Wer steht zur Wahl?

2.8.2016 | Von:
Oskar Niedermayer

Die Violetten – für spirituelle Politik (DIE VIOLETTEN)

Die Violetten, ParteienlogoGründungsjahr Landesverband
2008*
Mitgliederzahl in Berlin
38*
Landesvorsitz
Jutta Zedlitz, Christian Fender*
Wahlergebnis 2011
-
*nach Angaben der Partei
Die Partei "Die Violetten – für spirituelle Politik" (DIE VIOLETTEN) wurde 2001 gegründet und ist bundesweit sowie mit fünf Landesverbänden vertreten. Ihr bisher bestes Wahlergebnis erzielte sie bei der Europawahl 2009 mit 0,2 Prozent der Stimmen. An Landtagswahlen hat sie bisher nur 2008 bis 2011 in vier Bundesländern teilgenommen und kam auf 0,0 bis 0,1 Prozent. Sie nimmt zum ersten Mal an einer Abgeordnetenhauswahl teil.

Die Partei sieht sich als Vertreterin und Sprachrohr für spirituelle Menschen, die ihre "ganzheitliche und nicht nur rein materialistische Weltanschauung" in der Politik vertreten sehen wollen.

DIE VIOLETTEN wollen, laut ihrem Bundesprogramm, die "Konsumgesellschaft zu einer Bedarfsgesellschaft" umwandeln und den Zwangscharakter von Arbeit durch ein bedingungsloses Grundeinkommen beenden, das allen Bürgern die materielle, soziale und kulturelle Basis sichert. Das Steuersystem soll vereinfacht und die Staatsverschuldung durch Einsparungen abgebaut werden, um danach die Steuerlast senken zu können. Für Berlin unterstützen sie die Rekommunalisierung der Energieversorgung.

Im Bereich der Wohnungs- und Siedlungspolitik möchte die Partei "umweltfreundliche und gesundheitsfördernde Wohnkulturen" schaffen, die Flächenversiegelung vermindern, durch strengere Gesetze die Bodenspekulation beenden und "Altersheime in Gemeinschaftsstätten" für junge und alte Menschen umwandeln. Sie tritt für eine ökologische Landwirtschaft ohne Massentierhaltung ein und lehnt Tierversuche ab.

Als wichtigsten Bestandteil ihrer Gesundheitspolitik sieht die Partei die Aufklärung, also das "Wissen über Körper, Geist und Seele" an, da Krankheiten über den "Weg der Erkenntnis geheilt oder sogar vermieden werden" könnten. Zur Heilung sollen naturheilkundliche Mittel und ganzheitliche Methoden angewendet werden. Zudem will es die Partei jedem freistellen, "ob er sich versichern möchte und wie er die Kosten finanziert".

Im Bereich der inneren Sicherheit steht für die Partei der Strafvollzug im Mittelpunkt, der als "Aufklärung der Straftäter über ihre Tat und die Bedeutung der Gemeinschaft für den Einzelnen" dienen soll. Hierzu sollen "Meditationsübungen und Seminare zur Bewusstseinsentwicklung" angeboten werden. Zudem soll der Straftäter dazu beitragen, "den von ihm angerichteten Schaden wieder gutzumachen".


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