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9.7.2018 | Von:
Susanne Heeg

Ökonomie der Städte

Zum Verhältnis von wirtschaftlichem Strukturwandel und Stadtentwicklung

Städte in Deutschland unterliegen einem Strukturwandel. Susanne Heeg analysiert deren ökonomische und wirtschaftspolitische Entwicklung seit dem Zweiten Weltkrieg.

(@ Meike Fischer)(@ Meike Fischer)

Einleitung

Seit dem Zweiten Weltkrieg haben Städte in Deutschland mehrere Metamorphosen er- und durchlebt. Im Verlauf von mehr als 60 Jahren gab es sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland Zeiten, in denen Städte für Wachstum und Prosperität standen und Zeiten, in denen sie als problembehaftete Orte wahrgenommen wurden. Damit ging eine unterschiedliche Thematisierung ihrer Entwicklung sowie der wirtschaftlichen Auf- und Abschwünge einher.

In Westdeutschland vor der Wiedervereinigung und erst recht danach unterliegen Städte entweder einer Stilisierung als dynamische und innovative Treiber oder als notleidende Einheiten. In der DDR folgte die Diskussion der Stadtentwicklung einer anderen Logik. Ziel war vorrangig, die kapitalistisch geprägte Raumentwicklung, die sich in einem Gegensatz zwischen Stadt und Land sowie in einer Unterentwicklung des Landes ausdrücke, zu überwinden. Nach der Wiedervereinigung unterlagen ostdeutsche Städte einer Interpretation, wonach eine nachholende Entwicklung erfolgen müsse. Im Vergleich zu westdeutschen Städten wurde auf das fehlende ökonomische Potenzial verwiesen.

Im folgenden Beitrag soll idealtypisch der ökonomische und wirtschaftspolitische Entwicklungsverlauf von Städten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg nachgezeichnet werden. „Idealtypisch“ bedeutet, dass ungeachtet der konkreten Entwicklungslinien und zeitlichen Verläufe einzelner Städte versucht wird, städtische bzw. räumliche Entwicklungsmodi zu fassen. Dazu wird auf die sich ergänzenden, widersprüchlichen und brüchigen Verhältnisse von Politik und Ökonomie in Städten Bezug genommen, die ökonomische Stadträume bzw. Städte gestaltet und gemacht haben.

Städte in der Raumordnung und Regionalpolitik bis Mitte/Ende der 1960er Jahre

Obwohl Städte in der unmittelbaren Nachkriegszeit von Kriegszerstörungen gezeichnet waren, entwickelten sich insbesondere die größeren Städte zu Wachstumsmotoren des Wiederaufbaus. Dies gilt für West- wie für Ostdeutschland. Allerdings war das west- und ostdeutsche Verständnis über einen notwendigen oder gar logischen ökonomischen Entwicklungsverlauf von Städten bis 1989 unterschiedlich ausgeprägt. Im Ergebnis sind jedoch überraschende Parallelitäten festzustellen. In beiden Teilen Deutschlands ging man schon bald nach Kriegsende davon aus, dass zugunsten einer positiven Gesamtentwicklung sowohl das Bevölkerungs- als auch das Wirtschaftswachstum umverteilt werden müsse.

In der DDR bestimmten staatliches Bodeneigentum und zentralstaatliche Planung die räumliche Entwicklung. Auf planwirtschaftlicher Grundlage konnte man direktive Vorgaben zum Standortgefüge und -aufbau machen. In der Bundesrepublik hingegen war das auf Basis des Konzepts der „sozialen Marktwirtschaft“ nicht möglich. Dort bestand und besteht aufgrund der grundgesetzlich festgelegten freien Verfügungsbefugnis über Eigentum der wichtigste Ansatz zur Gestaltung von Raumstrukturen in der Kopplung von Fördergeldern und raumordnungspolitischen Leitbildern.

