Wer steht zur Wahl?

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)


2.8.2016
CDU Parteien-Logo, Berlin 2016Gründungsjahr Landesverband
1945*
Mitgliederzahl in Berlin
12.500*
Landesvorsitz
Frank Henkel*
Wahlergebnis 2011
23,3 %
*nach Angaben der Partei
Die Gründungsphase der "Christlichen Demokratischen Union Deutschlands" (CDU) erstreckte sich von der Bildung erster lokaler Parteigruppierungen 1945 bis zur Gründung der CDU-Bundespartei im Oktober 1950. Sie ist auf Bundesebene eine der beiden das Parteiensystem dominierenden Parteien. Mit ihrer Schwesterpartei, der bayerischen Christlich-Sozialen Union (CSU), bildet sie im Bundestag eine Fraktionsgemeinschaft.

Die CDU versteht sich als interkonfessionelle Volkspartei. Sie stützt sich auf liberale, konservative und christlich-soziale Wertvorstellungen, die im Zeitverlauf unterschiedlich gewichtet wurden. Die Betonung marktliberaler Positionen ab 2003 wurde nach 2005 von einer erneuten Hinwendung zum Sozialen abgelöst. In der Gesellschaftspolitik sehen Kritiker in der Modernisierungsstrategie unter Angela Merkel die Abkehr von einigen konservativen Positionen.

In Berlin war die CDU von 1946 an eine der beiden stärksten Parteien und stellte von 1981 bis 2001 mit nur einer Ausnahme die Regierenden Bürgermeister. Aktuell regiert sie als Juniorpartner der SPD. Ihr Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl ist der jetzige Innensenator Frank Henkel.

Nach Auffassung der CDU braucht Berlin „ein starkes Fundament“, wozu vor allem die Bereiche Sicherheit, Bildung und Wirtschaft gehören.

Im Bereich der inneren Sicherheit setzt sich die Partei für eine bessere personelle und materielle Ausstattung der Polizei ein, will die Videoüberwachung öffentlicher Räume verstärken und jeder Form von Extremismus entschieden entgegentreten.

In der Bildungspolitik gilt für die CDU das Motto "für jeden das Beste, nicht für alle das Gleiche". Sie wendet sich daher gegen eine "Benachteiligung von Gymnasien" und für eine finanzielle Förderung von Schulen in privater Trägerschaft. Die Partei möchte, dass Eltern von förderbedürftigen Kindern auch zukünftig die Wahl zwischen Inklusion und Förderzentrum haben. Zudem will sie den Investitionsstau bei der Schulsanierung abbauen.

Wirtschaftlich will die CDU Berlin die Verknüpfung traditioneller Branchen mit neuer Technologie und Digitalisierung fördern und damit unter dem Stichwort Industrie 4.0 Berlin bis zum Jahr 2030 zur führenden "Smart City" in Europa machen.

Zusätzliche Schwerpunkte der Partei sind die Verkehrs-, Flüchtlings und Wohnungspolitik. In der Verkehrspolitik steht die CDU für einen "vielfältigen Mobilitätsmix" und setzt sich daher für einen gleichberechtigten Ausbau aller Verkehrsarten ein.

In der Flüchtlingspolitik unterstützt die CDU das Ziel, den Zuzug nachhaltig und dauerhaft zu reduzieren. Die Asylverfahren sollen beschleunigt und abgelehnte Bewerberinnen und Bewerber zügig abgeschoben werden. Die Partei fordert ein schnelles Ende der Notunterkünfte und genügend Personal zur raschen Integration von Flüchtlingen mit Bleibeperspektive.

Im Bereich der Wohnungspolitik tritt die CDU dafür ein, dass "bis 2026 insgesamt 60.000 zusätzliche Wohnungen entstehen". Sie bejaht die Mietpreisbremse, will den "Boom von Ferienwohnungen" stoppen und setzt sich für die verstärkte Bildung von Wohneigentum ein.



 

Interaktives Wahltool

Wahl-O-Mat

Seit 2002 gibt es den Wahl-O-Mat der bpb. Mittlerweile hat er sich zu einer festen Informationsgröße im Vorfeld von Wahlen etabliert. Hier erfahren Sie, wie ein Wahl-O-Mat entsteht und was seine Ziele sind. Im Archiv können Sie außerdem jeden Wahl-O-Mat der vergangenen Jahre noch einmal nachspielen. Weiter... 

Der deutsche BundestagDossier

Wahlen

Wahlen sind das zentrale Element einer repräsentativen Demokratie. In Bundestagswahlen, Landtagswahlen und den Wahlen zum Europäischen Parlament bestimmen die Bürger in Deutschland ihre Vertreter. Weiter...