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Häufig gestellte Fragen

15.7.2009
Welche Parteien dürfen am Wahl-O-Mat teilnehmen? Wie wurde der Wahl-O-Mat entwickelt? Alle Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Wahl-O-Mat finden Sie hier.

Nach welchen Kriterien werden die Parteien für den Wahl-O-Mat ausgesucht?



Die bpb hat alle Parteien und politischen Vereinigungen, die vom Bundeswahlleiter bzw. den Landeswahlleitern zur Bundestagswahl zugelassen wurden, zur Teilnahme am Wahl-O-Mat eingeladen. Eine informative Übersicht aller zugelassenen Parteien finden Sie auf www.werstehtzurwahl.de. Von den 27 zugelassenen Parteien haben 24 die Thesen bis Redaktionsschluss am 14. August 2009 beantwortet. Diese Parteien und politischen Vereinigungen konnten somit in den Wahl-O-Mat aufgenommen werden. Grundsätzlich gilt als Kriterium, dass alle Parteien und politischen Vereinigungen am Wahl-O-Mat teilnehmen dürfen, die in mindestens einem Bundesland mit Landesliste zur Wahl zugelassen werden. Es werden also keine Einzelkandidaten und sonstige politischen Vereinigungen aufgenommen, die nur in einem oder wenigen Wahlkreisen antreten. Somit können aber auch Parteien im Wahl-O-Mat auftauchen, die vom Verfassungsschutz des Bundes oder der Länder beobachten werden und als "extremistisch" eingestuft werden. Welche Parteien als extremistisch eingestuft werden, können Sie auf den Seiten des Verfassungsschutzes nachlesen: »www.verfassungsschutz.de«. Zusätzlich kommt die bpb dem Informationsbedürfnis über alle zur Wahl zugelassenen Parteien und Wählervereinigungen auch weiterhin durch das Online-Angebot "Wer steht zur Wahl?" nach.

Wie ist der Wahl-O-Mat entwickelt worden? Sind die Parteien und Wählervereinigungen daran beteiligt gewesen?



Der Wahl-O-Mat ist für die Bundesrepublik Deutschland erstmals zur Bundestagswahl 2002 eingesetzt worden. Er wurde von einer unabhängigen Redaktion, die aus jungen Erwachsenen besteht, in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und mit Unterstützung ihrer Partner und des niederländischen Instituut voor Publiek en Politiek (Institut für Öffentlichkeit und Politik - IPP) entwickelt. Dabei ging der Wahl-O-Mat aus dem StemWijzer hervor. Das ist ein vom IPP entwickelter Test, mit dem Sie feststellen können, wie Sie persönlich zu den Zielen und Positionen von Parteien stehen. Dieser Test gehört in den Niederlanden seit langem fest zum Vorwahlgeschehen. Bei der Bundestagswahl 2002 wurde der Wahl-O-Mat über 3,6 Millionen mal gespielt. Seitdem wurde er von der bpb bei über zehn Landtagswahlen, sowie den Europawahlen 2004 und 2009 eingesetzt. Zur Bundestagswahl 2005 wurde der Wahl-O-Mat über 5,1 Millionen und zur Europawahl 2009 mehr als 1,5 Millionen mal gespielt. Die Redaktion des Wahl-O-Mat für die Bundestagswahl 2009 bestand aus insgesamt 21 jungen Menschen aus ganz Deutschland, unterstützt von Wissenschaftlern und Experten sowie der bpb. In zwei Workshops hat die Redaktion die Thesen des Wahl-O-Mat entwickelt und formuliert. Den Parteien und sonstigen politischen Vereinigungen wurde eine Liste mit insgesamt 87 Thesen zugeschickt. Sie wurden gebeten, die Thesen entsprechend der Parteihaltung mit "stimme zu", "stimme nicht zu" oder "neutral" zu beantworten. Aus den ausgefüllten Listen wurden diejenigen Thesen rechnerisch ermittelt, die keine ausreichende Unterscheidung der Parteien und Wählervereinigungen möglich machten, und entfernt. Die Redaktion hat aus den verbleibenden eine endgültige Auswahl von 38 Thesen getroffen, die in den Wahl-O-Mat eingebunden wurden. Die Parteien und Wählervereinigungen waren an der Endauswahl der Thesen nicht beteiligt. Mehr zum Entstehungsprozess eines Wahl-O-Mat finden Sie in unserem "Making of".