Raumordnung und Regionalpolitik in der Bundesrepublik Deutschland

In Westdeutschland wurde das Leitbild der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse bis in die 1980er Jahre kaum hinterfragt. Ziel war es, auch in peripheren bzw. gering entwickelten Teilräumen die Daseinsvorsorge zu sichern. Dafür sollte in ökonomischer, sozialer und gesellschaftlicher Hinsicht ein Anschluss an weit entwickelte Regionen hergestellt werden. Dies bedeutete, dass Mittel- und Kleinstädte, unterstützt durch regionalpolitische Maßnahmen, zu Industriestandorten mit einem entsprechenden Arbeitsplatzangebot ausgebaut werden sollten, um in akzeptabler Entfernung zu Wohnstandorten Arbeitsplätze entstehen zu lassen. Weiterhin sollte auch die soziale Infrastruktur (Bildung, Gesundheit, Sport etc.) zur Verfügung stehen. Neben dem politisch-normativen Hintergrund der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse bestand ein ebenso wichtiger Anlass für die Verfolgung dieses Leitbilds darin, boomende westdeutsche Verdichtungsräume – vor allem um München, Stuttgart, Ludwigshafen, Mannheim, Heidelberg, Frankfurt am Main, Bremen, Hamburg und die Ruhrgebietsstädte – zu entlasten[1].

Das Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum in den stark industrialisierten Stadtregionen schuf in den verschiedensten Bereichen (wie auf dem Wohnungsmarkt und im Infrastrukturausbau) Probleme. Diesen Herausforderungen wurde mit einem Anreiz zur Verlagerung begegnet. Tatsächlich gelang dies auch in Ansätzen und zu einer bestimmten Zeit. Im Raumordnungsbericht (ROB) von 1968 wird berichtet, dass es mit Hilfe von finanzieller Unterstützung und Infrastrukturausbau zu Verdichtungsprozessen an zentralen Orten in peripheren Räumen gekommen sei (ROB 1968). Dieser Prozess basierte auf dem Arbeitskräftemangel in den 1960er Jahren. Er veranlasste Unternehmen dazu, Erweiterungen oder Neugründungen bzw. Verlagerungen jenseits der üblichen Stadtregionen vorzunehmen.

Der Hintergrund für diese Entwicklung ist die Durchsetzung von Formen der sogenannten fordistischen Massenproduktion[2]. Die Fließbandfertigung standardisierter Güter trug zu einer Entqualifizierung der Arbeit bei und ermöglichte so die Verlagerung von Teilen der Produktion (bzw. von Teilen der „Jedermannsarbeit“) in Städte bzw. Regionen mit einem günstigeren Profil (hinsichtlich Arbeitskosten, Grundstückskosten etc.). Entsprechende Städte befanden sich vor allem im innerdeutschen Grenzgebiet und in ländlich strukturierten Regionen Süd- und Norddeutschlands. Möglich wurde diese ökonomische Entwicklung peripherer Städte durch eine bis dahin beispiellose Ausdehnung von Marktmöglichkeiten im Zuge einer allmählichen Durchsetzung eines stabilen und offenen westeuropäischen Marktes und durch den Ausbau des Wohlfahrtsstaates. Er garantierte den Bürgern auch dann ein Einkommen und damit Nachfragewirksamkeit, wenn aufgrund von Arbeitslosigkeit, Alter oder Erwerbsunfähigkeit ein Einkommen auf der Basis von Lohnarbeit entfiel.

Raumordnung und Regionalpolitik in der DDR

Auch in der DDR wurde eine Planungspolitik verfolgt, die auf Ausgleich zielte. Allerdings wurde hierbei ein grundlegender politischer Anspruch verfolgt. Er zielte zum einen auf den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft, zum anderen auf die Aufhebung des Gegensatzes zwischen Stadt und Land. Der Gegensatz wurde als ein Resultat der kapitalistischen Produktionsweise gesehen und mit dem Privateigentum an Produktionsmitteln (und Boden) in Verbindung gebracht. Die Annahme war, dass die kleinbäuerliche Wirtschaftsweise auf begrenzten Flächen eine unrationelle Produktionsform konserviere und eine industrielle sowie gesellschaftliche Modernisierung damit verunmögliche. Während also das Land mit wirtschaftlicher Rückständigkeit gleichgesetzt wurde, wurden Industriestädte mit Modernität und Fortschritt in Verbindung gebracht. Grundsätzlich war die räumliche und soziale Entwicklung durch Technikgläubigkeit geprägt.

