Wer steht zur Wahl?

9.10.2017 | Von:
Alexander Hensel

Alternative für Deutschland (AfD)

Alternative für Deutschland (Logo)Gründungsjahr Landesverband
2013
Mitgliederzahl in Niedersachsen
2451* (Stand 6. Oktober 2017)
Landesvorsitz
Armin Paul Hampel
Wahlergebnis 2013
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei
Die "Alternative für Deutschland" (AfD) wurde Anfang 2013 in Berlin gegründet und profilierte sich zunächst als euro- und europaskeptische Partei. Später verschob sie ihren Fokus auf die Themen Migration und Asyl. Politikwissenschaftlich wird die AfD zumeist als rechtspopulistische Partei eingeordnet; ebenso wird auf völkisch-autoritäre und nationalistische Parteiströmungen hingewiesen. Der Landesverband "AfD Niedersachsen" gründete sich im Mai 2013. Landesvorsitzender ist der Journalist Armin-Paul Hampel. Spitzenkandidatin der AfD für die Landtagswahl 2017 ist die Göttinger Kreisvorsitzende Dana Guth.

Die AfD Niedersachsen sieht sich in "Opposition zu den Altparteien". Ideologisch steht sie für wirtschaftlich liberale und gesellschaftlich rechts- und nationalkonservative Positionen. In ihrem Landeswahlprogramm beschreibt sie sich als "Partei der Freiheit, der Eigenverantwortung und der sozialen Marktwirtschaft". Ihr zentrales Anliegen ist es, die "jahrhundertealte Identität Deutschlands" zu schützen; durch eine restriktivere Asyl- und Migrationspolitik möchte sie eine "Verdrängung der einheimischen deutschen Bevölkerung durch Migranten" verhindern. Von Zuwanderern fordert sie eine "vollständige Integration" und "Verinnerlichung der deutschen Leitkultur." Mittels einer "familienfreundlichen Politik" will sie dazu beitragen, "dass wieder mehr deutsche Kinder geboren werden".

Zudem will die AfD das Instrument der Volksabstimmung ausbauen und Abgeordnetenprivilegien abschaffen. Landespolitisch fordert sie finanzielle Unabhängigkeit für Land und Gemeinden und will eine Schuldenbremse in die Landesverfassung aufnehmen. Öffentliche Ausgaben sollen reduziert und mittelständische Unternehmen etwa durch Bürokratieabbau gefördert werden. Bildungspolitisch plädiert die Partei für ein "leistungsorientiertes, differenziertes […] Schulsystem", einen Ausbau der dualen Berufsausbildung und eine Begrenzung der schulischen Inklusion. Im ländlichen Raum sollen öffentliche Infrastrukturen ausgebaut sowie die Landwirtschaft gestärkt werden.


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