Wer steht zur Wahl?

2.8.2019 | Von:
Prof. Dr. Jochen Franzke

V-Partei³ - Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer (V-Partei³)

Logo V-Partei³ BrandenburgGründungsjahr Landesverband
2017*
Mitgliederzahl in Brandenburg
55*
Landesvorsitz
Marek Neumann*
*nach Angaben der Partei
Die "Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer" (V-Partei³) wurde 2016 in München gegründet. Inzwischen haben sich in allen Bundesländern Landesverbände gebildet, in Brandenburg im April 2017. 2019 nimmt sie erstmals an einer Landtagswahl in Brandenburg teil. Ihre Landesliste umfasst 10 Bewerberinnen und Bewerber.

Die V-Partei³ ordnet sich selbst ideologisch nicht ein. Die "3" im Parteinamen soll deren inhaltliche Vielfalt, das "V" die Verwirklichung von Visionen symbolisieren. Die Partei zielt nach eigener Aussage auf Wählerinnen und Wähler, die die globalen Auswirkungen des Wachstums, Konsums und Essverhaltens verstehen und in diesen Bereichen wirksame Veränderungen erreichen sowie selbst zu diesen beitragen möchten. Dabei konzentriert sich die Partei stark auf Menschen, die auf Fleisch und tierische Produkte verzichten.

In ihrem Wahlprogramm zur Landtagswahl in Brandenburg tritt die Partei für einen schrittweisen Ausstieg aus der Tierprodukt-Industrie ein: Der Tierschutz soll besser kontrolliert und Verstöße strenger geahndet werden. Die Landwirtschaft soll auf eine ökologische bio-vegane Basis mit Förderung des Ökolandbaus und regionaler Produktion umgestellt werden. Der Einsatz von Nitraten und Glyphosat soll verboten werden.

Wirtschaftspolitisch soll zeitnah aus der Kohleindustrie ausgestiegen werden, regenerative Energien gefördert und nachhaltig agierende Unternehmen subventioniert werden. Der Öffentlichen Personennahverkehr soll ausgebaut und umweltfreundliche Verkehrsmittel gefördert werden.

Die V-Partei³ fordert den ländlichen Raum z. B. durch flächendeckendes Internet (allerdings "ohne 5G"), mehr Fahrradwege zwischen den Dörfern sowie bessere ärztliche Versorgung mehr zu unterstützen.

Zudem setzt sich die Partei für den Ausbau humanitärer Hilfe für Flüchtlinge ein. Sie fordert gebührenfreie Kitas und die probeweise Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens.

In der Bildungspolitik fordert sie u. a., dass Lehrpläne in Bezug auf "wahre Lebensschule" sowie Kommunikationstraining verstärkt werden sollen.


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