Wissenschaftlich-technischer Fortschritt wurde zur Grundbedingung erklärt, mit der sozial und ökonomisch ausgleichende Raumstrukturen realisiert werden sollten[3]. Die Industrie wurde zur zentralen Säule beim Aufbau des Sozialismus stilisiert, indem sie zur Basis für eine fortschrittliche Gesamtentwicklung gemacht wurde[4]. In stadtentwicklungspolitischer Hinsicht bedeutete dies, dass zum einen das bestehende Städtesystem vor allem im heutigen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in ökonomischer Hinsicht eher nachrangig behandelt wurde, zum anderen neue Städte geplant wurden.
  1. Bestehendes Städtesystem:
  2. Bestehende ökonomische Schwerpunkte in Städten, die – wie in Leipzig, Dresden, Erfurt, Gera etc. – noch aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg bestanden, wurden nicht infrage gestellt. Allerdings wurden die Betriebe Restrukturierungen unterzogen, die auf die Herstellung größerer Einheiten zielten. So wurde versucht, die Voraussetzung für eine höhere Produktivität zu schaffen. Diese Strategie galt sowohl in größeren als auch in kleineren Städten. In kleineren Städten, d.h. auf dem Land, wurde auch versucht, große Betriebsstrukturen zu schaffen, so etwa im Bereich der Lebensmittelproduktion.

    Festzuhalten ist zudem, dass sich in den ostdeutschen Städten ab 1950 bis Ende 1989 die Bedingungen der Stadtentwicklung verändert hatten. Anders als in Westdeutschland war es nicht das vorrangige Ziel, für ökonomische Aktivitäten wie Handel und Gewerbe Raum zu sichern. Vielmehr wurde versucht, das Stadtzentrum als Ort der Kommunikation hervorzuheben. Zu diesem Zweck wurden Gebäude der Bildung, der Kultur, der Tagungen und Kongresse in den Zentren errichtet. Wo es von den Flächen her möglich war, wurden große Plätze und Schneisen von einer Bebauung freigehalten und für Aufmärsche, Paraden und Kundgebungen genutzt.

  3. Neue Städte:
    In stadtökonomischer Hinsicht ist weiterhin von Bedeutung, dass neue Städte auf dem Reißbrett entstanden. So sollten zum einen eine gleichmäßigere Raumentwicklung realisiert und zum anderen solche Industrien aufgebaut werden, die mit der deutschen Teilung verloren gegangen waren. Dieser Aufbau beinhaltete die Entwicklung monoindustrieller Strukturen. Beispiele hierfür sind Schwedt auf der Basis der Petrochemie, Hoyerswerda mit der Braunkohleveredelung, Guben mit dem Chemiefaserkombinat und Eisenhüttenstadt für die Stahlproduktion. Rund um diese Industrien wurden Städte aus dem Boden gestampft. Aber auch die Küstenstädte an der Ostsee erlebten einen Aufbau von Schiffswerften, um auf diesem Gebiet wirtschaftliche Eigenständigkeit gegenüber dem Westen zu erlangen. Ziel war es, Entwicklungszentren und Wachstumspole zu schaffen[5].

In dieser Phase, die bis Mitte der 1960er Jahre dauerte, leitete räumliche Planung die Wirtschaftsplanung und Stadtentwicklung nicht nur an, sondern strukturierte sie. In diesem Denken waren bestehende stadtökonomische Zusammenhänge vor allem in der südlichen Hälfte der DDR nicht prioritär. Im Vordergrund stand dagegen die Absicht, disparitären Raumstrukturen – also der räumlich ungleichen Verteilung etwa von wichtigen Infrastruktureinrichtungen, aber auch grundsätzlicher der sozio-ökonomischen Verhältnisse – auf Basis einer Industrialisierung der Landwirtschaft sowie dem Aufbau neuer Städte abzuhelfen. Wirtschaftliche Konzepte der Standardisierung, der technischen Modernisierung und der streng arbeitsteiligen Organisation des Produktionsprozesses wurden dafür auch auf kleinere Städte übertragen.