Wieso kommen manche wichtige Themen im Wahl-O-Mat nicht zur Sprache?



Das ist eine schwierige Frage. Wer entscheidet, welche Themen wichtig sind und welche nicht? Die Regierung, die Parteien, die Medien und die Bürgerinnen und Bürger haben dazu sehr unterschiedliche Meinungen. Bei der Auswahl der Thesen für unseren Wahl-O-Mat bezogen wir uns vor allem auf jene Themen, zu denen die Parteien und Wählervereinigungen unterschiedliche Meinungen haben und auf jene, die besonders auch für junge Leute von Interesse sind. Leider sind während des Entstehungsprozesses auch "gute" Thesen aus dem Wahl-O-Mat gefallen. Dies kam vor, weil Thesen von einzelnen Parteien gar nicht oder nicht eindeutig mit stimme zu / stimme nicht zu / neutral beantwortet wurden oder weil die Parteipositionen in dieser These keine Unterscheidung zwischen den Parteien und Wählervereinigungen ermöglichten. Wir haben Interesse an Ihrer Meinung. Schicken Sie uns Ihre Überlegungen zu, am besten unter: info@wahl-o-mat.de

Was kann ich antworten, wenn ich einer Aussage nur unter bestimmten Bedingungen zustimme?



In solchen Fällen antworten Sie mit "neutral".

Was mache ich, wenn ich zu einem Thema nichts angeben möchte?



Dann enthalten Sie sich Ihrer Stimme und klicken auf "These überspringen". Diese Aussage wird dann beim Ergebnis nicht berücksichtigt. Letzteres sollten Sie aber nicht zu oft machen, denn wenn zu oft "überspringen" geklickt wird, kann auch kein zuverlässiges Ergebnis errechnet werden. Sie haben jedoch auch die Möglichkeit, jederzeit wieder zu einer These zurückzukehren, um sie doch noch zu beantworten.

Wie ist es möglich, dass ich als Ergebnis die Partei erhalte, die ich überhaupt nicht erwartet habe?



Ja, das wissen wir natürlich auch nicht. Bitte erwarten Sie von uns kein Urteil darüber, was eine "gute" oder eine "schlechte" Partei oder Wählervereinigung ist. Es ist jedoch bekannt, dass der Wahl-O-Mat manchmal überraschende Ergebnisse aufweist. Das von Ihnen ermittelte Wahl-O-Mat Ergebnis ist eben ein Durchschnittsergebnis aus vielen Themengebieten. Es kann also sein, dass Sie bei einem Themengebiet die Meinung der Partei oder Wählervereinigung, der Sie bisher am nahesten standen, treffen, aber im Wahl-O-Mat Gesamtergebnis noch besser mit einer anderen Partei oder Wählervereinigung übereinstimmen. Berücksichtigt werden muss außerdem, dass sich das Ergebnis des Wahl-O-Mat eben nur auf die bereitgestellte Thesenauswahl bezieht. Sicher gibt es auch weitere gute Gründe, sich der einen oder anderen Partei oder Wählervereinigung nahe zu fühlen. Wir finden, dass dies eine gute Gelegenheit ist, sich mit den eigenen politischen Positionen und denen der Parteien und Wählervereinigungen auseinander zu setzen. Schauen Sie doch einfach mal auf die Webseiten der Parteien.

Warum kann es vorkommen, dass bei mir Übereinstimmungen mit einer vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestuften Partei angezeigt werden?



