REP
DIE REPUBLIKANER
Gründungsjahr Landesverband
k.A.*
Mitgliederzahl in Baden-Württemberg
k.A.*
Landesvorsitz
Ulrich Deuschle*
Wahlergebnis 2006
2,5 Prozent
*nach Angaben der Partei
Partei-Profil
Autor: Prof. (Vertretung) Dr. Steffen Kailitz, Universität Erfurt
"Die Republikaner" (REP) verstehen sich selbst als rechtskonservative Partei. Eine Zusammenarbeit mit den rechtsextremen Parteien "Deutsche Volksunion" (DVU) und "Nationaldemokratische Partei Deutschlands" (NPD) lehnt die Parteispitze um Rolf Schlierer ab. Allerdings ist dieser Kurs innerparteilich umstritten.
Steht zur Wahl...
...in allen 70 Wahlkreisen. Mehr Informationen auf den »Seiten der Landeswahlleiterin«.
Die Partei bekennt sich im Unterschied zur NPD zum Grundgesetz. Die Kernforderung der REP lautet: "Bewahrung der deutschen Heimat, keine multikulturelle Gesellschaft, kein Vielvölkerstaat" (Bundespartei-Programm, Stand 12.06.2002). Für Ausländer gibt es nach Ansicht der REP nur eine Alternative: Assimilierung oder Ausweisung.
Das Grundrecht auf Asyl wollen die REP abschaffen. Die Ablehnung der Zuwanderung wurzelt in dem Wunsch nach einer ethnisch homogenen Gemeinschaft. Die REP fordern sozialpolitisch eine eindeutige Differenzierung zwischen Leistungen für Deutsche und Nicht-Deutsche, wie z.B. die "Zurückweisung von Ausländern, die von vornherein sozialhilfebedürftig wären".
Das Gebiet der neuen Bundesländer bezeichnen die REP als "Mitteldeutschland" und beziehen sich damit auf ein Deutschlandbild in den Grenzen des Deutschen Reiches. Sie bestreiten noch immer die Rechtmäßigkeit der Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze durch die deutsche Regierung im Rahmen des Zwei-Plus-Vier-Vertrags.
Wirtschaftspolitisch stehen die REP für Protektionismus. Sie wollen "Schutzzölle gegen unlautere Konkurrenz" und einen "Schutz deutscher Unternehmen vor feindlichen Übernahmen aus dem Ausland". Daher will die Partei auch "raus aus dieser EU" (Wahlslogan bei der Europawahl 2009) und stattdessen einen Bund souveräner Nationalstaaten.
Schwerpunkte des Landtagswahlkampfs in Baden-Württemberg sind die Wendung gegen die "Ausplünderung Baden-Württembergs" durch den Länderfinanzausgleich und die Einwanderungs- und Integrationspolitik. Mit Bezug auf "Stuttgart 21" befürwortet die Partei eine Volksbefragung, verurteilt aber die Auseinandersetzungen von S21-Gegnern mit der Polizei.