Städte als notleidende Einheiten und als Produktivitätsbringer

Erstaunlicherweise änderte sich in beiden deutschen Staaten rasch die Art und Weise, wie Städte thematisiert wurden. Während in Westdeutschland in den 1970er Jahren ein Diskurs über notleidende Städte einsetzte, besann man sich in Ostdeutschland in den 1960er Jahren auf die Agglomerationsvorteile von Städten (also auf die Vorteile, die sich aus einer räumlichen Konzentration von Bevölkerung, Betrieben, Infrastrukturen etc. ergeben).

Städte in der Bundesrepublik Deutschland

In Westdeutschland lässt sich seit den 1970er und 1980er Jahren eine verstärkte Thematisierung von Prozessen der Deindustrialisierung und ihren Folgen beobachten[6]. Hervorgehoben wurde vor allem der räumlich selektive Charakter wirtschaftlicher Restrukturierungsprozesse. Demnach betraf die wirtschaftliche Krise, die sich in Produktionsreorganisation, Beschäftigungsabbau, Firmenschließungen und Desinvestitionen in die gebaute Umwelt ausdrückte, vor allem altindustrialisierte Städte. In diesen Städten dominierte mit Bergbau, Werft-, Eisen- und Stahlindustrie häufig eine spezifische Branchenstruktur, mit der der nun einsetzende Wandel ursächlich in Verbindung gebracht wurde.

Im weltweiten Wettbewerb erwiesen sich diese Industrien nicht mehr als wettbewerbsfähig und unterlagen in der Folge einem weitreichenden Umbau. Abnehmende wirtschaftliche Wachstumsraten und eine steigende Arbeitslosigkeit waren folglich nicht mehr nur wie bisher in strukturschwachen, ländlichen Regionen zu finden, sondern auch in altindustriell geprägten Stadtregionen[7]. Ein Beispiel hierfür ist das Ruhrgebiet, das sich von seinen Ursprüngen als Motor der deutschen Wirtschaft bis in die 1970er Jahre zur deutschen Problemregion entwickelte. Wurde noch in der Nachkriegszeit die Dynamik und Geschäftigkeit des Ruhrgebietes betont, so dominierte spätestens ab den 1980er Jahren ein Bild des Ruhrgebiets als ein abgehängtes, wirtschaftlich niedergehendes Gebiet[8].

Diese Situation betraf aber nicht nur alte Industrie- und Montanstädte. Vielmehr zeigte sich im Verlauf der 1980er Jahre, dass sich in vielen wirtschaftlichen Zentren krisenhafte Entwicklungen bemerkbar machten, die mit dem Ende des fordistischen Entwicklungspfades in Verbindung stehen. Wirtschaftliche Restrukturierungen bedeuteten tatsächlich ein Abschmelzen großer Teile der Industrie[9]. Im Zuge dessen wurde die Diskussion um Stadt-Land-Disparitäten (Ungleichheiten) abgelöst von der Diskussion um Disparitäten zwischen den altindustrialisierten Städten und jenen Städten, in denen das Dienstleistungsgewerbe und innovative Produktionsprozesse den Ton angaben.

Diese Entwicklungen konnten auch an der gebauten Umwelt der Städte abgelesen werden: Während in den boomenden Städten neue Gewerbegebiete und Bürostädte entstanden, bedeutete Deindustrialisierung in den altindustrialisierten Städten brachliegende Industrieareale, Verlust von Arbeitsplätzen, Abwanderung von Bevölkerung und niedergehende Innenstädte. Infolge dieser Entwicklungen erweiterte sich das Verständnis von Städten als Wachstumsmaschinen um das von Städten als notleidende Orte.

