Der Deutsche Bundestag

Wahlkampf

Wahlkampf ist verdichtete politische Kommunikation: Eigentlich besteht vor der Wahl für die konkurrierenden Parteien die Gelegenheit, die Lage zu analysieren und ihre Pläne für die Zukunft zu präsentieren. In der Realität sehen sich die Wahlberechtigten immer professionelleren Werbekampagnen ausgesetzt, die konkrete Inhalte vermeiden und oft Probleme verschleiern. Gleichzeitig werden die Wählerinnen und Wähler immer unberechenbarer: Parteibindungen lassen nach, Vertrauen zu Spitzenkandidaten überwiegt politische Programme.

Wie beeinflussen die Medien das politische Verhalten von Wählerinnen und Wählern?

Karl-Rudolf Korte

Massenmedien und Wahlkampf

Politik findet für die allermeisten Wählerinnen und Wähler ausschließlich in den Medien statt. Welche Wirkung die Darstellung von Politik und Parteien konkret hat, darüber wird in der Meinungs- und Medienforschung heftig gestritten. Klar ist: Die Massenmedien bestimmen, worüber diskutiert wird. Ein Ansatzpunkt für die Kampagnen der Parteien. Weiter...

Der Straßenwahlkampf bietet den persönlichen Kontakt der Parteien zu den Wählerinnen und Wählern.

Karl-Rudolf Korte

Wahlkampfmanagement

Der nächste Wahlkampf beginnt am Tag nach der Wahl. Wegen der bundespolitischen Bedeutung von Landtagswahlen wird es immer schwieriger, Wahlkampf und wahlkampffreie Zeit abzugrenzen. Die aufwendigen Wahlkampagnen werden in verschiedenen Phasen lange vor dem Wahltag vorbereitet. Weiter...

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Karl-Rudolf Korte

Wahlkampfkosten

Aufwendige Wahlkampagnen sind teuer. Neben Mitgliedsbeiträgen und Spenden erhalten die Parteien dafür auch öffentliche Mittel - denn Wahlkampf ist als staatspolitische Aufgabe anerkannt. Stimmen bringen nicht nur politische Macht, sondern lassen sich in Geld umrechnen. Doch die Zuschüsse sinken. Weiter...

CDU-Wahlkampf

Karl-Rudolf Korte

Die Amerikanisierung der Wahlkämpfe

Das Wahlverhalten wandelt sich: Die Frage der Vertrauenswürdigkeit der Spitzenkandidaten überwiegt das Interesse an den Programmen, die Stimmabgabe wird von spontanen Stimmungen beeinflusst. Die Parteien reagieren mit Personalisierung und Professionalisierung ihrer Kampagnen. "Amerikanisierung" des Wahlkampfs – ein Ausweg aus dem Dilemma? Weiter...

Im Internet lassen sich viele Wahlkampfschwerpunkte setzen - die USA und Frankreich machen es vor.

Daniel Roleff

Online-Wahlkampf international

Frankreich und die USA haben im modernen Online-Wahlkampf neue Standards gesetzt. Kommunizieren, organisieren, finanzieren – im Web lassen sich viele Wahlkampfschwerpunkte digital spiegeln oder günstig ergänzen. Deutsche Parteien und Politiker machen in diesem Sinne vieles richtig, allerdings noch nicht so erfolgreich wie ihre internationalen Vorbilder. Weiter...

Anders als etwa in Amerika oder Frankreich erreichen die Parteien in Deutschland mehr Wählerinnen und Wähler durch den "Offline"-Wahlkampf.

Sebastian Gievert

Online-Wahlkampf 2009

Gruscheln, Twittern, Bloggen: Im Bundestagswahlkampf 2009 nutzten die Parteien intensiv das Internet zur Wählermobilisierung. Parteien und Spitzenkandidaten haben ihre Internetauftritte grundlegend überarbeitet und waren im Web 2.0 aktiv. Die Mehrheit der Nutzer will sich jedoch noch nicht so richtig mit den Wahlkämpfern anfreunden. Weiter...

 

Interaktives Wahltool

Wahl-O-Mat Bundestagswahl 2013

Am 22. September 2013 wurde ein neuer Bundestag gewählt. Laut dem amtlichen Endergebnis erreichten CDU/CSU 41,5 Prozent, die SPD 27,3 Prozent und die Linke 8,6 Prozent. Die Grünen folgen mit 8,4 Prozent, die FDP kam auf 4,8 Prozent und die AfD auf 4,7 Prozent. Der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl wurde 13.274.203 Mal genutzt. Weiter... 

Zahlen und Fakten

Bundestagswahlen

Knapp 62 Millionen Wahlberechtigte durften sich an der Bundestagswahl 2013 beteiligen, 30 Parteien traten mit einer Landesliste zur Wahl an. Die meisten Zweitstimmen konnte die CDU für sich verbuchen, gefolgt von der SPD, der Partei DIE LINKE, den GRÜNEN und der CSU. 25 weitere Parteien scheiterten an der Fünfprozenthürde und zogen nicht in den Bundestag ein. Fast drei von zehn Wahlberechtigten machten von ihrer Stimme keinen Gebrauch. Weiter... 

Der bpb-Wahlblog

SPD- und CDU-Parteifähnchen für mögliche Koalition im Deutschen Bundestag nach der Bundestagswahl 2005, aufgenommen am 20.09.2005 vor dem Reichstag in Berlin (Illustration). Foto: Gero Breloer +++(c) dpa - Report+++Matthias Klein am 26.11.2013




"Große Koalitionen sind besser als ihr Ruf"

Trotz großer Mehrheit im Parlament unterscheide sich die Regierungspraxis in einer Großen Koalition kaum von der eines "normalgroßen" Bündnisses, sagt der Politikwissenschaftler Reimut Zohlnhöfer. Die Regierungen seien durchaus handlungsfähig, obwohl keine Partei ein solches Bündnis anstrebe. Weiter... 

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Dossier

Parteien in Deutschland

Ohne Parteien ist das politische System der Bundesrepublik nicht vorstellbar. Sieben Parteien sind im Bundestag vertreten: CDU, SPD, AfD, FDP, DIE LINKE, GRÜNE und CSU. Daneben gibt es aber noch zahlreiche kleinere Parteien, die im Europäischen Parlament oder den 16 Landesparlamenten für die Belange ihrer Wähler eintreten. Das Dossier beschreibt die deutschen Parteien und hilft, die Entwicklung des Parteiensystems und seine Rahmenbedingungen einzuordnen. Weiter... 

BundeswahlgesetzStaatsrecht der Bundesrepublik Deutschland

Bundeswahlgesetz

Das Bundeswahlgesetz enthält nähere Vorschriften zum Verfahren bei Bundestagswahlen. Dabei geht es um grundsätzliche Dinge wie das Wahlsystem, die Wahlorgane, das Wahlrecht und die Wählbarkeit. Daneben liefert es Vorschriften zur Vorbereitung der Wahl, zur Wahlhandlung und der Feststellung des Wahlergebnisses. Weiter... 

Bundestagswahl im Unterricht

Wahlen in der Demokratie

Das allgemeine Kapitel "Wahlen in der Demokratie" bietet grundlegende Materialien zu den Themen Demokratie, Wahlen und Wahlrechtsgrundsätze, Wahlrechtssysteme sowie zur historischen Entwicklung der Wahlen in der BRD. Weiterhin können Schülerinnen und Schüler mittels einer Reihe die Geschichte des Frauenwahlrechts kennen lernen. Weiter...