Wer steht zur Wahl?

15.4.2015 | Von:
Lothar Probst

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

SPD: ParteilogoGründungsjahr Landesverband
1864*
Mitgliederzahl in Bremen
4.437* (Stand: 31.12.14)
Landesvorsitz
Dieter Reinken*
Wahlergebnis 2011
38,6 %
*nach Angaben der Partei
Die "Sozialdemokratische Partei Deutschlands" (SPD) ist nicht nur die älteste Partei in Bremen, sie dominiert auch das dortige Parteiensystem. Seit 1946 ist sie ununterbrochen führende Regierungspartei, die den Bürgermeister und Präsidenten des Senats stellt. In 9 von 18 Legislaturperioden konnte sie sogar die absolute Mehrheit erzielen. Ihre Vormachtstellung verdankt sie zum einen der Sozialstruktur Bremens, zum anderen prägenden Persönlichkeiten wie Wilhelm Kaisen, Hans Koschnick und Henning Scherf. Obwohl Anfang der 1990er-Jahre die Vormachtstellung der SPD durch starke Wählerverluste bröckelte, blieb sie in unterschiedlichen Koalitionen die führende Regierungspartei. Seit 2007 regiert sie zusammen mit den GRÜNEN das Bundesland. Sie will die rot-grüne Koalition nach der Bürgerschaftswahl 2015 erklärtermaßen fortsetzen.

Die XYZ tritt/treten in beiden Wahlbereichen mit einer Liste an.Die SPD tritt in beiden Wahlbereichen mit einer Liste an. (bpb, TUBS) Lizenz: cc by-sa/3.0/de
Das schon in der Nachkriegszeit von SPD-Bürgermeister Wilhelm Kaisen begründete "Bündnis aus Arbeiter- und Kaufmannschaft" hat dazu beigetragen, dass die Bremer SPD Wirtschafts- und Sozialpolitik als Einheit sieht. Diese Orientierung drückt sich auch im Wahlprogramm zur Bürgerschaftswahl aus, das unter dem Motto "Leben, arbeiten, lernen, wohnen … in Bremen und Bremerhaven" steht. Das Programm nennt die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Bremen und der Hafenwirtschaft an erster Stelle. Ein wichtiger Baustein ist für die SPD in diesem Zusammenhang die Weservertiefung. Außerdem soll der Bau eines Offshore-Terminals Bremens Stellung in der Windenergie sichern, und mithilfe eines "Masterplans Industrie" will die SPD die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft weiterentwickeln. Um die wirtschaftsnahen Positionen zu unterstreichen, hat der Bremer Bürgermeister und Spitzenkandidat Jens Böhrnsen im Vorfeld der Wahl mehrfach ein Bekenntnis zu Bremen als fünftgrößtem Industriestandort Deutschlands und Autostadt abgelegt.

Neben der Wirtschaftspolitik stehen der Kampf gegen "Dumpinglöhne und prekäre Beschäftigung" sowie die Förderung von sozialer Teilhabe, soziale Stadtentwicklung u.a. durch mehr sozialen Wohnungsbau und eine "gute Bildung für alle" im Mittelpunkt des Wahlprogramms. Jugendlichen wird eine Ausbildungsgarantie ab dem Jahr 2015/16 versprochen. Des Weiteren plädiert das Programm für eine bürgernahe und leistungsfähige Polizei und die Weiterentwicklung der Bürgerbeteiligung.


Fakten zur Wahl

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Bürgerschaftswahl in Bremen 2015.

Mehr lesen

Wahl-O-Mat Bremen 2015

Am 10. Mai 2015 wurde in Bremen eine neue Bürgerschaft gewählt. Laut dem amtlichen Endergebnis erhielt die SPD 32,8 Prozent, die Grünen 15,1 Prozent, die CDU 22,4 Prozent, die Linke 9,5 Prozent, die FDP 6,6 Prozent und die AfD 5,5 Prozent. Der Wahl-O-Mat zur Bürgerschaftswahl in Bremen wurde 145.829 Mal genutzt.

Mehr lesen