Städte in der DDR

Mit der Verabschiedung des „Neuen Ökonomischen Systems der Planung und Leitung der Volkswirtschaft“ (NÖSPL) im Jahr 1963 wurde eine Reformierung des Wirtschaftssystems unternommen, um eine aufgekommene Unzufriedenheit zu befrieden. NÖSPL sah die Möglichkeit von Gewinnerwirtschaftung vor, indem einerseits Betriebe dazu angeregt werden sollten, selbständige Investitionsentscheidungen zu treffen. Andererseits sollten Arbeitnehmer mit leistungsabhängigen Löhnen und Prämien motiviert werden. Hinsichtlich der Raum- und Stadtentwicklung hatte diese Umorientierung weitreichende Konsequenzen.

Das grundlegende Ziel von NÖSPL war, die Produktivität der Industrie zu erhöhen. Dazu wurden zum einen neue Leitbilder formuliert, so etwa Spezialisierung (Verringerung des Erzeugnissortiments und/oder Vereinheitlichung der technologischen Verfahren), Konzentration (Vergrößerung der Betriebseinheiten) und Kooperation/Kombination (Vernetzung zwischen Betrieben und Reintegration des arbeitsteiligen Produktionsprozesses)[10]. Zum anderen sollten neue Investitionsvorhaben eine bereits vorhandene, vorherrschende Produktionsstruktur verstärken, um damit die großräumige Arbeitsteilung und Spezialisierung zu fördern. Ein Beispiel hierfür ist der Ausbau des Leunawerkes II im Bezirk Halle. Die ohnehin schon hohe Spezialisierung des Bezirks auf die chemische Industrie wurde damit verstärkt. Ingeborg Tömmel analysiert diese Zielsetzung als einen Aufruf, sich räumlich auf Städte zu konzentrieren:

Quellentext

Konzentration auf Städte

Während die Konzentration der Produktion mit der Tendenz zur stetigen Vergrößerung der Produktionsmaßstäbe allein schon ein steigendes Mindestmaß an Standortgröße erfordert bzw. selbst schafft, gilt dies in weit höherem Maße für die Spezialisierung und ihre notwendigen Folgen, die Kooperation und Kombination; denn hier ist die räumliche Nähe vieler verschiedener Betriebe bereits vorausgesetzt. Umgekehrt führen Konzentration und Spezialisierung zu einer Verringerung der Streuung der Standorte eines Produktionszweiges, und, verstärkt in Verbindung mit der Kooperation und Kombination, zu regionalen Entleerungsprozessen.

Quelle: Ingeborg Tömmel, 1981
Die Entwicklung von ökonomischen Ballungsräumen wird hier – anders als in der Phase zuvor – nicht als problematisch oder als Nebeneffekt gesehen, sondern ist explizit gewollt. Der Erfolg, durch die Nutzung von städtischen Agglomerationsvorteilen eine höhere Effizienz zu erreichen, wurde jedoch bestritten[11]. Unbestritten aber ist, dass es eine starke Wanderung der Bevölkerung in die städtischen Industriezentren gab[12].

Stadtentwicklung nach der Wende

Nach der Wende erlebten die sehr großen deutschen Städte einen Bedeutungsgewinn. Zunächst änderten sich aber die Bedingungen der Stadtentwicklung in West- und Ostdeutschland. Ostdeutsche Städte erlebten eine weitreichende Deindustrialisierung sowie eine Verschiebung der Paradigmen und Logiken der Entwicklung. Sie waren nun auch dem Städtewettbewerb ausgesetzt; zum Referenzrahmen der Stadtentwicklung wurden erfolgreiche westdeutsche Städte. Westdeutsche Städte in Nähe der deutsch-deutschen Grenze profitierten von der Wiedervereinigung, denn der Nachfrageboom bedeutete in den Anfangsjahren Wachstumschancen für lokale Unternehmen.

