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Wahlrecht

Wenn ihr 18 Jahre alt werdet, dann seid ihr volljährig. Ihr dürft eure Abgeordneten, die euch in den Parlamenten vertreten sollen, wählen. In manchen Bundesländern darf man schon mit 16 Jahren bei der Kommunalwahl mitwählen. Wenn ihr wählt, nehmt ihr euer Stimmrecht oder, wie es auch heißt, euer "aktives Wahlrecht" wahr. Und wenn ihr selbst gewählt werden wollt, geht das auch mit dem Beginn der Volljährigkeit. Ihr lasst euch als Kandidat aufstellen, könnt dann also gewählt werden. Das nennt man das "passive Wahlrecht". Theoretisch kann man also mit 18 Jahren schon Bürgermeisterin oder Bundestagsabgeordneter werden. Dies ist aber noch nicht vorgekommen, denn eine gewisse Lebenserfahrung braucht man ja doch für solche wichtigen Ämter. Allerdings deutlich älter als 18 Jahre muss man sein, wenn man zur Bundespräsidentin oder zum Bundespräsidenten gewählt werden möchte. Hier beträgt das Mindestalter 40 Jahre.

Übrigens: Das Recht zu wählen, das allgemeine Wahlrecht, wie es heißt, wurde in Deutschland bereits 1871 eingeführt. Es galt allerdings nur für Männer. Frauen erhielten erst 1918 das Wahlrecht.

Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid

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