Wer steht zur Wahl?

9.10.2017 | Von:
Hannes Keune

Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI)

Die PARTEI (Logo)Gründungsjahr Landesverband
2012
Mitgliederzahl in Niedersachsen
2779* (Stand Oktober 2017)
Landesvorsitz
Tobias Speckin
Wahlergebnis 2013
k. A.
*nach Angaben der Partei
Die "Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative" (Die PARTEI) wurde 2004 im Umfeld des Satiremagazins Titanic gegründet. Einige (ehemalige) Redakteure der Titanic üben wichtige Funktionen in der Partei aus, so Martin Sonneborn als Vorsitzender und Oliver Maria Schmitt als Ehrenvorsitzender.

Der niedersächsische Landesverband wurde 2012 gegründet. Die PARTEI gilt in der Öffentlichkeit als "Spaßpartei", ist allerdings eher als "Satirepartei" zu bezeichnen, die sich gesellschaftlichen Problemen mit den Mitteln der Ironisierung und Überspitzung stellt. Seit Bestehen ist Die PARTEI zu diversen Bundestags-, Landtags-, Europa- und Kommunalwahlen angetreten. Martin Sonneborn ist für die Partei seit 2014 Abgeordneter im Europaparlament. Ihre besten Ergebnisse bei Landtagswahlen erzielte Die PARTEI in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. Darüber hinaus konnte sie einige Mandate in Kommunalparlamenten erringen, so etwa in Hannover und Göttingen.

Der satirische Charakter der Partei zeigt sich in der Programmatik zur niedersächsischen Landtagswahl. Die schon im Grundsatzprogramm der Bundespartei angedachte "bauliche" Abtrennung Ostdeutschlands vom Rest der Bundesrepublik findet beim niedersächsischen Landesverband eine europäische Erweiterung: Im Westen soll die Niederlande geflutet und im Osten ein "klassischer Steildeich aus Beton und Stacheldraht" errichtet werden. In der Familienpolitik wirbt Die PARTEI für die staatliche Förderung der Geburtenrate, da die "Anzahl der Menschen" die der "Mastschweine" in Niedersachsen nicht unterschreiten dürfe. Mit der Aufstellung der Landesliste zur Bundestagswahl hat der niedersächsische Parteiverband zudem ein Zeichen gegen geschlechtliche Gleichberechtigung gesetzt und die ersten sieben Listenplätze an Frauen vergeben. Im Wahlkampf fällt die Partei außerdem immer wieder mit humoristischen Attacken gegen die politischen Mitbewerber jedweder Couleur auf. Ziel sei es, dass es "links und rechts" der Partei keine anderen Parteien mehr geben dürfe.


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