Wer steht zur Wahl?

2.8.2016 | Von:
Oskar Niedermayer

Allianz für Fortschritt und Aufbruch (ALFA)

Allianz für Fortschritt und Aufbruch (ALFA) - ParteilogoGründungsjahr Landesverband
2015*
Mitgliederzahl in Berlin
ca. 100*
Landesvorsitz
Dr. Christian Schmidt*
Wahlergebnis 2011
-
*nach Angaben der Partei
Die "Allianz für Fortschritt und Aufbruch" (ALFA) ist eine Abspaltung der "Alternative für Deutschland" (AfD). In der AfD waren Fragen der gesellschaftspolitischen Positionierung schon früh umstritten. Dabei standen sich ein eher gemäßigt konservativer und ein rechtskonservativer Flügel mit unscharfer Abgrenzung zum äußersten rechten Rand gegenüber. 2015 kam es zu einem Machtkampf in der Parteiführung zwischen dem Parteigründer Bernd Lucke und seiner Co-Vorsitzenden Frauke Petry. Nach seiner Abwahl verließ Lucke mit seinen Anhängern vom wirtschaftsliberalen und gesellschaftspolitisch eher gemäßigt konservativen Flügel die Partei und gründete am 19. Juli 2015 die ALFA. Durch Übertritte von der AfD gehören der ALFA zurzeit fünf Europaabgeordnete und drei Abgeordnete in der Bremer Bürgerschaft an. Sie hat bisher an den drei Landtagswahlen im März 2016 teilgenommen und dort Ergebnisse von 0,6 bis 1,0 Prozent erzielt.

Die ALFA positioniert sich betont marktliberal und gesellschaftspolitisch konservativ. Sie befürwortet eine soziale Marktwirtschaft ohne wesentliche Staatseingriffe und ein einfaches Steuersystem. Die EU soll in eine Union souveräner Staaten mit einer kleineren Währungsunion umgewandelt werden. Gesellschaftspolitisch setzt sich die ALFA für eine Stärkung der Familie und der inneren Sicherheit ein.

Für Berlin fordert die Partei die Entlastung und Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen sowie die Ansiedlung neuer Unternehmen. Zudem will sie mehr bezahlbaren Wohnraum u. a. durch einen Stopp der energetischen Sanierung. In der Verkehrspolitik soll der Straßenbau und die Sanierung vorangetrieben, die Umweltzonen sollen abgeschafft und der Ausbau von Radwegen soll gefördert werden. Die ALFA will Berlins innere Sicherheit durch eine Null-Toleranzpolitik und Stärkung der Polizei verbessern. In der Flüchtlingspolitik werden eine zuverlässige Sicherung der EU-Außengrenzen, lokale Obergrenzen und konsequente Abschiebungen gefordert. Flüchtlinge sollen mehr Sach- statt Geldleistungen bekommen. Außerdem will die Partei die Zuwanderung in das soziale Sicherungssystem unterbinden jedoch eine geordnete Zuwanderung zulassen und Integration stärker fördern.


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