Wer steht zur Wahl?

24.4.2019 | Von:
Iris Krimmel

Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer (V-Partei³)

V-Partei3 - Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer (V-Partei3)Gründungsjahr Landesverband
2017*
Mitgliederzahl in Bremen
21*
Landesvorsitz
N.N.*
Wahlergebnis 2014
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei
Die "V-Partei³ - Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer" (V-Partei³) wurde 2016 in München gegründet. Seitdem trat sie bei vier Landtagswahlen und bei der Bundestagswahl 2017 in 12 Bundesländern an. Bei den meisten Wahlen erreichte sie 0,1 Prozent der Stimmen, nur in Bayern 2018 lag sie mit 0,3 Prozent etwas höher. Ihr Ziel ist es, die vegetarisch und vegan lebenden Menschen in Deutschland parlamentarisch zu vertreten. Unter dem Motto "Wir lieben das Leben" will die V-Partei³ auf globale Zusammenhänge von Wachstum, Ernährungs- und Konsumverhalten hinweisen.

Wahlbereiche Bremen: BremenDie V-Partei³ tritt nur in Bremen mit einer Liste an. (© bpb, TUBS)
Zur Bürgerschaftswahl hat sie bislang kein eigenes Wahlprogramm vorgelegt, sondern verweist auf ihr Parteiprogramm, dessen Kernthemen Ernährung und die Umgestaltung der Landwirtschaft sind. Die V-Partei³ fordert eine schrittweise Abschaffung der Nutztierhaltung, das Verbot von synthetischen Düngern und Pestiziden, die steuerliche Begünstigung von pflanzlichen Produkten und den Umstieg auf regionale und biologische Produkte in öffentlichen Einrichtungen. Gentechnik lehnt sie strikt ab. Agrarökologie wird als richtungsweisende Forschung für Nachhaltigkeit gesehen und soll besonders gefördert werden. In schulischen Einrichtungen will die Partei die Vorteile vollwertiger Ernährung vermitteln. Auch in der medizinischen Ausbildung sollen die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit einen höheren Stellenwert erhalten. Außerdem tritt sie für die Legalisierung von Cannabis ein.

Die V-Partei³ lehnt Atomenergie ab und spricht sich für einen Rückbau von Kohlekraftwerken und Biogasanlagen aus. Im Bereich Mobilität fordert sie kostenlosen ÖPNV. Darüber hinaus steht sie für das bedingungslose Grundeinkommen und verlangt eine einheitliche Versteuerung von tierischen und pflanzlichen Produkten. Zum Schutz der Tiere will sie ein Tierrechtegesetz entwerfen, dessen Einhaltung durch ein Tierrechteministerium gewährleistet werden soll. Sie bekennt sich zu Europa und fordert eine Stärkung des europäischen Parlaments.


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