Wer steht zur Wahl?

24.4.2019 | Von:
Iris Krimmel

Partei der Humanisten (Die Humanisten)

Partei der Humanisten (Die Humanisten)Gründungsjahr Landesverband
2018*
Mitgliederzahl in Bremen
13*
Landesvorsitz
Julia Kreitz*
Wahlergebnis 2014
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei
Die "Partei der Humanisten" (Die Humanisten) wurde 2014 in Berlin gegründet. Sie trat bisher bei der Bundestagswahl 2017 und den Landtagswahlen in Bayern und Hessen 2018 zu Wahlen an und erreichte bei diesen Wahlen nicht mehr als 0,1 Prozent der Stimmen. Der Landesverband Bremen hat sich im Juni 2018 konstituiert. Dem Leitbild der Partei zufolge steht das Individuum, dessen Handeln auf Erkenntnis, Vernunft und Ethik beruht, im Mittelpunkt des humanistischen Verständnisses. Die fortwährende kritisch-rationale und wissenschaftliche fundierte Auseinandersetzung mit der Realität führe zu einer optimalen Weiterentwicklung der menschlichen Fähigkeiten.

Wahlbereiche Bremen: BremenDie Humanisten treten nur in Bremen mit einer Liste an. (© bpb, TUBS)
Die Humanisten treten bei der Bürgerschaftswahl mit keinem eigenen Wahlprogramm an, sondern mit den Inhalten ihres Grundsatzprogramms. Darin setzt sich die Partei allgemein für Menschenrechte, Demokratie, Arbeitnehmerrechte, Selbstbestimmung, Bildung und Umweltschutz ein. Außerdem bekennt sie sich zu Europa und setzt auf eine Verstärkung der europäischen Integration. Des Weiteren tritt sie für eine klare Trennung von Staat und Kirche ein.

Die Humanisten fordern ein universelles Grundeinkommen und befürworten das Prinzip der Sozialen Marktwirtschaft. Sie wollen eine Vereinfachung des Steuersystems sowie einen Spitzensteuersatz von 50 Prozent ab einer Million Euro Einkommen durchsetzen. In der Gesellschaftspolitik sprechen sie sich für die rechtliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften aus und betrachten Inklusion als Menschrecht. Nach Meinung der Partei gehört die Gesundheitsversorgung vollständig in die öffentliche Hand; Alternativmedizin lehnen sie ab. Die Humanisten sind für eine Legalisierung der Sterbehilfe sowie im Rahmen einer aufgeklärten Drogenpolitik für die Legalisierung psychoaktiver Substanzen. In der Umweltpolitik treten sie für die schrittweise Reduktion fossiler Brennstoffe und eine Besteuerung CO2-intensiver Energieerzeugung ein.


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