Wer steht zur Wahl?

FDP

Freie Demokratische Partei

1.2.2011
Freiheit, Marktwirtschaft, Eigenverantwortung: die "Freie Demokratische Partei" ist eine liberale Partei. Seit 1996 bildet sie gemeinsam mit der CDU die Regierung in Baden-Württemberg.

Logo der FDP
Gründungsjahr Landesverband
1946*

Mitgliederzahl in Baden-Württemberg
8.000*

Landesvorsitz
Birgit Homburger*

                                           Wahlergebnis 2006
                                           10,7 Prozent

                                           *nach Angaben der Partei



Partei-Profil
Autor: Prof. Dr. Hans Vorländer, Technische Universität Dresden

Die "Freie Demokratische Partei" (FDP) besteht seit 1948. Programmatisch hat sich die FDP als liberale Partei definiert und damit in die bis auf die bürgerlichen Revolutionen des 18. und 19. Jahrhundert zurückreichende Tradition des Liberalismus gestellt. Im Zweifel stimmen Liberale für Freiheit vor Sicherheit und Gleichheit, für Markt statt Staat, für das Individuum anstelle des Kollektivs oder der Gemeinschaft. Nach mehreren programmatischen Kehrtwenden und wechselnden Koalitionspartnern sind die gegenwärtigen Leitlinien in den Wiesbadener Grundsätzen von 1997 verankert.

Zur Info

Steht zur Wahl...

...in allen 70 Wahlkreisen. Mehr Informationen auf den »Seiten der Landeswahlleiterin«.

In wirtschaftspolitischen Fragen betont die FDP darin die Vorzüge der Marktwirtschaft, fordert aber gleichzeitig eine stärkere Konzentration auf die soziale Komponente der sozialen Marktwirtschaft. Des Weiteren will die Partei ein vereinfachtes Steuersystem, den Abbau von Subventionen und die Einführung eines Bürgergeldes, d.h. ein vom Staat ausgezahltes Grundeinkommen.

Mit Blick auf das Verhältnis zwischen Bürger und Staat tritt die FDP für persönliche Freiheit und individuelle Verantwortung jedes Einzelnen ein und fordert einen deregulierten und entbürokratisierten Staat. Energiepolitisch setzt sich die FDP für einen Mix aus erneuerbarer wie auch fossiler Energiegewinnung ein, beurteilt den Ausstieg aus der Kernenergie allerdings kritisch.

Die FDP verfolgt einen Kurs der koalitionspolitischen Eigenständigkeit. In Baden-Württemberg koaliert sie mit der CDU und unterstützt dort das Projekt "Stuttgart 21". Finanzpolitisch drängt die Partei auf eine Reform des Länderfinanzausgleichs mit dem Ziel, die Belastung für Baden-Württemberg zu verringern. Die sogenannte "Schuldenbremse" will die FDP in der Landesverfassung verankern. In der Bildung sprechen sich die Liberalen gegen ein eingliedriges Schulsystem und für die Beibehaltung der neuen Werkrealschule aus.