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Wer steht zur Wahl?

RENTNER Partei Deutschland (RENTNER)

Gründungsjahr Bundesverband
2002*
Mitgliederzahl in Deutschland
751*
Bundesvorsitz
Ronald Harder*
Wahlergebnis 2009
0,1 Prozent
*nach Angaben der Partei

Mit Gründung der "RENTNER Partei Deutschland" (RENTNER) im Jahr 2002 sollte nach Angaben der Partei ein Sprachrohr und zugleich eine Lobby für die damaligen wie künftigen Rentner geschaffen werden. Mit dem Anspruch intergenerationeller Interessenvertretung, verstehen sich die RENTNER als "Sozialpartei für Jung und Alt gleichermaßen". Ihre Programmatik lässt sich im linken Spektrum verorten. Sie ist stark verteilungspolitisch und auf einen starken Staat ausgerichtet. Schwerpunkte setzt die Partei in den Politikfeldern Altersvorsorge, Gesundheits- und Bildungspolitik.

Mit ihren Forderungen erreichten die RENTNER bei der Europawahl 2009 0,8 Prozent der Stimmen. Bei der Bundestagswahl 2009 nahm die Partei mit den Landesverbänden Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein teil und erreichte 0,1 Prozent der Zweitstimmen.

Hinsichtlich der Altersvorsorge zählt die Reform des gesetzlichen Rentenversicherungssystems zu einem Kernanliegen. Angestrebt wird die Zusammenfassung der bestehenden Renten- und Pensionssysteme in einer allgemeinen Pflichtversicherung. Zentral ist dabei die Forderung nach einer garantierten Mindestrente in Höhe von 1.200 Euro.

In der Gesundheitsvorsorge setzt sich die Partei für ein Bürgerversicherungsmodell ein, das auch SPD und Grüne favorisieren. Gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherungen sollen in einer einzigen Kranken- und Pflegeversicherung als sich selbst verwaltende Pflichtversicherung zusammengefasst werden.

Die Schaffung eines bundeseinheitlichen Schulsystems sowie die Einführung einer Kindergartenpflicht ab dem vierten Lebensjahr sind zentrale bildungspolitische Forderungen. Im Bereich der Arbeitsmarktpolitik liegt der Fokus auf der Überarbeitung der Hartz-Gesetzgebung sowie der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von zehn Euro pro Stunde. Darüber hinaus macht sich die Partei für eine Vereinfachung des Steuersystems stark und bietet als Lösung die Einführung eines Stufenmodells an.

Carolin Höhlein

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