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Rentenpolitik

Alterssicherung und Bevölkerungsentwicklung: Sind die Renten noch zu finanzieren?

Quellentext

Zukunft der Sozialen Sicherungssysteme

"Die Zukunft der Sozialen Sicherungssysteme hängt maßgeblich von der demografischen und ökonomischen Entwicklung ab. Vor allem die zunehmende Alterung wirft Probleme bei der Finanzierung der umlagefinanzierten Sozialen Sicherungssysteme auf: Immer weniger Jüngere müssen die Leistungen für immer mehr Ältere aufbringen"

Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung 2003, S. 51.


Mit dieser Aussage aus dem Bericht der so genannten "Rürup-Kommission" aus dem Jahr 2003 sind einige der gängigen Grundthesen über den Zusammenhang zwischen demografischen Veränderungen und dem System der Alterssicherung skizziert. Danach

  • spielt der demografische Wandel, speziell die Alterung der Bevölkerung, eine zentrale Rolle für die Finanzierungsperspektiven der Gesetzlichen Rentenversicherung,
  • trifft dies angeblich auf umlagefinanzierte Systeme in besonderem Maß zu und
  • verletzt dies die Generationengerechtigkeit und führt mit zu einem Verteilungskonflikt zwischen Jungen und Alten.
Diese Argumentation ist eingängig und findet in der alltagsweltlichen Aussage, "dass künftig immer weniger Junge immer mehr Alte schultern müssen" ihr Pendant. Weil diese eingängige Formel von der wachsenden Zahl Älterer, die den Jungen "auf den Schultern sitzen" so verbreitet ist, wird sie auch von der Politik gerne als Begründung für die vorgebliche Unumgänglichkeit, für Sachzwänge gebraucht, die Reform-, d. h. meist Kürzungsmaßnahmen, alternativlos erscheinen lassen sollen. Dieser Abschnitt soll aufzeigen, dass die Zusammenhänge komplexer sind und viele offene Fragen bzw. Prognoseunsicherheiten bestehen. Deutlich wird auch, dass nicht nur die umlagefinanzierte gesetzliche Rente vom demografischen Wandel betroffen ist.

Ein Baby liegt im Bett und schläft.

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Bestimmungsfaktoren und Folgen des demografischer Wandels

Deutschland altert: Die Geburtenrate liegt seit langem auf einem anhaltend niedrigen Niveau. Die Lebenserwartung steigt an. Die Relationen zwischen den Altersgruppen in der Bevölkerung verschieben sich. Auf der anderen Seite kommt es durch die Zuwanderung zu einer demografischen Entlastung. Weiter...

Pendler im Bahnhof

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Demografie und Ökonomie

Die Finanzierbarkeit der Alterssicherungssysteme ist nicht nur eine Frage demografischer Strukturen und Trends. Es kommt entscheidend auf die ökonomischen Rahmenbedingungen an, wie vor allem auf die Entwicklung von Arbeitsmarkt und Einkommensverteilung. Weiter...

Älteres Paar

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Leben die Alten auf Kosten der Jungen – ein drohender Generationenkonflikt?

Wird die ins Erwerbsleben nachrückende jüngere Generation in Zukunft überlastet, weil die Älteren einen immer größeren Anteil vom gesamtwirtschaftlichen Einkommen verlangen und kommt es dadurch zu einem "Generationenkonflikt"? Oder wird nur Angst geschürt, um die Legitimation der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) zu untergraben. Weiter...

 

Mediathek

Die Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

In diesem Film erfahren Sie, wie Sie sich auf der Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung zurecht finden. Alle Inhalte des Films sind in Deutscher Gebärdensprache (DGS) übersetzt. Weiter... 

Dossier

Arbeitsmarktpolitik

Das Dossier stellt Grundlagen, Ziele, Akteure und Instrumente der Arbeitsmarktpolitik vor. Weiter... 

Dossier

Gesundheitspolitik

Dossier über die Grundlagen, Strukturen und Akteure der Gesundheitspolitik, der Gesundheitsversorgung und der Pflegeversicherung. Weiter... 

Die Netzdebatte

Rente

Glaubt man den Prognosen steht unser Rentensystem vor einem Problem: Wir werden immer älter, die Gesellschaft schrumpft und unsere Lebensläufe werden immer fragmentierter. Künftig müssen also verhältnismäßig wenige junge Menschen immer mehr alte mit Ihren Rentenbeiträgen finanzieren. Gleichzeitig zahlen viele immer unregelmäßiger in die Rentenkassen ein. Was bedeutet das für den Sozialstaat? Welche Reformen werden diskutiert? Ist die Rente noch zu retten? Weiter... 

Dossier

Demografischer Wandel

Zu- und Auswanderung, Geburtenrate, Sterblichkeit - die sind die drei zentralen Faktoren für die demografische Entwicklung. Der demografische Wandel wird unsere Gesellschaft spürbar verändern - ob auf Kommunal-, Landes- oder Bundesebene, im Bereich der Sozialversicherungen, der Arbeitswelt, der Infrastruktur oder der Familienpolitik. Das Dossier beleuchtet die wichtigsten Bereiche und skizziert den Stand der Debatte. Weiter...