Stadtentwicklung in Westdeutschland

In der Zeit hoher Arbeitslosigkeit und großer Beschäftigungsverluste im verarbeitenden Gewerbe bestand der einzige Hoffnungsschimmer im Dienstleistungssektor. Denn die wenigen Bereiche, in denen die Beschäftigung sowohl im nationalen als auch im städtischen Rahmen wuchs, waren die Bereiche der unternehmens- sowie haushaltsorientierten Dienstleistungen[13]. Andere Autoren[14] ergänzten die Beobachtungen mit einer Analyse von Veränderungen in der Organisation von Unternehmen. Demnach stellten eine zunehmende wirtschaftliche Konkurrenz, ein Rückgang der Nachfrage nach Massengütern und eine Fragmentierung des Marktes die fordistische Massenproduktion in Frage. In dieser Situation sahen sich Unternehmen gezwungen, die Produktionsprozesse zu reorganisieren und/oder sich wirtschaftlich zu globalisieren.

Beide Entwicklungen – Reorganisation und Globalisierung – bewirkten gestiegene Anforderungen an die Organisation des Produktionsprozesses, der Unternehmensstrukturen und der Wertschöpfungskette. Der daraus resultierende Bedarf nach strategischem Wissen schlug sich im Zuge wirtschaftlicher Ausdifferenzierungen in einer Zunahme von unternehmensorientierten Dienstleistungsunternehmen und -beschäftigten in Bereichen wie Finanz-, Rechts- und Sicherheitsdienstleistungen, Werbung, Design, Wirtschaftsprüfung, Logistik und Consulting nieder[15]. Die Beschäftigung und Unternehmen wiesen dabei eine spezifische städtische bzw. großstädtische Standortstruktur auf.

Es gibt noch eine weitere Veränderung, die zu einem Bedeutungsgewinn von großen Städten beitrug. Nach Jahren des Wachstums des Dienstleistungssektors in den 1980/90er lahmte dieser Bereich seit der Jahrtausendwende. In diesem Zusammenhang erhielt mit der Kulturwirtschaft eine neue Branche gestiegene Aufmerksamkeit. Sie fristete bis in die 1990er Jahre hinein eher ein Randdasein, da sie hinsichtlich ihres Beitrags zur Beschäftigungsentwicklung und Produktivität als unbedeutend eingeschätzt wurde. Ende der 1990er Jahre jedoch wurde in einzelnen Analysen begonnen, auf die Bedeutung der Branche als Bedeutungs- und Zeichenproduzent für die Stadtentwickler hinzuweisen[16]. Demnach erhalten in Zeiten zunehmender Konkurrenz und umkämpfter Märkte jene Tätigkeiten und Wirtschaftsbereiche Aufmerksamkeit, die dazu beitragen, Produkten einen neuen Stellenwert auf dem Markt zu geben.

Nach Scott[17] sind diese Tätigkeiten seit den 1990er Jahren expandiert, da auf begrenzten Märkten härter um verfügbare Einkommen und Aufmerksamkeit gekämpft wird. Im Rahmen dieser Entwicklungen lässt sich eine veränderte Bewertung von innerstädtischen Vierteln, Flächen und Branchen erkennen. Was zuvor als Subkultur bezeichnet wurde – nämlich Teile der Musikkultur, der politischen Kunst und der kulturellen Szene in ehemals marginalen Räumen –, wurde im Zuge der Diskussion um Kulturökonomie zu einem städtischen Standortvorteil. Als Zukunftsbranchen gehandelte Kultur- und Medienbereiche boomen gerade in jenen Stadtteilen, die kurz zuvor noch als Orte migrantischer Parallelgesellschaften wahrgenommen wurden[18]. Tatsächlich entstanden in vielen deutschen Städten in innerstädtischen Lagen Möglichkeitsräume im Schatten von Deindustrialisierung und Suburbanisierung, die aufgrund ihrer marginalen Position Räume zur Entfaltung im städtischen Gefüge boten.

Mit der Entfaltung und Verwertung kulturindustrieller Branchen wurden aus peripheren und peripherisierten städtischen Räumen wieder zentrale Räume. Mit der Entdeckung des hohen Wertes der Kulturwirtschaft für die Stadtökonomie gelangten innerstädtische Räume wieder in den Verwertungskreislauf. Zwischenzeitlich hat dies dazu geführt, dass Wohn- und Gewerberaum (insbesondere für junge Kreative) wieder knapp wird.

