Rentenpolitik

Hinterbliebenenrenten

Leistungen für Hinterbliebene (Witwer-, Witwen- und Waisenrenten), auch als Renten wegen Todes bezeichnet, stellen trotz der ansonsten starken Äquivalenz zwischen Beiträgen und gezahlten Renten in der Gesetzlichen Rentenversicherung wichtige Elemente des solidarischen Ausgleichs dar.

Hinterbliebenenrenten

Die Hinterbliebenenrenten machen 2014 fast 23 Prozent aller gezahlten Renten und 16,4 Prozent der gesamten Rentenausgaben aus.

Entfällt durch den Tod des Mannes sein Einkommen oder seine Rente, geraten die Familienangehörigen, die Ehefrau und die Kinder, häufig in eine existentielle Notlage.

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Funktion von Hinterbliebenenrenten

Auch heute noch unterscheiden sich Männer und Frauen stark hinsichtlich ihrer Erwerbsbeteiligung. Die Berufstätigkeit von Frauen, gerade von Ehefrauen und Müttern, nimmt seit Jahren zu. Das traditionelle Modell der Hausfrauen- und Versorgerehe, bei dem die Frau sich ausschließlich um den Haushalt und die Kindererziehung kümmert und kein eigenes Einkommen hat, dominiert heute nicht mehr. Weiter...

Anfang des letzten Jahrhunderts wurde schrittweise eine Witwen- und Waisenabsicherung eingeführt.

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Ein historischer Rückblick

Renten wegen Todes waren in der ursprünglichen Bismarck'schen Invaliditäts- und Alterssicherung für Arbeiter von 1889/91 noch nicht vorgesehen. Weiter...

Die Witwen- bzw. Witwerrente hängt in ihrer Höhe vor allem von dem Rentenanspruch des/der Versicherten und vom Alter des/der Hinterbliebenen ab.

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Rentenarten und Anspruchsvoraussetzungen

Hinterbliebenenrenten erhalten Witwen, Witwer und Waisen, wenn der/die verstorbene Versicherte die allgemeine Wartezeit erfüllt hat. Diese allgemeine Wartezeit beträgt fünf Jahre, zu denen neben Beitragszeiten auch Ersatzzeiten und Zeiten aus einem eventuellen Versorgungsausgleich gerechnet werden. Weiter...

Voraussetzung für das Rentensplitting ist, dass beide Partner beantragen, dass die in der Ehezeit gemeinsam erworbenen Rentenansprüche zwischen ihnen aufgeteilt werden.

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Rentensplitting statt Hinterbliebenenrente

Im Fall der Einkommensanrechnung kann das Berechnungsverfahren bei der Hinterbliebenenrente zu einer ungerechten bzw. einer als ungerecht empfundenen Ungleichbehandlung zwischen den Ehepartnern führen. Weiter...

Rentner auf Bank am Neptunbrunnen in Berlin

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Fallzahlen und Ausgaben: Strukturen und Entwicklungstrends

Im Jahr 2014 waren fast 23 Prozent aller Rentenzahlungen solche für Renten wegen Todes. Weiter...

 

Mediathek

Die Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

In diesem Film erfahren Sie, wie Sie sich auf der Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung zurecht finden. Alle Inhalte des Films sind in Deutscher Gebärdensprache (DGS) übersetzt. Weiter... 

Dossier

Arbeitsmarktpolitik

Das Dossier stellt Grundlagen, Ziele, Akteure und Instrumente der Arbeitsmarktpolitik vor. Weiter... 

Dossier

Gesundheitspolitik

Dossier über die Grundlagen, Strukturen und Akteure der Gesundheitspolitik, der Gesundheitsversorgung und der Pflegeversicherung. Weiter... 

Die Netzdebatte

Rente

Glaubt man den Prognosen steht unser Rentensystem vor einem Problem: Wir werden immer älter, die Gesellschaft schrumpft und unsere Lebensläufe werden immer fragmentierter. Künftig müssen also verhältnismäßig wenige junge Menschen immer mehr alte mit Ihren Rentenbeiträgen finanzieren. Gleichzeitig zahlen viele immer unregelmäßiger in die Rentenkassen ein. Was bedeutet das für den Sozialstaat? Welche Reformen werden diskutiert? Ist die Rente noch zu retten? Weiter... 

Dossier

Demografischer Wandel

Zu- und Auswanderung, Geburtenrate, Sterblichkeit - die sind die drei zentralen Faktoren für die demografische Entwicklung. Der demografische Wandel wird unsere Gesellschaft spürbar verändern - ob auf Kommunal-, Landes- oder Bundesebene, im Bereich der Sozialversicherungen, der Arbeitswelt, der Infrastruktur oder der Familienpolitik. Das Dossier beleuchtet die wichtigsten Bereiche und skizziert den Stand der Debatte. Weiter...