Wer steht zur Wahl?

3.5.2019 | Von:
Ray Hebestreit

LKR - Bernd Lucke und die Liberal-Konservativen Reformer (LKR)

Liberal-Konservative Reformer (LKR)Gründungsjahr
2015*
Mitgliederzahl
2.000*
Vorsitz
Prof. Dr. Bernd Lucke*
Wahlergebnis 2014
nicht angetreten
*nach Angaben der Partei
Die Partei "LKR - Bernd Lucke und die Liberal-Konservativen Reformer" (LKR) wurde im Jahr 2015 gegründet. Ausgangspunkt der Parteigründung waren Differenzen innerhalb der Partei "Alternative für Deutschland" (AfD), in deren Folge der ehemalige Bundessprecher der AfD, Bernd Lucke, die AfD verließ und mit weiteren Personen, unter ihnen viele ehemalige AfD-Mitglieder, die Partei "Allianz für Fortschritt und Aufbruch" (ALFA) ins Leben rief. Aufgrund eines Namensstreits mit der "Aktion Lebensrecht für Alle" um die Abkürzung ALFA, den die Partei verlor, benannte sie sich im November 2016 in "Liberal-Konservative Reformer" (LKR) um. Nachdem er bereits von 2015 bis 2016 Vorsitzender der Partei war, steht Bernd Lucke ihr seit November 2018 erneut vor. Lucke ist zudem der einzig verbliebene Abgeordnete der Partei im Europäischen Parlament, wo sie der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformisten angehört.

Die Partei tritt mit einer gemeinsamen Liste für alle Bundesländer an.
Hier eine Übersicht über die zur Europawawahl zugelassenen Bundes- und Landeslisten.Die LKR tritt mit einer gemeinsamen Liste für alle Bundesländer an. (© TUBS/bpb)
Zur Europawahl 2019 tritt die Partei unter dem Namen "LKR - Bernd Lucke und die Liberal-Konservativen Reformer" mit Lucke als Spitzenkandidat und einem stark wirtschaftsliberal orientierten Programm an. Darin bekennt sich die Partei grundsätzlich zur EU, kritisiert aber verschiedene Fehlentwicklungen, wie etwa zu viel Bürokratie, Zentralismus, Dirigismus und Harmonisierung, die zu zunehmender Einschränkung der Souveränität der EU-Mitgliedstaaten führe. Sie will hingegen Bürgernähe, Subsidiarität und Eigenverantwortung der EU-Staaten stärken. Dazu sollen wichtige Rechte und Kompetenzen der EU-Mitgliedstaaten auf nationaler Ebene verbleiben oder dorthin rückübertragen werden, so etwa in der Wirtschafts-, Fiskal-, Steuer- oder Sozialpolitik. Für andere Bereiche, etwa Wettbewerbskontrolle, Internationaler Handel, Energie und Umwelt, wird die führende Rolle der EU hingegen hervorgehoben.

Die LKR lehnt den Euro in seiner derzeitigen Form ab, plädiert für ein Recht auf Austritt aus dem Euro sowie für eine Verkleinerung des Euro-Raums auf stabilitätsorientierte Mitgliedstaaten. Sie setzt auf eine gemeinsame europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik, bekennt sich uneingeschränkt zum Grundrecht auf Asyl, zur Genfer Flüchtlingskonvention und zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens. Die LKR spricht sie sich gegen eine weitere Aufnahme von Staaten in die EU und gegen eine EU-Armee aus.


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