Wer steht zur Wahl?

CDU

Christlich Demokratische Union Deutschlands

1.2.2011
Die "Christlich Demokratische Union" stellt mit Stefan Mappus den derzeitigen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg. Die Partei vereint liberale, konservative und christlich-soziale Strömungen.

Logo der CDU
Gründungsjahr Landesverband
1971*

Mitgliederzahl in Baden-Württemberg
72.808*

Landesvorsitz
Stefan Mappus*

                                           Wahlergebnis 2006
                                           44,2 Prozent

                                           *nach Angaben der Partei



Partei-Profil
Autor: Prof. Dr. Frank Bösch, Justus-Liebig-Universität Gießen

Die CDU ist eine bürgerliche Volkspartei, die 1945 aus einem Zusammenschluss von Katholiken und Protestanten neu entstand. Sie vereint programmatisch liberale, konservative und christlich-soziale Strömungen. Wirtschaftspolitisch bekennt sie sich zur sozialen Marktwirtschaft, die die privatwirtschaftliche Ordnung mit einem sozialen Ausgleich verbindet. Sozialpolitisch setzt sie auf eine stärkere Eigenverantwortung und die Förderung von Ehen und Familien. Ihre Grundsatzprogramme (1978, 1994, 2007) unterstreichen zudem ihre christliche Wertorientierung.

Zur Info

Steht zur Wahl...

...in allen 70 Wahlkreisen. Mehr Informationen auf den »Seiten der Landeswahlleiterin«.

In Baden-Württemberg ist die CDU seit 1952 die mit Abstand stärkste Partei und stellt seit 1953 kontinuierlich den Ministerpräsidenten. Ihr Spitzenkandidat Stefan Mappus ist seit 2010 Ministerpräsident und zugleich Landesvorsitzender der Partei. Organisatorisch gliedert sich die baden-württembergische CDU in vier Bezirksverbände, die lange ein starkes Eigenleben führten und sich erst 1971 zu einem CDU-Landesverband zusammenschlossen.

Die CDU Baden-Württemberg zeichnet sich eher durch wirtschaftsliberale und wertkonservative Positionen aus. In ihrem Regierungsprogramm zur Wahl 2011 tritt sie bildungspolitisch weiterhin für das mehrgliedrige Schulsystem mit vierjähriger Grundschule ein. Ganztagsschulen sollen bevorzugt im Grundschulbereich ausgebaut werden und freiwillig sein. In der Verkehrspolitik steht sie zum Um- und Ausbau des Stuttgarter Bahnhofs ("Stuttgart 21"), der nach Protesten zu einem Schlüsselthema des Wahlkampfes wurde. Umweltpolitisch hält sie an einem Energiemix unter Einschluss der Kernenergie fest.