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ödp

Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt

1.2.2011
Die "Ökologisch-Demokratische Partei" ist aus der Umweltbewegung hervorgegangen. Mittlerweile formuliert sie aber auch konkrete Vorschläge für weitere Politikbereiche.

Logo der ödp
Gründungsjahr Landesverband
1982*

Mitgliederzahl in Baden-Württemberg
982*

Landesvorsitz
Bernd Richter*

                                           Wahlergebnis 2006
                                           0,5 Prozent

                                           *nach Angaben der Partei



Partei-Profil
Autor: Dr. Hildegard Pamme, Fachhochschule Münster

Die "Ökologisch-Demokratische Partei" (ÖDP) wurde 1982 von Herbert Guhl, einem ehemaligem CDU-Bundestagsabgeordneten, gegründet. Aus der Umweltbewegung entstanden, ist die ÖDP inzwischen eine Kleinpartei, die für gesellschaftliche Fragen weit über ökologische Themen hinaus konkrete, politische Vorschläge erarbeitet hat. Programmatisch zielt sie insbesondere auf eine Neudefinition des Verhältnisses zwischen Wirtschaft und Umwelt, Familie und Arbeit sowie Regierenden und Regierten. Die Partei setzt ein sich für eine ökologisch-soziale Marktwirtschaft, die Ressourcen schont, sich dezentral organisiert und Energie- und Rohstoffverbrauch statt Arbeitskraft besteuert. Atomkraft, Gentechnik und konventioneller Landwirtschaft erteilt sie eine Absage.

Zur Info

Steht zur Wahl...

...in allen 70 Wahlkreisen. Mehr Informationen auf den »Seiten der Landeswahlleiterin«.

Die Familie ist für die ÖDP "nach wie vor die bewährteste Lebensform, in deren Geborgenheit der Mensch die ersten Jahre verbringt" (ÖDP-Grundsatzprogramm, Stand 25.04.2010). Im Kern geht es um einen gerechteren finanziellen Ausgleich zwischen Erwerbsarbeit, Kindererziehung und Pflege von Angehörigen, z.B. durch ein Erziehungsgehalt. In der Arbeitsmarktpolitik setzt sich die ÖDP für Investivlohnmodelle und eine Beteiligung der Arbeitnehmer an Unternehmensgewinnen sowie die Ausweitung der unternehmerischen Verantwortung auf alle Unternehmensmitglieder ein.

Die ÖDP bekennt sich zum parlamentarischen System, will aber demokratische Rechte weiter ausbauen, z.B. durch die Demokratisierung der EU, mehr direkte Demokratie auf Bundesebene sowie die Wahlberechtigung ab 14 Jahren. Außerdem will sie den Lobbyismus der Wirtschaft, z.B. durch eine Neuregelung der Parteienfinanzierung, deutlich begrenzen.

In Baden-Württemberg spricht sich die ÖDP gegen das geplante Bauprojekt "Stuttgart 21" aus. Bildungspolitisch kritisiert die Partei die Umstellung auf das Abitur nach zwölf Schuljahren und fordert daher die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums im Land. Darüber hinaus will die ÖDP das "gläserne Rathaus", d.h. ein vereinfachtes Einsichtsverfahren in Verwaltungsvorgänge für Bürger in Baden-Württemberg einführen.