Wer steht zur Wahl?

2.8.2016 | Von:
Oskar Niedermayer

Partei für Gesundheitsforschung (Gesundheitsforschung)

Partei für Gesundheitsforschung, Parteien-Logo Berlin 2016Gründungsjahr Landesverband
2016*
Mitgliederzahl in Berlin
Partei: 27*
Landesverband: 13*
Landesvorsitz
Nicolai Kilian*
Wahlergebnis 2011
-
*nach Angaben der Partei
Die im Januar 2015 gegründete "Partei für Gesundheitsforschung" (Gesundheitsforschung), die nur in Berlin mit einem Landesverband vertreten ist, tritt zum ersten Mal bei einer Wahl an. Ihr einziges Ziel ist es, die Gesundheitsforschung zu Alterskrankheiten wie Alzheimer, Krebs, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Diabetes Typ 2 zu unterstützen.

Dabei setzt sie auf den sogenannten SENS Reparaturansatz nach Aubrey de Grey. Dieser geht davon aus, dass durch den Stoffwechsel Schäden und Abfallstoffe innerhalb und außerhalb der Zellen entstehen, die ab einer gewissen Menge zu Alterskrankheiten führen. Durch die Reparatur dieser Schäden und die Beseitigung der Abfallstoffe auf molekularer und zellulärer Ebene soll es in Zukunft möglich sein, sämtliche Alterskrankheiten zu heilen und vorzubeugen. Durch Investitionen in die Forschung auf diesem Gebiet will die Partei entscheidende Durchbrüche bei der Therapie des gesamten Spektrums an altersbedingten Krankheiten erzielen.

Die zentrale Forderung des Programms zur Abgeordnetenhauswahl ist, ein Prozent des Landeshaushalts zusätzlich in die Entwicklung von Therapien gegen Alterskrankheiten zu investieren. Die Finanzierung dieser Maßnahme soll dadurch gesichert werden, dass von jeder anderen Haushaltsstelle ein Prozent abgezogen wird. Die zusätzlichen Investitionen sollen je zur Hälfte in neue Forschungseinrichtungen und in die Ausbildung von mehr Wissenschaftlern in den Bereichen Biochemie und Molekularbiologie fließen.

Die Entwicklung von sog. Reparaturtherapien gegen Alterskrankheiten wird nicht nur als Frage der Solidarität und Ethik, sondern auch als Wirtschaftsfaktor gesehen. Die Partei für Gesundheitsforschung ist der Auffassung, dass sich diese Therapien in Zukunft weltweit als größter Industriezweig etablieren werden und Berlin dadurch seine Rolle als einer der wichtigsten Wissenschaftsstandorte in Deutschland und Europa weiter ausbauen könnte.

Die Partei für Gesundheitsforschung ist damit ganz explizit eine Einthemenpartei. Sie will nach eigener Aussage bei einer eventuellen Regierungsbeteiligung alle anderen politischen Themen den Koalitionspartnern überlassen.


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