Wer steht zur Wahl?

9.10.2017 | Von:
Teresa Nentwig

FREIE WÄHLER Niedersachsen (FREIE WÄHLER)

Freie Wähler (Logo)Gründungsjahr Landesverband
2010
Mitgliederzahl in Niedersachsen
k. A.
Landesvorsitz
Udo Striess-Grubert
Wahlergebnis 2013
k. A.
Die "FREIEN WÄHLER Niedersachsen" (FREIE WÄHLER) haben sich im Mai 2010 als Landesvereinigung gegründet und gehören der "Bundesvereinigung FREIE WÄHLER" an. Die Partei geht historisch auf kommunale Wählergemeinschaften zurück, die nach dem Zweiten Weltkrieg gebildet wurden. Obwohl die Teilnahme an überregionalen Wahlen (Landtags-, Bundestags- und Europawahlen) aufgrund dieser kommunalen Verwurzelung intern umstritten ist, treten die FREIEN WÄHLER regelmäßig dabei an. Dies geschieht mit dem Ziel, kommunalpolitische Interessen auch auf Landes-, Bundes- und Europaebene zu vertreten. Derzeit ist die Partei in Bayern mit 18 Abgeordneten im Landtag vertreten. Im Europäischen Parlament stellt sie zwei Abgeordnete.

Die FREIEN WÄHLER verstehen sich als "Bürgerbewegung", die die Situation der Menschen vor Ort verbessern möchte. In ihrer Programmatik richtet sich die Partei daher schwerpunktmäßig sowohl am ländlichen als auch am städtischen Raum sowie am Mittelstand aus.

In ihrem Programm zur Wahl des Niedersächsischen Landtages sprechen sich die FREIEN WÄHLER für größere finanzielle Handlungsspielräume der Städte und Gemeinden aus. In ländlichen Regionen sollen z.B. die flächendeckende medizinische Versorgung, die wohnortnahe Erreichbarkeit von Kindergärten und Schulen sowie die Verfügbarkeit von schnellem Internet gesichert werden. Für die Städte fordern die FREIEN WÄHLER u.a. eine stärke Förderung des sozialen Wohnungsbaus, von Ladestationen für Elektrofahrzeuge und von Car-Sharing-Angeboten. Sowohl auf dem Land als auch in der Stadt soll mehr Polizei präsent sein. Die FREIEN WÄHLER wollen außerdem die mittelständische Wirtschaft unterstützen, etwa indem "unnötige Statistik-, Aufzeichnungs-, Dokumentations- und Meldepflichten" abgebaut werden.

Um die Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger an der Politik zu fördern, machen sich die FREIEN WÄHLER für den vermehrten Gebrauch direktdemokratischer Verfahren stark. Sie fordern beispielsweise die Direktwahl des Ministerpräsidenten.


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