Es werden nur die Parteien in die Berechnung des Ergebnisses aufgenommen, die Sie vorher ausgewählt haben. Übereinstimmungen hängen damit zusammen, dass die Mehrzahl der Thesen sachpolitische Themen zur Bundestagswahl anspricht. Bei diesen Thesen können extremistische Parteien Positionen vertreten, die mit denen anderer Parteien identisch sind. Bei einigen weiteren Thesen werden die Unterschiede zwischen diesen Parteien deutlich. Bitte schauen Sie sich entsprechend in der Darstellung auf der Ergebnisseite an, wie die als extremistisch eingestuften Parteien speziell bei diesen Thesen geantwortet haben. Welche Parteien als extremistisch eingestuft werden, können Sie auf den Seiten des Verfassungsschutzes nachlesen: »www.verfassungsschutz.de«. Einen informativen Überblick über alle zur Wahl zugelassenen Parteien finden Sie unter dem bpb-Angebot "Wer steht zur Wahl".

Ich möchte mehr erfahren als nur das Endergebnis. Wie kann ich die Einstellungen der verschiedenen Parteien zu einzelnen Thesen erfahren und vergleichen?



Auf dem Ergebnisbildschirm sehen Sie direkt, wie jede der von Ihnen ausgewählten Parteien oder Wählervereinigungen zu jeder These gestimmt hat ("stimme zu"= grünes Häkchen, "stimme nicht zu"= rotes Kreuz, "neutral"= graues Minuszeichen). Ein Klick auf das entsprechende Icon zeigt eine kurze Begründung der Partei bzw. Wählervereinigung für ihre Position an, sofern eine Begründung abgeben wurde. Wenn Sie auf dem Ergebnisbildschirm das Logo einer Partei bzw. Wählervereinigung anklicken, können Sie auf der dann folgenden Seite Ihre eigenen Stellungnahmen zu jeder These mit denen der Partei bzw. Wählervereinigung im Detail vergleichen. Auch dort finden Sie unter dem Icon "P" (= Position der Partei) kurze Begründungen der Partei bzw. Wählervereinigung für deren Positionierung.

Warum kann ich maximal acht Parteien gleichzeitig in die Auswahl nehmen?

Die Beschränkung auf acht Parteien dient vor allem der Übersicht und Vergleichbarkeit. Eine Auswertung von mehr als acht Parteien gleichzeitig kann im Wahl-O-Mat nicht mehr sinnvoll und für den Nutzer nachvollziehbar dargestellt werden. Allerdings kann man nach der ersten Auswertung auf "zurück zur Parteienauswahl" klicken. Jetzt kann man sich für eine andere Auswahl von maximal acht Parteien entscheiden und sich ein neues Ergebnis errechnen lassen. Dafür müssen nicht alle Thesen neu beantwortet werden. Zudem bieten wir Ihnen auf der Ergebnisseite des Wahl-O-Mat ein PDF zum Download an, in dem alle Antworten der Parteien und sonstigen politischen Vereinigungen auf die Wahl-O-Mat-Thesen zusammengefasst sind.

Warum werden bei der Parteienauswahl Parteien in einem Kasten hervorgehoben?



Bei diesen Parteien handelt es sich um diejenigen Parteien, die bei der letzten Bundestagswahl bundesweit mindestens fünf Prozent der Zweitstimmen erhalten haben und somit in Fraktionsstärke im Bundestag vertreten sind. Die CDU und die CSU bilden eine Fraktionsgemeinschaft und haben die Wahl-O-Mat-Thesen gemeinsam beantwortet. Diese sechs Parteien spielen im Wahlkampf und bei der Wahlentscheidung für viele eine besonders hervorgehobene Rolle. Sie haben in den letzten vier Jahren an der politischen Willensbildung und Entscheidungsfindung erheblich mitwirken können. Und sie haben den Wahlprognosen zufolge eine gute Chance, wieder im Deutschen Bundestag vertreten zu sein. Deswegen sind ihre Positionen zu den Themen der Bundestagswahl von besonderer Bedeutung.
 

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