Wer steht zur Wahl?

3.5.2019 | Von:
Anne Goldmann

Bündnis C – Christen für Deutschland (Bündnis C)

Bündnis C – Christen für Deutschland (Bündnis C)Gründungsjahr
2015*
Mitgliederzahl
1.200*
Vorsitz
Karin Heepen*
Wahlergebnis 2014
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei
Die Partei "Bündnis C – Christen für Deutschland" (Bündnis C) entstand im Frühjahr 2015 aus der Fusion der beiden christlichen Kleinparteien "Partei Bibeltreuer Christen" (PBC) und "Partei für Arbeit, Umwelt und Familie" (AUF). Mit der Fusion beabsichtigten die Parteien die Schaffung von Synergieeffekten sowie die Verbesserung der Erfolgschancen einer christlich orientierten Politik. Programmatisch orientiert sich Bündnis C insbesondere am Apostolischen Glaubensbekenntnis sowie dem Alten und Neuen Testament. Die Partei verortet sich selbst als politische Mitte. Sie lehnt links- und rechtsorientierte Ideologien gleichermaßen ab. Die sieben bestehenden Landesverbände konnten bei den zurückliegenden Landtagswahlen bisher keinen nennenswerten Erfolg verbuchen. Lediglich in Niedersachsen erhielt die Partei auf kommunaler Ebene vereinzelte Mandate. Auf den ersten Listenplatz zur Europawahl kandidiert Arne Gericke, aktuelles Mitglied des Europäischen Parlaments. Gericke war ehemals Mitglied der "Familien-Partei Deutschlands" (Familie) in der Fraktion Europäische Konservative und Reformer (EKR) und ist seit 2018 beim Bündnis C.

Die Partei tritt mit einer gemeinsamen Liste für alle Bundesländer an.
Hier eine Übersicht über die zur Europawawahl zugelassenen Bundes- und Landeslisten.Bündnis C tritt mit einer gemeinsamen Liste für alle Bundesländer an. (© TUBS/bpb)
Das aktuelle Europawahlprogramm trägt den Titel: "Einheit und Frieden durch starke Nationen". Strukturell fordert die Partei darin eine Rückgabe der Kompetenzen von der EU an die Nationalstaaten sowie "mehr Kontrolle und Verantwortung der nationalen Parlamente". In den unterschiedlichen Politikfeldern strebt Bündnis C eine stärkere Gemeinwohlorientierung der Ökonomie sowie größere Unterstützungsleistungen für Familien an. Dabei betont die Partei den konsequenten Schutz des Lebens und lehnt daher sowohl Abtreibungen als auch Sterbehilfe ab. Darüber hinaus spricht sich die Partei gegen Gender Mainstreaming aus. Außenpolitische Entscheidungen verortet Bündnis C bei den Zuständigkeiten der Mitgliedstaaten, fordert jedoch von allen EU-Staaten die Anerkennung Jerusalems "als ungeteilte Hauptstadt Israels" sowie die Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran.


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