Wer steht zur Wahl?

15.4.2015 | Von:
Maike Schmidt-Grabia

Alternative für Deutschland (AfD)

Alternative für Deutschland (AfD)Gründungsjahr Landesverband
2013*
Mitgliederzahl in Bremen
150*
Landesvorsitz
Christian Schäfer, Alexander Tassis*
*nach Angaben der Partei
Die "Alternative für Deutschland" (AfD), im Februar 2013 in Berlin gegründet, beschreibt sich selbst als "Partei neuen Typs". Sie sei weder rechts noch links, sondern komme aus der Mitte der Gesellschaft. Von Politikwissenschaftlern wird sie als rechts- bzw. nationalkonservativ eingeordnet. Neben ihrem Gründungsthema, der Ablehnung der Euro-Rettungspolitik der Bundesregierung, wendet sich die AfD in der letzten Zeit verstärkt Fragen der Zuwanderungs- und Asylpolitik sowie der Kriminalitätsbekämpfung zu. In Bremen konstituierte sich im Mai 2013 ein eigener Landesverband, der bei der Bundestagswahl im September 2013 mit einer Landesliste und Direktkandidaten antrat. Die AfD kandidiert zum ersten Mal bei einer Bürgerschaftswahl in Bremen.

Die XYZ tritt/treten in beiden Wahlbereichen mit einer Liste an.Die AfD tritt in beiden Wahlbereichen mit einer Liste an. (bpb, TUBS) Lizenz: cc by-sa/3.0/de
Im Wahlprogramm des Bremer Landesverbandes gehören die Bereiche Innere Sicherheit, Migration und Bildung zu den Schwerpunkten. Bei der Kriminalitätsbekämpfung setzt die AfD auf die "konsequente Verfolgung von Straftätern" sowie die "Rückführung straffällig gewordener Ausländer". Im Bürgerschaftswahlkampf lehnt sie des Weiteren "Asylmissbrauch" ab und tritt für "klare Regeln" in der Zuwanderungspolitik ein. Dabei sollen sich Zuwanderer an der "deutschen Kultur als Leitbild" orientieren. In der Bildungspolitik befürwortet sie die Beibehaltung des gegliederten Schulsystems, eine "Entideologisierung der Erziehung" sowie eine stärkere pädagogische Hinwendung zur "deutschen Identität". Eine einheitliche Schulkleidung soll das Gemeinschaftsgefühl in den Schulen stärken.

Weitere Forderungen des Wahlprogramms sind die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, vor allem für Familien, eine mittelstandsfreundliche Wirtschaftspolitik sowie die Stärkung direktdemokratischer Verfahren. Bei Volksentscheiden soll es kein Mindestzustimmungsquorum geben. Die Verschuldung Bremens will die AfD durch Teilprivatisierungen von öffentlichen Einrichtungen, die Kürzung von Personalausgaben und die Ausgabe einer Bürgeranleihe senken.


Fakten zur Wahl

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Bürgerschaftswahl in Bremen 2015.

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Wahl-O-Mat Bremen 2015

Am 10. Mai 2015 wurde in Bremen eine neue Bürgerschaft gewählt. Laut dem amtlichen Endergebnis erhielt die SPD 32,8 Prozent, die Grünen 15,1 Prozent, die CDU 22,4 Prozent, die Linke 9,5 Prozent, die FDP 6,6 Prozent und die AfD 5,5 Prozent. Der Wahl-O-Mat zur Bürgerschaftswahl in Bremen wurde 145.829 Mal genutzt.

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