Stadtentwicklung in Ostdeutschland

Die vormals staatseigenen Unternehmen der DDR waren mit der Wiedervereinigung einem nationalen und internationalen Wettbewerb ausgesetzt, den sie nicht gewinnen konnten. Die Produktivität Ostdeutschlands wurde kurz nach der Wende auf allenfalls 40 Prozent der westdeutschen geschätzt. Ostdeutschen Unternehmen blieb jedoch aufgrund der Währungsunion und der Privatisierungspolitik keine Gelegenheit, schnell an westdeutsche Bedingungen aufzuschließen. Das Ziel einer raschen Anpassung an westdeutsche Produktionsorganisationen wurde mit einer Privatisierung der ostdeutschen Unternehmen zugunsten vor allem westdeutscher Investoren versucht[19]. Die Ergebnisse waren katastrophal: Unternehmen wurden entweder geschlossen, massiv zusammengeschrumpft oder überlebten nur noch begrenzte Zeit[20]. Die Folgen davon waren eine weitreichende Deindustrialisierung von Stadt und Land sowie die Abwanderung der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter[21]. Während in Westdeutschland mit Hilfe eines technologischen Wandels ein Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft gelang, so war in Ostdeutschland der radikale Privatisierungsprozess eine wichtige Ursache für die Deindustrialisierung.

Anfang des neuen Jahrtausends galt, dass sich die ostdeutschen Städte in wirtschaftlicher Hinsicht zunächst in relativem Gleichklang entwickelt haben. Dieser Gleichklang war jedoch nicht positiv: Schrumpfen – in ökonomischer wie in demographischer Hinsicht – war bis Anfang des neuen Jahrtausends ein Phänomen fast ausnahmslos aller ostdeutschen Städte. Besonders betroffen waren die vormaligen industriellen Werkstädte wie Schwedt, Guben, Eisenhüttenstadt usw.[22] Allenfalls das suburbane Umland größerer Städte zeigte auf geringem Niveau positive Beschäftigungseffekte und Unternehmensgründungen[23]. Im Gefolge dessen verfestigte sich das Bild von ostdeutschen Städten als generell schrumpfenden Städten mit weitreichenden Konsequenzen in städtebaulicher, sozialer und auch in wirtschaftlicher Hinsicht.

In den letzten Jahren haben sich aber auch die ostdeutschen Städte zunehmend unterschiedlich entwickelt. Damit erfolgte eine Angleichung an westdeutsche Raummuster, die von prosperierenden Großstädten, häufig weniger dynamischen Mittelstädten und eher entwicklungsschwachen ländlichen Regionen geprägt sind. Insbesondere Leipzig und Berlin werden zunehmend als junge, kreative Städte verstanden, in denen sich eine dynamische Kreativwirtschaft etabliert[24]. Erstaunlicherweise handelt es sich bei Leipzig um eine Stadt, die so viele Einwohner verlor, dass um die Jahrtausendwende Häuserbestand in der inneren Stadt abgerissen wurde, um Leerstand und baufällige Gebäude zu beseitigen. In Reaktion darauf wurden neue Raumbilder geprägt: es gelang, das Bild von Baulücken mit dem Begriff der „perforierten Stadt“ positiv neu zu besetzen. Der Begriff steht demnach weniger für unproduktiven Leerstand als vielmehr für neue Möglichkeitsräume, etabliert durch gezielten Abriss und Wiederbegrünung[25]. Inzwischen gehört auch Leipzig zu den Städten, die stark steigende Wohnungspreise und Anzeichen eines Wohnraummangels aufweisen.

