Rentenpolitik

Höhe, Verteilung und Entwicklung der Renten

Die Bäume wachsen nicht in den Himmel: Nur 16,8 Prozent der Männer in den alten Bundesländern erhalten im Jahr 2014 eine Rente mit einem Zahlbetrag von mehr als 1.500 Euro. Bei den Frauen gibt es Renten in dieser Höhe sogar so gut wie gar nicht. Die Rentenstatistik weist hier gerade einmal 1,1 Prozent der westdeutschen Frauen aus.

Die individuellen Renten sind ein Spiegelbild der Erwerbsbiografien: Liegen − wie bei vielen Frauen üblich − nur wenige Erwerbs- und Versicherungsjahre vor und war das erzielte Einkommen gering, sind niedrige Renten die zwingende Folge.

Ein Schild mit der Aufschrift "Der Platz ist zur Zeit nicht besetzt" steht am 31. Juli 2007 an einem Schalter in den Beratungsräumen der Bundesagentur für Arbeit im Stadtteil Wedding in Berlin.

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Bestimmungsfaktoren für die Rentenhöhe

Auf die Rentenhöhe wirken individuelle Faktoren (Erwerbsbiografie, relative Beitragshöhe, Art der Rente) ebenso ein wie die Entwicklung des allgemeinen Lohnniveaus und Veränderungen im Rentenrecht (wie die Anrechnung von Ausbildungs- oder Kindererziehungszeiten).

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Zwei Frauen gehen am Montag (31.10.2011) im nordhessischen Reinhardswald bei Reinhardshagen (Landkreis Kassel) durch den Friedwald.

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Durchschnittliche Altersrenten, alte Bundesländer

Über die Höhe der Altersrenten wird in der Öffentlichkeit meist nur anhand von Durchschnitten diskutiert. Dabei unterscheiden sich die Durchschnittsrenten bereits erheblich, etwa nach Geschlecht und Rentenart.

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Senioren gehen in Augsburg durch die Innenstadt

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Rentenschichtung bei den Versichertenrenten, alte Bundesländer

Einen differenzierteren Einblick über die Höhe der Renten gewinnt man, wenn aufgeschlüsselt wird, wie sich die Zahlbeträge der einzelnen Renten in ihrer Höhe verteilen: Wie hoch ist der Anteil der Renten, die als Niedrigrenten – wie immer man solche abgrenzt − anzusehen sind? Welche Bedeutung haben recht hohe Renten bei den Rentenzahlbeträgen?

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Mitarbeiter der Johanniter verteilen am Samstag, 24. Dezember vor dem Hauptbahnhof in Frankfurt Lebensmittel und Bekleidung an Bedürftige und Wohnsitzlose.

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Niedrigrenten: Besonders betroffene Gruppen

Niedrige Renten werden dann zu einem sozialpolitischen Problem, wenn sie nicht durch hohe Alterseinkünfte aus anderen Sicherungssystemen ergänzt werden und/oder wenn die Gesamtversorgung durch den Haushaltskontext bzw. im Hinterbliebenenfall nicht durch die Zahlung von Hinterbliebenenrenten gewährleistet wird. Ist dies nicht oder nur sehr begrenzt der Fall, führen Niedrigrenten zu einem Armutsrisiko.

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Frau bei der Handarbeit

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Versichertenrenten von Frauen

Die Höhe der Renten in Deutschland ist sehr stark äquivalent zu den Einkommen während des Erwerbslebens. Die Folge für Frauen ist, dass ihre geringere Erwerbsbeteiligung und ihr geringeres Einkommen zu niedrigeren Renten als bei Männern führen.

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Geldbörse

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Renten bei verminderter Erwerbsfähigkeit

Wenn von niedrigen Versichertenrenten die Rede ist, dann müssen vor allem die Erwerbsminderungsrenten ins Blickfeld genommen werden.

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Die Witwenrente wird noch für viele Jahre ein ganz wesentliches Element der Einkommenssicherung älterer Frauen bleiben.

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Renten für Hinterbliebene

Wenn von Hinterbliebenenrenten gesprochen wird, so handelt es sich dabei weit überwiegend um Renten an Witwen. Aufgrund ihres abgeleiteten Charakters sind Witwenrenten letztlich immer ein Spiegelbild der Verteilungsverhältnisse der originären Männerrenten, allerdings auf einem deutlich abgesenkten Niveau.

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Alte Frau im Park

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Kumulation von Versichertenrenten und Hinterbliebenenrenten

Die Armutsrisikoquote ist in Deutschland bei Frauen ab 65 Jahren, vor allem wenn sie alleinstehend sind, deutlich höher als bei Männern.

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Verkäuferin in einem Laden in Baden-Württemberg.

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Unterschiede bei den Durchschnittsrenten nach Bundesländern

Der aktuelle Rentenwert als ein Bestandteil der Rentenformel unterscheidet sich zwischen den alten und neuen Bundesländern, aber nicht innerhalb der alten und der neuen Bundesländer. Dennoch zeigen sich signifikante Abweichungen in der durchschnittlichen Höhe der Renten, wenn zwischen Bundesländern und Regierungsbezirken unterschieden wird. Erfasst werden bei dieser Berechnung alle Renten, neben den Versichertenrenten also auch die Hinterbliebenenrenten.

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Die Zukunft des Generationenvertrags

Die Zukunft des Generationenvertrags

Wie können langfristig ein angemessenes Rentenniveau, eine tragbare Beitragsbelastung der Arbeitseinkommen und ein Schutz vor Altersarmut gesichert werden? Ebert fordert eine Reform des Rentensystems, bei der die Finanzierungsbasis verbreitert und die solidarische Umverteilung gestärkt wird.Weiter...

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Die Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

In diesem Film erfahren Sie, wie Sie sich auf der Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung zurecht finden. Alle Inhalte des Films sind in Deutscher Gebärdensprache (DGS) übersetzt.

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