

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