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Die Geschichte des Wahl-O-Mat

16.3.2016
Seit 2002 gibt es den Wahl-O-Mat in Deutschland. Seitdem wurde er bei Wahlen zum Europäischen Parlament, bei Landtagswahlen und Bundestagswahlen eingesetzt. Insgesamt wurde der Wahl-O-Mat im Vorfeld von Wahlen 47 Millionen Mal gespielt.

Der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2002Der erste Wahl-O-Mat

Der Wahl-O-Mat kommt ursprünglich aus den Niederlanden. Der "StemWijzer" von "ProDemos - Huis voor democratie en rechtsstaat" erschien als erste Papierversion bereits 1989. Seit 1998 ist er auch online verfügbar und selbstverständlicher Teil jeder Wahl in den Niederlanden. Vom "StemWijzer" hat die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb zur Bundestagswahl 2002 die Lizenz erworben, das Tool in Deutschland einzusetzen.

2002: Der erste Wahl-O-Mat



Zur Bundestagswahl 2002 wurde der Wahl-O-Mat erstmals eingesetzt. 27 Thesen konnten von den Nutzern beantwortet werden. Am Schluss wurde die eigene Nähe zu den Parteien SPD, CDU/CSU, PDS, Bündnis 90/Die Grünen und FDP angezeigt. Im Wahl-O-Mat waren nur die Parteien vertreten, die bereits im Parlament vertreten waren oder in aktuellen Wahlumfragen mehr als drei Prozent der Befragten von sich überzeugen konnten. Schon der erste Wahl-O-Mat wurde 3,6 Millionen Mal genutzt.

Ein Jahr nach dem ersten Wahl-O-Mat folgte die nächste Premiere: Zur Landtagswahl in Bayern wurde der Wahl-O-Mat im September 2003 erstmals auch auf Landesebene eingesetzt. Dem folgten Versionen zu den Wahlen zum Europäischen Parlament, im Saarland und in Sachsen (2004), zu den Wahlen in Schleswig-Holstein, Nordhrein-Westfalen und dem Bundestag (2005), in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Berlin (2006), in Bremen (2007) sowie in Niedersachsen und Hamburg (2008).

Der Wahl-O-Mat im Wandel



2009: Alle Parteien im Wahl-O-Mat



Zu der Wahl zum Europäischen Parlament 2009 erweiterte der Wahl-O-Mat sein Angebot. Erstmals konnten sich alle Parteien, die mit einer Liste zur Wahl zugelassen wurden, am Wahl-O-Mat beteiligen: 29 der insgesamt 32 zur Wahl zugelassenen Parteien machten davon Gebrauch. Auch zur Bundestagswahl im September 2009 waren 24 Parteien im Wahl-O-Mat vertreten.

Neben der Möglichkeit für alle Parteien, am Wahl-O-Mat teilzunehmen, gab es zur Europawahl 2009 viele weitere Neuerungen: So können die Parteien seitdem ihre Positionen kurz begründen und dem Wahl-O-Mat wurden zahlreiche Zusatzinformationen zur Seite gestellt, die dem Nutzer noch besser die Möglichkeit geben, die Thesen des Wahl-O-Mat und ihr eigenes Ergebnis einzuordnen und sich über die bevorstehende Wahl zu informieren.

In den folgenden Jahren wurde der Wahl-O-Mat zu vielen Wahlen in den Ländern eingesetzt und etablierte sich immer mehr als Informationsangebot im Vorfeld von Wahlen: in Nordrhein-Westfalen (2010), Hamburg, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bremen und Berlin (2011), im Saarland, in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen (2012) und Niedersachsen und Bayern (2013).

Seit der Bürgerschaftswahl in Bremen 2011 steht der Wahl-O-Mat auch als App für iPhones zur Verfügung, seit der Wahl in Berlin 2011 auch für Android-Smartphone und seit der Bundestagswahl 2013 auch für Smartphones mit Windows Phone.

Der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2013Der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2013 (© bpb)

Insgesamt 47 Millionen Nutzungen vor Wahlen



Für die Bundestagswahl 2013 wurde der Wahl-O-Mat mit einem neuem Design versehen und in seinen Funktionen weiterentwickelt. 13,3 Millionen Nutzer spielten den Wahl-O-Mat bis zum Wahltag im September 2013 und bescherten dem Wahl-O-Mat einen neuen Nutzerrekord. Auch zur Wahl zum Europäischen Parlament im Mai 2014 war der Wahl-O-Mat erfolgreich im Einsatz und wurde von 3,9 Millionen Nutzern zur Information über die Europawahl genutzt.

Insgesamt 47 Millionen Mal wurde der Wahl-O-Mat seit seiner ersten Veröffentlichung 2002 im Vorfeld von Wahlen genutzt. Auch auch nach und zwischen den Wahlen kommt der Wahl-O-Mat z.B. im Unterricht zum Einsatz - die komplette Zahl der Nutzungen dürfte daher noch deutlich höher sein.

Im Wahl-O-Mat Archiv stehen die Versionen des Wahl-O-Mat zu vergangenen Wahlen zur Verfügung.



 

Parteiprofile

Wer steht zur Wahl?

Bei Bundestags-, Landtags- und Europawahlen bietet "Wer steht zur Wahl?" eine kompakte Übersicht: Welche Parteien treten an? Welche Positionen zeichnen die Parteien aus? Und was sind die Besonderheiten der einzelnen Parteien? Im Archiv finden Sie die Parteiprofile der vergangenen Wahlen. Weiter... 

Wahl-O-Mat als App für Smartphone und Tablet-PC

Wahl-O-Mat App

Für iPhone, Android und Windows Phone 8: Das populäre Wahltool der bpb gibt es nun auch als App! Zusätzlich liefert die App mit dem Format "Wer steht zur Wahl" Kurz-Profile aller Parteien sowie ausführliche Grafiken bisheriger Ergebnisse und ein Wahllexikon. Weiter... 

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