Rentenpolitik

Ausbau der Alterssicherung von Frauen

Die Zahl der Frauen, die überhaupt keine eigenen Versichertenrenten beziehen, ist aufgrund ihrer stark gestiegenen Erwerbsbeteiligung einerseits und der rentenbegründenden Anrechnung von Kindererziehungs- und Pflegezeiten andererseits sehr gering geworden. Es bleibt aber das Problem ihrer gegenüber den Männern im Durchschnitt deutlich niedrigeren Renten. Bei verheirateten Frauen kommt es durch den Haushaltszusammenhang zwar zu einem Ausgleich und bei verwitweten Frauen wird die eigene Rente durch die Witwenrente ergänzt, aber auch in diesen Fällen erreicht das (gemeinsame) Versorgungsniveau durch die gesetzlichen Renten nur dann ein ausreichendes Maß, wenn die Renten bzw. Rentenanwartschaften der Männer hoch sind.

Deshalb stellt sich die Frage, wie in Zukunft erreicht werden kann, dass die eigenständigen Altersrenten von Frauen in ihrer Höhe und Bedeutung zunehmen. Die Erwartung, dass dies aufgrund der veränderten Erwerbsbeteiligung schon bald der Fall sein werde, trügt allerdings. In den Jahren zwischen 1995 und 2014 haben sich (in den alten Bundesländern) weder die durchschnittlichen Versicherungsjahre noch die durchschnittlichen Entgeltpunkte von Frauen nach oben entwickelt.

Weinbergschnecke

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Ein Blick in die Zukunft: Der Fortschritt als Schnecke

Aufgrund der zunehmenden Erwerbsintegration von Frauen sinkt der Abstand zwischen den durchschnittlichen Versichertenrenten von Männern und Frauen. Wegen der anhaltenden Entlohnungsunterschiede und dem steigenden Teilzeitanteil ist das aber ein sehr langsamer Prozess.

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Eine Frau läuft durch die Kieler Innenstadt im Regen.

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Auswirkungen des Paradigmenwechsels in der Alterssicherung auf Frauenrenten

Die Erhöhung der Regelaltersgrenze und die partielle Verlagerung der Alterssicherung auf die zweite und dritte Säule treffen Frauen − relativ gesehen − stärker als Männer.

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An einer Tafel hängen in Berlin im Gebäude der Bundesagentur für Arbeit offene Stellenangebote.

Gerhard Bäcker, Ernst Kistler

Höhere eigenständige Renten von Frauen

Die Überwindung der Einkommensunterschiede zwischen älteren Frauen und Männern setzt voraus, dass Frauen höhere eigenständige Alterssicherungsansprüche erwerben. Dies erfordert eine Zurückdrängung des Modells der Versorgerehe, die Möglichkeit einer gleichberechtigten Arbeitsmarktteilhabe sowie eine Stärkung des Sozialausgleichs in der Rentenversicherung.

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Die Zukunft des Generationenvertrags

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Wie können langfristig ein angemessenes Rentenniveau, eine tragbare Beitragsbelastung der Arbeitseinkommen und ein Schutz vor Altersarmut gesichert werden? Ebert fordert eine Reform des Rentensystems, bei der die Finanzierungsbasis verbreitert und die solidarische Umverteilung gestärkt wird.Weiter...

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Die Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

In diesem Film erfahren Sie, wie Sie sich auf der Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung zurecht finden. Alle Inhalte des Films sind in Deutscher Gebärdensprache (DGS) übersetzt.

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Zu- und Auswanderung, Geburtenrate, Sterblichkeit - die sind die drei zentralen Faktoren für die demografische Entwicklung. Der demografische Wandel wird unsere Gesellschaft spürbar verändern - ob auf Kommunal-, Landes- oder Bundesebene, im Bereich der Sozialversicherungen, der Arbeitswelt, der Infrastruktur oder der Familienpolitik. Das Dossier beleuchtet die wichtigsten Bereiche und skizziert den Stand der Debatte.

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