Ausblick

(@ Meike Fischer)(@ Meike Fischer)

Städte in Deutschland haben sich im Zeitverlauf als Wachstumsmaschinen, Dienstleistungsmotoren, internationale Arenen und kreative Laboratorien erwiesen. Sie sind aber zugleich seit mehr als 60 Jahren zunehmend fragile Innovationsträger. Selbst Städte, deren Restrukturierungen als Dienstleistungsmetropolen und Kreativzentren als erfolgreich beschrieben wurden, stellen alles andere als einen Glücksfall für alle ihre BewohnerInnen dar. Zum Teil haben Städte wie Berlin, Hamburg oder Leipzig einen hohen Preis dafür bezahlt, der in einer sozialräumlichen Ungleichentwicklung innerhalb der Städte sowie in explodierenden Wohnungspreisen bestand und auch weiterhin besteht.

Städte sind geschichtlich gesehen dadurch geprägt, dass sie zum Teil von übergeordneten sozioökonomischen Entwicklungen betroffen oder begünstigt waren. Unabhängig von ihrem Anlass müssen Antworten auf Restrukturierungen jedoch vor Ort gefunden werden. Bei den Antworten lassen sich häufig Ähnlichkeiten zu den Erfolgsrezepten anderer Städten erkennen. Bei der Suche nach Hebeln, um Probleme zu bewältigen und Wachstum anzukurbeln bzw. abzusichern, orientieren sich Städte an erfolgreichen Strategien anderer Städte. Insbesondere die in Städten weit verbreitete Orientierung an Global Playern, unternehmensorientierten Dienstleistungen, Großereignissen und der Kreativwirtschaft belegt die Existenz von länder- bzw. kontextübergreifend wirksam werdenden Politikansätzen, das heißt von „travelling policies“[26]. Diese Orientierung an Erfolgsrezepten macht Städte keineswegs gleich, aber sie erklärt, warum in bestimmten Phasen landauf und landab die gleichen wirtschaftspolitischen und stadtökonomischen Strategien diskutiert werden.

In diesem Sinne kann die Beschreibung der Stadtökonomie nicht ohne Verweis auf Stadtpolitik auskommen. Stadtpolitik und Stadtökonomie stehen in einem Wechselverhältnis, das notwendig fragil ist. Das, was Stadtökonomie ist und was als (nicht) dazugehörig empfunden wird, wird im Verlauf von stadtpolitischen Diskussionen ausgehandelt. Wirtschaftspolitik als ein Teil der Stadtpolitik beinhaltet eine stetige Auseinandersetzung damit, welche Teile der städtischen Ökonomie besonderer Förderung bedürfen und wo Förderung sinnvoll ist. Auch wenn diese Diskussionen Ordnungen schaffen, so sind deren Festlegungen aber immer umstritten und werden von den Rändern der Stadtgesellschaft her immer wieder infrage gestellt.


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Fußnoten

1.
vgl. Heeg 2001
2.
vgl. Lipietz 1997, Hachtmann/Von Saldern 2009
3.
vgl. Hannemann 2004
4.
vgl. Tömmel 1981
5.
vgl. Hannemann 2004
6.
vgl. z.B. Häußermann/Siebel 1987, Läpple 1986, Krätke 1991
7.
vgl. Krätke et al. 1997
8.
vgl. Häußermann/Siebel 1987
9.
vgl. Häußermann/Siebel 1987
10.
vgl. Tömmel 1981
11.
vgl. Priewe 1993
12.
vgl. Hannemann 2004
13.
vgl. Bade 1990, Häußermann/Siebel 1987: 57
14.
vgl. Fainstein et al. 1992, Leborgne/Lipietz 1994
15.
vgl. Bade 1990, Fainstein et al. 1992
16.
vgl. Scott 1997
17.
Scott 1997
18.
vgl. Lanz 2009
19.
vgl. Priewe 1993
20.
vgl. Krätke et al. 1997
21.
vgl. Friedrich/Schultz 2005
22.
vgl. Hannemann 2004: 72
23.
vgl. Franz 2003
24.
vgl. Lange/Ehrlich 2008, Fesel/Sandermann 2007, Merkel 2008
25.
vgl. Daldrup 2003
26.
vgl. Czarniawska/Joerges 1996, Ong 2007, Burkhalter/Castells 2009, Ward 2006
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