Wer steht zur Wahl?

24.4.2019 | Von:
Lothar Probst

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)Gründungsjahr Landesverband
1979*
Mitgliederzahl in Bremen
818*
Landesvorsitz
Alexandra Werwath, Hermann Kuhn*
Wahlergebnis 2015
15,1 Prozent
*nach Angaben der Partei
Einer Vorläuferorganisation der Partei "BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN" (GRÜNE) gelang in Bremen bereits 1979 der Einzug in ein Landesparlament. Die Bremische Bürgerschaft war damit das erste Landesparlament, in dem eine grüne Vereinigung, die "Bremer Grüne Liste", vertreten war. Seitdem gehört Bremen zu den Hochburgen der GRÜNEN. Sie erreichen hier Spitzenwerte sowohl bei Bürgerschafts-, als auch bei Bundestags- und Europawahlen. Seit 2007 koalieren sie als Regierungspartei mit der SPD. Auch in der aktuellen Koalition stellen sie die Finanzsenatorin, die Senatorin für Soziales und den Senator für Umwelt, Bau und Verkehr. Zur Bürgerschaftswahl 2019 treten sie ohne eindeutige Koalitionsaussage mit ihrer neuen Spitzenkandidatin Maike Schäfer an.

Die XYZ tritt/treten in beiden Wahlbereichen mit einer Liste an.Die GRÜNEN treten in beiden Wahlbereichen mit einer Liste an. (bpb, TUBS) Lizenz: cc by-sa/3.0/de
Das Wahlprogramm der Bremer GRÜNEN wirbt in der Präambel mit dem Slogan "Grün macht den Unterschied!". Die Partei hält an einer "nachhaltigen Finanzpolitik" fest, will aber bei einer zukünftigen Regierungsbeteiligung neue Akzente durch Investitionen in die ökologische Infrastruktur setzen. Die Kohlekraftwerke Bremens sollen bis 2023 abgeschaltet und durch saubere Energiequellen ersetzt werden. Weitere Ziele sind die Begrünung von Dächern, ein besserer Schutz von Insekten und eine Renaturierung der Weser. In der Verkehrspolitik treten die Bremer GRÜNEN für einen Ausbau des Fahrradverkehrs, einen attraktiven ÖPNV durch die Einführung eines 365 Euro-Jahrestickets sowie eine autofreie Innenstadt bis 2030 ein.

Ergänzt wird der ökologische Schwerpunkt des Programms durch Forderungen in den Bereichen Bildung, Wirtschaft, Arbeit und Integration. Im Sozial- und Bildungsbereich stehen die Ausweitung des Betreuungsangebots in Kitas, der flächendeckende Ausbau des Ganztagsschulausbaus und die Einführung neuer Studiengänge für die Gesundheitsregion Bremen im Zentrum. Zur Armutsbekämpfung wollen die GRÜNEN den Arbeitsmarkt stärker für Migranten und Alleinerziehende öffnen. Um die Integration von Zuwanderern zu fördern, soll ihnen der nachträgliche Erwerb eines Schulabschlusses erleichtert werden. In der Wirtschaftspolitik tritt die Partei für Unternehmensgründungen im Bereich der wissensbasierten Dienstleistungen und der forschungsintensiven Unternehmen durch besondere Förderungsprogramme ein. Außerdem will sie der Start-up-Szene durch Mikrokreditförderung unter die Arme greifen.


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